Carl F. Bucherer

Sportliche Uhreneleganz

Die Uhrenmarke Carl F. Bucherer zählt heute zu einer der wenigen, die sich seit ihrer Gründung in Familienbesitz befinden und somit – innerhalb der Bucherer-Gruppe – weitestgehend unabhängig aufgestellt sind. Die Anfänge der Uhrenmarke reichen bis ins Jahr 1888 zurück als Carl Friedrich Bucherer sein erstes Uhren- und Schmuckfachgeschäft in Luzern eröffnete. Drei Jahrzehnte später, im Jahr 1919, stellte Bucherer seine erste eigene Uhrenkollektion vor und setzte somit den Grundstein für die heutige Manufaktur. Die Zeitmesser der Luzerner Marke stehen für sportliche Eleganz, praxistaugliche Funktionen und feminine Eleganz. Seit dem Jahr 2007 fertigt Carl F. Bucherer eigene Werke. In der eigenen Manufaktur in Sainte-Croix werden zudem Funktionsmodule selbst entwickelt und auf Großserienkaliber aufgesetzt.

 

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Die Kollektion der Uhrenmarke Carl F. Bucherer umfasst vier Modelllinien. Für technische Innovationen und mechanische Komplikationen stehen die markanten Uhren der Patravi-Linie. Neben bewährter Eta-Mechanik verbaut die Uhrenmarke ausschließlich in dieser Linie das eigene Kaliber. Der Beiname EvoTec der Linie steht dabei für „technische Evolution“. Kennzeichnend für die Manero-Linie sind elegante und klassische Zeitmesser die das Unternehmen mit praktischen Zusatzfunktionen kombiniert. Die Damenuhrenlinie Alacria verbindet weibliche Eleganz in Form der geschwungenen Gehäuseform mit traditioneller Uhrmacher- und Juwelierskunst. Die Schmuckuhren stehen ganz in der Tradition des Unternehmens. Neuestes Kollektionsmitglied ist die Adamavi-Uhrenlinie mit schlichten, eleganten Zeitmessern. Klar ablesbar und zurückhaltend gestaltete Zifferblätter werden hier mit hochwertigen Gehäusematerialien in Zusammenhang gebracht. Die jährliche Produktion an Uhren beläuft sich auf 15.000 Stück.

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Neuartige Werkskonstruktion

Carl F. Bucherers Erstlingswerk entsteht in den Ateliers des langjährigen Kooperationspartners Techniques Horlogèrs Appliquées SA (THA) in Sainte-Croix. Die Firma war im Zuge des ambitionierten Kaliberprojekts am 1. Juli 2007 vollständig unter das Firmendach des Luzerner Familienunternehmens geschlüpft und heißt seitdem Carl F. Bucherer Technologies. Die Entscheidung, im oberen Preissegment des Kollektionsspektrums ein eigenes Kaliber anzubieten, fiel schon 2005. Das Werk aus bekannten Kalibern weiterzuentwickeln, stand nicht zur Debatte – genauso wenig wie eine 100-prozentige Fertigungstiefe. Carl F. Bucherer bringt es nach relativ kurzer Zeit bereits auf einen Wert von 70 Prozent, denn Platine, Brücken und Kloben entstehen im eigenen Haus. In dieser Größenordnung werden sich die Dinge auch künftig bewegen.

 

Weitaus wichtiger als eine 100-prozentige Inhouse-Fertigung ist für Carl F. Bucherer die Entwicklung von Funktionsmodulen, die das CFB A1000 für einen breiteren Kundenkreis interessant machen. Besondere Würdigung verdient schon jetzt die nicht ganz neu-, aber dennoch andersartige Ausprägung des Selbstaufzugs: Konsequent haben sich die Konstrukteure von den marktüblichen Zentral- und Mikrorotoren abgewandt. An deren Stelle tritt eine anspruchsvolle Schwungmasse, die das Uhrwerk komplett umrundet. Entfernte Ähnlichkeit besitzt die Konstruktion mit den Automatikaufzügen, die Longines 1960 bei den Kaliberfamilien 34x und 35x nutzte. Patek Philippe präsentierte das grundsätzlich flach bauende System in den 1960er Jahren bei seinen Kalibern 350 und 1-350, war aber nie sonderlich glücklich mit dieser Kreation, weshalb sie schnell wieder von der Bildfläche verschwand.

Bei Carl F. Bucherer erfolgt die Lagerung des patentierten Rotors mit Hilfe von DLC-beschichteten Rollen; die Abkürzung benennt die harte Kohlenstoffbeschichtung Diamond like
Carbon. Ausgeklügelte Federarme bewirken eine exakte Positionierung der Schwungmasse. Hinzu gesellt sich eine dynamische Stoßsicherung, die in allen Lebenslagen wirkt. Radiale Auslenkungen der Schwungmasse fangen die Brückenwände ab, Spezialschrauben begrenzen das axiale Spiel. Die kinetische Energie der Schwungmasse reicht ein stoßgesichertes Übertragungsrad an den für 55 Stunden Gangautonomie ausgelegten Federspeicher weiter. Zwei intelligent konstruierte Kupplungsräder polarisieren die Rotorbewegungen. Das Hemmungssystem mit einer Unruhfrequenz von drei Hertz (21600 A/h) besticht durch eine ausgeklügelte Feinregulierung mit zentralem Steuerelement, das nur einer einmaligen Justierung bedarf. Den passenden Rahmen für das A1000 mit vorderseitig montiertem Kalendermodul (halb springend ausgeführtes Großdatum sowie Wochentagsindikation) bot für Carl F. Bucherer allein die Top-Uhrenlinie Patravi. Der klangvolle Beiname EvoTec steht dabei für „technische Evolution“. Abschied von bewährter Eta-Mechanik kommt für die Marke jedoch nicht in Frage, denn dieser würde das Aus für die preislich vertikalisierte Kollektion bedeuten. glb

>> Weitere Informationen zu Carl F. Bucherer Technologies

 

Seite 2: Uhrenmodelle und Testberichte von Carl F. Bucherer

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