Cartier

Die wichtigsten Highlights der Uhrenmarke von 1904 bis 2012

Wie kaum ein anderer Name steht Cartier für die schönen Dinge des Lebens. Doch Ästhetik ist nicht alles: Vor allem mit ihren Armbanduhren beweist die Luxusmarke seit mehr als 100 Jahren wahre Leidenschaft für Technik und Innovation.

Cartier Werbung 1988

Cartier Werbung 1988

1904/1911 – Santos

Firmengründer Louis-François Cartier (1819– 1904)

Firmengründer Louis-François Cartier (1819– 1904)

 

Louis Cartier (1875–1942) war ein Design-Perfektionist. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als er die Armbanduhr gestalterisch emanzipierte, kämpfte dieser Typ Zeitmesser noch heftig um seine Existenzberechtigung.
Speziell die Männer hielten nur wenig von ihm. Aber Ausnahmen wie der 1873 geborene Alberto Santos Dumont bestätigten auch hier die Regel. Mit seinen selbst gebauten Fluggeräten versetzte der brasilianische Lebemann die noble Pariser Gesellschaft immer wieder in Erstaunen. Im Jahr 1904 klagte der Flugpionier dem Juwelier Cartier sein Leid: Zur Kontrolle der Zeit eigne sich die Taschenuhr während des Steuerns seines Fluggeräts nicht, und dieser Sachverhalt stehe künftigen Rekorden im Wege. Noch im selben Jahr schnallte Cartier seinem Freund eine neue Armbanduhr ans Handgelenk.

Der erste Armbanduhrenkunde Alberto Santos Dumont

Der erste Armbanduhrenkunde Alberto Santos Dumont

Und als der Playboy zwei Jahre später mit seinem Motorflugzeug „14-bis“ neue Weitenrekorde von zunächst 60 und dann 220 Metern aufstellte, blickte er ebenfalls auf den Zeitmesser mit quadratischer Grundform und integrierten Bandanstößen. Nun verlangte auch die Hautevolee nach „Santos“-Modellen. Deshalb offerierte der gewiefte Geschäftsmann Louis Cartier ab 1908 die Santos in einer Miniauflage für Privilegierte. 1911 ging sie in Serie.

 

 

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