Grosse Fliegeruhr und W.W.W.

Die wichtigsten Highlights der Uhrenmarke IWC von 1870 bis 2011

1940 – Große Fliegeruhr

Ende der 1930er Jahre entwickelte IWC für die deutsche Luftwaffe eine professionelle Fliegeruhr mit einem 55 Millimeter großen mattiertem Stahlgehäuse. Die optischen und technischen Spezifika hatten die befassten Dienststellen und Oberkommandos exakt vorgegeben. Jedes Exemplar hatte den Prüfbedingungen „erster Klasse“ für Präzisionstaschenuhren der deutschen Seewarte zu genügen, und die Reglage musste in sechs Lagen sowie bei drei Temperaturen erfolgen.

Weitere Charakteristika: griffige Aufzugskrone, schwarzes Zifferblatt mit Leuchtziffern und -zeigern, Sekundenstopp sowie ein langer Lederriemen zum Tragen über der Montur. Erstmals verfügte dieses Uhrenmodell über einen Magnetfeldschutz. Hierzu wurde das 19-linige Zentralsekunden-Kaliber 52 T.S.C. mit einem Zifferblatt, Werkhaltering und Innenboden aus Weicheisen umgeben. Von diesem Präzisionskaliber fertigte IWC 1940 insgesamt 1.200 Exemplare, die auch in Beobachtungsuhren der Royal Navy Verwendung fanden.

1945 – W.W.W.

Nach der ersten Fliegeruhr von 1936 bestückte IWC auch sein Uhrenmodell W.W.W. (Watch, Wrist, Waterproof), eine Armbanduhr für den militärischen Gebrauch, mit dem bewährten Handaufzugskaliber 83. In der Zeit von 1945 bis 1947 entstanden rund 6.000 dieser Zeitmesser. Das schwarze Zifferblatt trug Leuchtziffern und eine Eisenbahnminuterie. Die fürs britische Militär hergestellten Uhrenmodelle trugen auf dem Zifferblatt unterhalb des Firmenlogos den sogenannten Broad Arrow, der in der Wappenkunde meist auf den König oder die britische Regierung hinweist. Ab 1944 war für das Kaliber 83 eine Incabloc-Stoßsicherung obligatorisch. glb

 

 

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