1950 – Kaliber 85
Das von Albert Pellaton entwickelte und 1950 lancierte Automatikwerk mit der Bezeichnung 85 bildet bei IWC das Fundament für eine ganze Kaliberfamilie. Zeichen uhrmacherischer Exzellenz waren die folgenden konstruktiven Aspekte: Die Rotorbewegungen wurden mittels Kurvenscheibe auf ein Schaltklinkensystem (im Bild rechts der Mitte) übertragen.
Das Fehlen des üblichen Wechselgetriebes gestattete die optimale Ausnutzung der kinetischen Energie. Die Gabelenden des Klinkenträgers trugen kleine Rollen, die auf dem Umfang der Kurvenscheibe liefen. Das schräg verzahnte Klinkenrad leitete die Energie über sein Trieb direkt an die Aufzugsräder weiter. Der Verzicht auf eine zwischengeschaltete Kupplung ermöglichte eine geringe Bauhöhe von 5,45 Millimetern. Der Rotor drehte sich um eine hochglanzpolierte Lagerwelle, die an einem federnden Stahlkloben befestigt war. Das gesamte Uhrwerk bestach durch seine große Wartungsfreundlichkeit, denn der Rotor ließ sich nach dem Lösen einer Schraube und dem Zurückschieben eines Halteriegels entfernen. Weitere Merkmale: zentrale Stoppsekunde, 2,5 Hertz Unruhfrequenz, 40 Stunden Gangautonomie. Bis zur Ablösung im Jahr 1952 durch das Kaliber 852 entstanden rund 8.400 Werke.
Index IWC Meilensteine:
- IWC – Die Anfänge
- 1936 – Erste Fliegeruhr
- 1939 – Portugieser
- 1940 – Große Fliegeruhr und W.W.W.
- 1948 – Mark 11
- 1950 – Kaliber 85
- 1955 – Ingenieur
- 1967 – Aquatimer
- 1969 – Da Vinci Beta 21
- 1976 – Ingenieur SL
- 1978 – Porsche Design Kompassuhr und 1981 – Porsche Design Chronograph Titan
- 1985 – Da Vinci Ewiger Kalender und 1986 – Da Vinci Keramik
- 1990 – Grande Complication
- 1992 – Doppelchronograph
- 1993 – Il Destriero Scafusia
- 2000 – Kaliber 5000
- 2003 – Portugieser Ewiger Kalender
- 2009 – Da Vinci Perpetual Calendar Digital Date-Month
- 2011 – Portugieser Sidérale Scafusia






