Die kleinen Komplikationen: Teil 1 – Datum

Datum

Gerade die einfacheren Zusatzfunktionen der Uhren wie Datum oder zweite Zeitzone stehen uns in zahlreichen Alltagssituationen zur Seite. Eine besonders wichtige Rolle in Bezug auf die kleinen Komplikationen spielt Rolex, denn die Manufaktur hat im Lauf ihrer Geschichte immer wieder nützliche Zusatzfunktionen erdacht und weiterentwickelt. Aber auch Breitling, IWC oder A. Lange & Söhne haben sich um Datum, Gangreserveanzeige und Co. verdient gemacht.

Watchtime.net zeigt Ihnen in den nächsten Wochen alle kleinen Komplikationen – Datum, Wochentag, Mondphase, zweite Zeitzone und Gangreserveanzeige – anhand historischer, aktueller und brandneuer Uhrenmodelle.

Tourbillons, ewige Kalender und Minutenrepetitionen zählen hingegen zu den drei großen Komplikationen, wobei die Minutenrepetition die komplizierteste der drei ist. Diese technischen Meisterleistungen sind jedoch schon aus Kostengründen nicht jedermann zugänglich.

Ganz anders hingegen:

 

Das Datum
Erste Rolex Datejust mit Fenserdatum

Erste Rolex Datejust mit Fenserdatum

Mit Abstand die häufigste Zusatzfunktion von Armbanduhren ist das Datum. Und weil sich die Hersteller fast immer für ein Fensterdatum entscheiden, hat der Uhrenfreund die Vielfalt der möglichen Lösungen meist gar nicht vor Augen. Schon beim herkömmlichen Fensterdatum gibt es Wahlmöglichkeiten:
Nutzt man beispielsweise bei einer Uhr mit schwarzem Zifferblatt eine weiße Datumsscheibe, die sich besser ablesen lässt?
Oder haben gestalterische Überlegungen zur Folge, dass sich die Designer für eine schwarze, harmonisch ins Zifferblatt integrierte Scheibe entscheiden? Etwas unbeholfen erscheinen in diesem Zusammenhang cremefarbene Zifferblätter mit weißem Datum; hier wirkt die abweichende Farbe der Zahlenscheibe oftmals störender als bei echten Kontrastfarben.
Eine Vorreiterrolle in Bezug auf das Fensterdatum bei Armbanduhren übernahm Rolex mit der ersten Datejust von 1945 . Heute ist diese Funktion in der Uhrenwelt selbstverständlich – und die häufigste Variante der Datumsanzeige.

Neue Bulgari Sotirio mit Zeigerdatum (5.450 Euro)

Neue Bulgari Sotirio mit Zeigerdatum (5.450 Euro)

 

Als Alternative kommt das Zeigerdatum in Frage, das in Sachen Ablesbarkeit nur mithalten kann, wenn der Datumszeiger aus der Mitte kommt und die Skala am Zifferblattrand liegt . Ein kleines Zeigerdatum, das nur ein Hilfszifferblatt einnimmt, lässt sich dagegen meist schwer entziffern.

Lange 1 Daymatic mit Großdatum (Platin, 38.500 Euro)

Lange 1 Daymatic mit Großdatum (Platin, 38.500 Euro)

 

In Sachen Ablesbarkeit ungeschlagen ist und bleibt das Großdatum. Stilbildend war diese Funktion vor allem bei der sächsischen Manufaktur A. Lange & Söhne: Besonders die legendäre Lange 1, aber auch viele weitere Modelle wären ohne die berühmten zwei Fenster sicher nicht so berühmt geworden, wie sie es heute sind.

Zenith Chronomaster mit Dreischeibendatum (11.000 Euro)

Zenith Chronomaster mit Dreischeibendatum (11.000 Euro)

Während Lange eine Konstruktion mit zwei Scheiben nutzt, verwendet Zenith ein patentiertes Dreischeibendatum. Es ermöglicht in Uhren mit vielen Zusatzfunktionen, die Zahlen im Verhältnis zum Platz im Werk möglichst groß darzustellen.
Technisch ist die Lösung relativ einfach: Die Einerstellen sind auf zwei übereinander liegende Scheiben verteilt, von denen die obere nur sechs Ziffern trägt und Ausschnitte besitzt, durch die zu gegebener Zeit die restlichen vier Ziffern zu sehen sind. Weil nicht alle zehn Ziffern auf einer Scheibe Platz haben müssen, können sie größer gedruckt werden. Das Großdatum ist also eine schöne und funktionale Lösung. Ästheten könnten sich lediglich daran stören, dass während der ersten neun Tage jedes Monats eine Null oder eine weiße Fläche auf der ersten Stelle erscheint.

Michel Herbelin mit verbreitertem Fenster (2.095 Euro)

Michel Herbelin mit verbreitertem Fenster (2.095 Euro)

 

Deutlich problematischer als das Großdatum mit seiner ersten Stelle ist jedoch das Datum im vergrößerten Fenster, in dem auch die vorhergehenden und nachfolgenden Tage erscheinen. Hier kann sich der Träger je nach Breite des Fensters ziemlich schwertun, die richtige Zahl zu finden. Zudem wird beispielsweise am 30. April ein nicht vorhandener 31. als Folgetag angezeigt. ak

 

 

 

  


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