Fliegeruhren

Das klassische Fliegeruhren-Design

Eine der erfolgreichsten Uhren-Gattungen überhaupt ist die der Fliegeruhr. Ihre Beliebtheit hat mit ihrem unverkennbaren Design zu tun und dieses wiederum mit ihrer bewegten Geschichte: Als sich der Mensch in die Lüfte erhob, wurden Zeitmesser zum unverzichtbaren Instrument, ein eigener Typus entwickelte sich – die Fliegeruhren. Die moderne Technik hat daran einiges geändert, heute gehört das Fliegen für viele Menschen zum Alltag: Man reist schnell nach New York oder Barcelona, macht mit dem Billigflieger einen Wochenend-Trip nach Mallorca, fliegt geschäftlich nach London an einem Tag hin und zurück. Die großen Flughäfen gleichen Bienenstöcken, in denen emsiges Treiben herrscht. Was im Hintergrund geschieht, bleibt den meisten Fluggästen allerdings verborgen. Bisweilen erhascht man einen Blick in ein Flugzeug-Cockpit und entdeckt dort eine unübersichtliche Vielzahl an Instrumenten und Anzeigen.

Hanhart-Fliegerchronograph mit einem Drücker aus dem Jahr 1941

Hanhart-Fliegerchronograph mit einem Drücker aus dem Jahr 1941

Die Zeiten sind vorbei, in denen jeder Flugkapitän eine spezielle Uhr zur Unterstützung benötigte. Moderne Messinstrumente und nicht zuletzt GPS, das globale Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung und Zeitmessung, sind heute die erforderlichen Arbeitsmittel. Was aber bleibt, ist der typische Look: Mit ihrem klassischen Design gehören Fliegeruhren zu den geschätzten Favoriten mancher Uhrenkollektion.

Die Entwicklung der typischen Fliegeruhren

Im Ersten Weltkrieg waren Fliegeruhren noch Taschenuhren in einem Lederetui, das am Handgelenk getragen oder im Cockpit befestigt wurde. Zunächst ging es vor allem um die genau ablesbare Zeit, weshalb diese frühen Fliegeruhren mit einer kleinen Sekunde ausgestattet waren.

Ein weiteres Merkmal beschreibt Konrad Knirim: “Die Krone dieser Uhren ist unten angebracht, um die Uhr auch in der Halterung aufziehen zu können.” Knirim, gelernter Maschinenbauingenieur, ist ausgewiesener Kenner von Militäruhren. Als leidenschaftlicher Sammler publiziert er oft zu diesem Thema, hat mittlerweile zwei Bücher herausgebracht und sich intensiv mit Fliegeruhren beschäftigt. So kennt er auch die weiteren Anforderungen, die schon die ersten Piloten an ihre Uhren stellten: Neben der Präzision stand eine gute Ablesbarkeit im Vordergrund. Daher erhielten Fliegeruhren bald schon große Leuchtziffern und -zeiger.

Fliegeruhren dienten im Ersten und Zweiten Weltkrieg</br>vor allem der Orientierung

Fliegeruhren dienten im Ersten und Zweiten Weltkrieg
vor allem der Orientierung

Ebenfalls als praktisch erwies sich eine Stoppvorrichtung, etwa zur Ermittlung von sekundengenauen Zwischenzeiten, die die Piloten zum Beispiel für Kurzzeitmessungen im Blind­anflug benötigten. Orientierung gaben dabei Funkleitstrahlen. Dank diesen wusste der Pilot, innerhalb welcher Zeit – die dann mit Hilfe des Chronographen gemessen wurde – er sein Flugzeug auf eine bestimmte Höhe bringen muss. So gewann der Chronograph an Bedeutung unter den Fliegeruhren.

Mehr zu Geschichte und Design der Fliegeruhren lesen Sie hier.

Seiten:    1   2 




Das könnte Sie auch interessieren:

 

 

 
 
Close Icon
Schließen

Schade, dass Sie uns schon verlassen wollen. Wenn Sie weiterhin erstklassige Informationen rund um die mechanische Uhr erhalten möchten, dann abonnieren Sie doch unsere Newsletter:

Anrede
Nachname
Vorname
E-Mail*
Best-of-Newsletter
werktäglicher Newsflash