Greubel Forsey: Projekt vermittelt Uhrmacherwissen

Ein Zeitmesser – der Ursprung einer Uhr
Uhrmacher Michel Boulanger arbeitet an seinem Projekt

Uhrmacher Michel Boulanger arbeitet an seinem Projekt

Es gab eine Zeit, in der Uhrmacher nur mit Papier und Bleistift eine Uhr entworfen haben. Sie mussten alles selbst konstruieren, vom Räderwerk bis hin zu sämtlichen Komplikationen und dem Zifferblatt-Design. Nachdem alle Details fertig gezeichnet waren, war der Uhrmacher selbst für die Herstellung aller Teile verantwortlich – es bedurfte einiges an Know-how, um sämtliche Arbeitsschritte alleine zu bewältigen.

Mit der Einführung des Computers änderte sich das wie in allen anderen Bereichen auch. Mit Hilfe von CAD-Systemen können am Bildschirm Zeitmesser konstruiert werden, CNC-Maschinen fräsen oder stanzen selbst die kleinsten Werkteile exakt aus. Diese technischen Hilfsmittel bieten seither enorme Möglichkeiten in der Uhrmacherei.

Im Umkehrschluss sterben das alte Handwerk und die Fertigkeiten langsam aus und nur noch wenige Uhrmacher besitzen ein so umfangreiches Wissen wie damals.

Das Uhrmacherduo Robert Greubel und Stephen Forsey möchten nun zusammen mit dem Uhrmacher Philippe Dufour altes Uhrmacherwissen erhalten und auch an künftige Generationen weitergeben. Zusammen haben sie das Projekt „Ein Zeitmesser – der Ursprung einer Uhr“ ins Leben gerufen. Ziel dieses Projekts ist es, eine Armbanduhr vollständig zu entwickeln: von der Skizze bis zur fertigen Uhr. Ein junger, talentiert Uhrmacher wurde ausgewählt, dieses Projekt umzusetzen. Diesem wird nicht nur das vollständige Wissen vermittelt, er soll dieses auch an andere weitergeben.

Die Wahl des Uhrmachers fiel auf den Franzosen Michel Boulanger, einen diplomierten Uhrmacher, der an der Ecole d’Horlogerie in Paris unterrichtet. Mit Unterstützung von Dufour, Greubel und Forsey wird er nun einen auf wenige Exemplare limitierten Zeitmesser fertigen. Die Uhr wird als Dreizeigeruhr mit Tourbillon und Handaufzugswerk realisiert.

Über das Projekt wird es eine Serie von Filmen geben, die sämtliche Schritte des Uhrmachers dokumentieren und so auch das Wissen visuell festhalten. Auch wird es einen eigenen Blog geben, auf dem Michel Boulanger seine Erfahrungen mitteilt. Zu guter Letzt planen die Uhrmacher im Anschluss mit diesem Projekt auf Tournee zu gehen, um sämtliche Uhrenliebhaber daran teilhaben zu lassen.

 




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