James Bond und seine Uhren

Wie 1963 auch 2015: Mit Rolex, Omega und Co. hat Bond die Lizenz zum Zeitmessen

Der berühmteste Geheimagent aller Zeiten hat nicht nur die Lizenz zum Töten, er besitzt auch die Lizenz zum Zeitmessen. Schon Ian Fleming, der Erfinder der Figur, legte den Grundstein für das Thema James Bond seine Uhren. In dem 1963 veröffentlichten elften Band (insgesamt gibt es 14 Originalausgaben) „Im Dienste seiner Majestät” (Originaltitel: On Her Majesty’s Secret Service) wird diese Uhr von Fleming sogar dem Leser ganz genau beschrieben. Es ist von einer „schweren Rolex Oyster Perpetual an einem metallenen Gliederarmband“ die Rede, die Bond vor sich sieht, als er mitten in der Nacht aufwacht. Bei dieser Uhrenmarke bleibt Fleming dann auch.

Sean Connery alias James Bond in “Dr. No”

Sean Connery alias James Bond in “Dr. No”

Und als sich 007 dann schließlich 1962 auf die Leinwand begibt, tut er dies nicht ohne seine Uhr. In „Doctor No” trägt Bond alias Sean Connery eine Rolex Submariner. Damals noch ohne eine dieser Zusatzfunktionen, die Q einbaut, um den smarten Draufgänger mit dem Hang zu “Martini geschüttelt” (nicht gerührt) aus so mancher lebensbedrohlichen Situation zu retten.

James Bonds Uhren können mehr

Das erste Armbanduhren-Gadget erhält James Bond in „Feuerball” (1965). Die Uhr verfügt über einen Geigerzähler, mit dem Bond den Radioaktivitätswert seiner Umgebung messen kann. Im Film ist die Uhr ein Eigenbau von Q, die Requisite aber stammt von Breitling. Zwar verschwand die Top Time mit der Referenz 2002 nach den Dreharbeiten, sie tauchte aber 2013 in einer Auktion von Christie’s wieder auf, wo sie für rund 104.000 Pfund versteigert wurde.

In „Leben und Sterben lassen” besitzt die Bond-Uhr eine Motorsäge, mit der sich 007 von seinen Fesseln befreien kann. Ein zusätzlich integrierter Magnet lenkt Pistolenkugeln ab. Zwar ohne Herstellernamen wird im Abspann des Films der Firma Rolex gedankt, so dass man davon ausgehen kann, dass die Uhr aus der Schweizer Manufaktur stammt.

Danach bekommt Bond immer wieder Zeitmesser von Q mit diversen Gadgets an die Hand, mal von Rolex, mal ohne Herstellernamen und auch mehrere Male von Seiko („Der Spion der mich liebte”, „Moonraker”, „In tödlicher Mission”, „Octopussy”, „Im Angesicht des Todes”).

Die Omega Seamaster Diver Referenz 2541.80.00 wurde 1995 von Pierce Brosnan getragen.

Die Omega Seamaster Diver Referenz 2541.80.00 wurde 1995 von Pierce Brosnan getragen.

Seit Goldeneye” aus dem Jahr 1995 trägt James Bond Uhren von Omega. Die Uhr des Agenten, gespielt von Pierce Brosnan, besitzt einen Fernzünder für Bomben und einen Laserstrahl mit dessen Hilfe er aus einem gepanzerten Zug entkommen kann. Die Omega ist eine Seamaster Professional mit blauem Zifferblatt und Quarzkaliber. Die Uhr wurde von der Swatch-Group-Marke bereits 1993 als professionelle Taucheruhr mit einer Wasserdichtheit bis 300 Meter vorgestellt.

Omega wird die große Nachfolgerin von Rolex unter den Uhren von James Bond

Eine Geheimagenten-Episode und zwei Jahre später trägt Bond die Chronometer-Version dieser „Golden-Eye“-Seamaster. Bond wählt für seine Mission in „Der Morgen stirbt nie“ eine Seamaster Professional mit Automatikkaliber, die ihm mit einer integrierten Sprengkapsel das Leben rettet.

Auch in „Die Welt ist nicht genug” (1999) und „Stirb an einem anderen Tag” (2002) rettet der Leinwandheld die Welt mit einer Omega Seamaster Professional am Handgelenk. In erst genannter Episode steckt Bond mal wieder ganz tief fest. Im wahrsten Sinne des Wortes. Er ist zehn Meter unter einer Schneelawine begraben. Aber Bond hat ja seine Omega. In ihrer Lünette verbirgt sich ein Draht mit Enterhaken am Ende. Bond zielt auf einen sicheren Punkt. Per Knopfdruck schießt der Haken aus der Krone, die Lünette wirbelt blitzschnell herum. Sobald der Haken Halt gefunden hat, dreht sich die Lünette in die entgegengesetzte Richtung und zieht 007 aus der Lawine.

In „Stirb an einem anderen Tag” muss es Bond mit dem Industriellen Gustav Graves aufnehmen, der an einer Satellitenwaffe arbeitet. James Uhr besitzt einen Fernzünder anstelle des Heliumventils, der über das Drehen der Lünette bedient wird. Außerdem kann der Geheimagent einen Laser über die Krone aktivieren. Solche technischen Spielereien lieben die Bond-Fans und fragen auch schon mal bei ihrem Uhrmacher eine Bond-Uhr nach.

Hier geht es weiter mit James Bond und seinen Uhren.

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