Ulysse Nardin: Kauf des Ebel-Chronographenkalibers

Ulysse Nardin gehört das Kaliber Ebel 137
Anfang der Neunziger entwickelte Ebel mit Nouvelle Lémania das Chronographenkaliber 137: jetzt gehört es Ulysse Nardin

Anfang der Neunziger entwickelte Ebel mit Nouvelle Lémania das Chronographenkaliber 137: jetzt gehört es Ulysse Nardin

Im Basel-Interview mit Gisbert L. Brunner – Teil 5: Neue Uhrwerke – hatte Watchtime.net bereits erfahren, dass die Uhrenmanufaktur Ulysse Nardin schon im vergangen Jahr den Deal zum Kauf des Chronographenkalibers 137 von Ebel eingeleitet hat. Nun ist es offiziell: das Chronographenwerk gehört Ulysse Nardin. Das Kaliber 137 wurde 1995 nach fünf Jahren Entwicklung – in Kooperation mit Nouvelle Lémania – vorgestellt. Als Vorbild – vor allem für die Chronographen-Kadratur – diente das 1973 entwickelte Lemania 1340. Der einseitige Aufzug wurde damals von Ebel durch einen beidseitig wirkenden Exzenterwechsler ersetzt und reduzierte die Bauhöhe so von 7,9 auf 6,4 Millimeter. Die für ein Chronographenwerk sehr geringe Höhe verdankt das Werk neben dem flachen Exzenterwechsler-Aufzug vor allem der integrierten Bauweise. Ebel hat mittlerweile 80 Prozent Damenuhren im Programm und so sei es viel zu aufwendig für so geringe Stückzahlen das Kaliber mit seinen 326 Einzelteilen zu fertigen. Künftig muss Ebel also bei seinen Chronographen auf Valjoux zurückgreifen. Ulysse Nardin wird Ende des Jahres das zusätzliche Manufakturwerk in seinem endgültigen Gewand lancieren.




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