Was die Uhrenbranche bewegt

Die 20 Trends der Zukunft

Diese 20 Trends prägen die Uhrenbranche in naher Zukunft.

Trend 1: Reiseuhren – Herr der Zeiten

Bedienerfreund­liche Weltzeituhr: Beim Breitling Transocean Chro­nograph Unitime lassen sich alle Zeitzonen über die Krone einstellen

In einer globalisierten Welt reichen die meisten Ge­schäftskontakte weit über die Grenzen des eigenen Lan­des hinaus: Man telefoniert eben mal mit dem Firmen­ableger in Tokio und fliegt am nächsten Tag zum Mutter­konzern nach New York. Und auch Urlaubsreisende wol­len seit vielen Jahren immer weiter in die Ferne. Sowohl im Geschäftlichen als auch im Privaten kann es also von Vorteil sein, andere Zeitzonen auf einen Blick parat zu haben. Herr über die Zeiten wird man entweder mit elektronischen Begleitern wie Smartphones oder Lap­tops. Oder, besonders stilvoll und ohne Abhängigkeit von Akkus und Steckdosen, mit einer mechanischen Armbanduhr.

Uhrenmodelle mit separat einstellbarer zweiter Zeitzone in Form eines Hilfszifferblatts oder einer Scheibenanzeige gehören seit langem zum festen Bestandteil des Marktes. Eine wahre Blüte erlebt aber gerade die kompliziertere Gattung „Weltzeituhr“, die nicht nur zwei, sondern viele Zeitzonen gleichzeitig darstellt. Meistens sind es die 24 ganzstündigen Zonen der Erde, wie beim abgebildeten Breitling-Manufakturmodell Transocean Chronograph Unitime, das zudem über einen Chronographen verfügt. Es gibt aber auch spezielle Lösungen, die die 13 viertel-und halbstündigen Zonen wie Nepal oder Venezuela abbilden können.

Die kommenden Uhrenmessen werden zeigen, dass der Bedarf an schlau konstruierten Weltzeituhren noch nicht gedeckt ist. Und wenn wieder einmal eine Nation ihre Zeit ändert, wie zuletzt Russland mit der Abschaf­fung der Winterzeit, dann kann man bei einigen Her­stellern von Weltzeituhren wie beispielsweise Nomos einfach den Städtering austauschen lassen. ak

 

Trend 2: Boutiquen – Ganz wie zu Hause

Im April 2012 eröffnet: IWC Flagship Boutique in New York

Immer mehr große Uhrenmarken eröffnen eigene Boutiquen als zusätzliche Vertriebsquelle. Die Gründe sind vielfältig: In Asien ist das eine Notwendigkeit, weil es dort eine traditio­nell gewachsene Fachhandelsstruktur wie in Europa, spe­ziell in Deutschland, nicht gibt. Aber auch auf den anderen Kontinenten entstehen in den sogenannten „Hotspots“ – Weltstädten wie Paris oder New York sowie Luxus-Treff­punkten wie Cannes oder St.Tropez – ständig neue Stores. Diese sind meist einer einzigen Uhrenmarke gewidmet („Mono­brand Store“), manchmal aber auch mehreren Marken einer Gruppe („Multibrand Store“). Ein Beispiel dafür sind etwa die Tourbillon-Boutiquen der Swatch Group

Die Uhrenmarken nutzen diese Boutiquen dazu, sich selbst und ihre Produktvielfalt umfassend zu präsentieren. Außerdem sparen sie sich so die Händlermarge und erhalten gleichzei­tig den Vorteil des direkten Kontakts zu ihren Kunden. Eine besondere Rolle spielen die „Flagship Stores“: Das sind besonders große Boutiquen in 1-a-Lage, die in der Regel das gesamte Sortiment der Marke zeigen und in der Gestaltung ganz auf die jeweilige Markenwelt abgestimmt sind.

Spannend wird sein zu sehen, ob bestimmte Marken in absehbarer Zeit glauben werden, ganz auf den klassischen Fachhandel verzichten zu können, so wie es etwa Louis Vuitton tut. buc

 

Trend 3: Manufakturwerke – Mehr Vielfalt

Manufakturkaliber Unico von Hublot

In den 1990er Jahren war die Zahl der Uhrenmanufakturen – Hersteller, die (auch oder nur) eigene Werke produzieren – noch relativ gering. Viele Marken verließen sich auf die bewährte Qualität der zur Swatch Group gehörenden Eta. Kenner allerdings zogen den Großserienkalibern schon damals Manufakturwerke vor, galten diese doch als individueller, seltener und nicht zuletzt als Nachweis von uhrmacherischem Know-how. Für eine Uhrenmarke, die sich weiter nach oben positionieren wollte, war es schon damals von Vorteil, eigene Werke zu entwickeln, konnte man so doch höhere Preise für – technisch interessantere – Uhren verlangen. Richtig virulent wurde das Thema Manufakturwerke aber in den letzten Jahren mit der seit 2002 schrittweise angekündigten und vollzogenen Reduzie­rung der Swatch Group bei der Belieferung von – zunächst – Rohwerken, später auch kompletten Werken und Spiralfedern. Erst die Angst vor dem drohenden Lieferstopp brachte viele Uhrenhersteller dazu, sich nach Alternativen umzusehen. Die attraktivste – wenn­gleich teure – Alternative ist ein eigenes Werk. Dement­sprechend hat sich viel getan in den vergangenen Jahren, und die Entwicklung geht ständig weiter. Zum Wohle des Uhrenfreunds, der zwischen einer immer größeren Vielfalt an Kalibern wählen kann. buc

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