Trend 19: Schwarz – Dezente Farbe
Schwarz ist das neue Silber: Bei den Autos hat Schwarz Silber als beliebteste Farbe 2009 abgelöst. Und auch bei den Uhren gibt es den Trend zu dieser unbunten Farbe. Immer mehr Gehäuse verlieren ihre charakteristische Stahlfarbe und werden im PVD-Verfahren schwarz beschichtet oder kommen gleich mit schwarzem Keramikgehäuse. Auch die „All Black“-Variante, schwarzes Gehäuse, schwarzes Armband, schwarzes Zifferblatt, und mehr oder weniger schwarze Indexe und Ziffern, sieht man schon häufiger. Bei der Suche nach den Gründen für diese Vorliebe hilft die Farbpsychologie kaum weiter. Neben Tod steht Schwarz für Macht und Eleganz, in Japan auch für Erfahrung. Bei Uhren wirken schwarze Gehäuse, da sie nicht so stark glänzen und daher nicht wie Schmuck wirken, aber vor allem sportlicher, technischer und professioneller als stahlfarbene. Und damit setzen sie auch übergeordnete Trends fort. Das größte Problem war früher allerdings die Haltbarkeit der Beschichtungen. Heute gibt es mit DLC (diamond-like carbon) und ADLC (advanced DLC) Verfahren, die sehr dauerhafte und sogar kratzfeste Schichten erzeugen. Damit gibt es auch keinen Nachteil der Beschichtung mehr, außer vielleicht einem Aufpreis, der aber in aller Regel moderat ausfällt. jk
Trend 20: Museen – Geschichte erleben

Modernes Konzept: Das TAG Heuer Museum mit 360-Grad-Bildschirm erinnert an den Raum zwischen Zifferblatt und Deckglas
Auf die eigenen Stärken besinnen und die DNA der Uhrenmarke stärken. Das ist wohl das am häufigsten angestrebte Ziel der Markenentwicklung von Uhrenherstellern. Dazu gehört auch und vor allem die eigene Geschichte. Schließlich ist Tradition ein wichtiges Gut in der Uhrenwelt. Und die Geschichte und Bedeutung der eigenen Marke kann man am besten zeigen, indem man historische Zeitmesser ausstellt. Viele große und einige kleinere Marken haben in den letzten Jahren eigene Museen eröffnet. Dabei haben beispielsweise IWC und TAG Heuer anspruchsvolle, moderne Konzepte umgesetzt. Auch Omega und Patek Philippe vergrößerten und renovierten ihre Ausstellungen von historischen Stücken. Und der Swatch Group ist es zu verdanken, dass Glashütte ein Uhrenmuseum erhalten hat, das die Geschichte dieses wichtigsten deutschen Uhrenstandorts erzählt, ohne dabei auf Konzernzugehörigkeit der Marken zu schielen. Sogar die sonst eher verschlossene Auster Rolex zeigte einige Uhrenmodelle seiner historischen Sammlung in einer Wanderausstellung. jk




































