Weltzeituhren sind unerlässliche Reisebegleiter und stellen mit Hilfe einer Städtescheibe die Zeitzonen dar.
Heute ist die Erde in 24 Zeitzonen eingeteilt mit je einer Stunde Differenz. Zusätzlich gibt es jedoch Länder die sich auf halbe Stunden und Viertelstunden festgelegt haben.
Im Amerika des 18. Jahrhunderts gab es allein 71 verschiedene Zeitzonen. Die jeweils lokale Uhrzeit richtete sich nach dem Sonnenstand. Jede private Eisenbahngesellschaft hatte somit ihre eigene Uhrzeit und das Umsteigen auf langen Reisen von Ost nach West war ein wahres Glücksspiel. Auf der Meridiankonferenz 1884 wurde die Erde dann in 24 ganzstündige Zeitzonen eingeteilt und der Londoner Vorort Greenwich zum Nullmeridian – quasi zur Synchronisationsbasis – erklärt.

Die Lange 1 Zeitzone (35.300 Euro): Mit dem Drücker bei der Acht wird die Zeitzone (Hilfszifferblatt und Städtering) eingestellt
Die Längengrade sind bei der Bestimmung der Weltzeit von enormer Bedeutung. Die 360 Grad der Erde werden durch 24, also durch die Anzahl der Stunden eines Tages, geteilt. Das ergibt 15. Innerhalb einer Zone von 15 Längengraden – die den Ländergrenzen angepasst sind – soll also die gleiche Zeit herrschen. Die nächste Zone ist jeweils um eine Stunde verschoben.
Um die genaue Uhrzeit für die ganze Welt zu ermitteln ist das Bureau International des Poids et Mesures (kurz BIPM) in Paris seit 1988 zuständig. Dieses bestimmt aus rund 250 Uhren in mehr als 50 Zeitinstituten, zu denen auch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig mit vier Atomuhren gehört, die koordinierte Weltzeit (UTC = coordinated universal time) und damit die Basis des Weltzeitsystems mit den 24 Zeitzonen der Erde.
Natürlich gibt es auch Sonderfälle, also Länder mit halben und Viertelstunden.
Rechnet man diese noch dazu haben wir weltweit 37 Zeitzonen: Der Iran beispielsweise liegt dreieinhalb Stunden, Afghanistan viereinhalb Stunden und Indien fünfeinhalb Stunden vor der koordinierten Weltzeit. Die Chatham-Inseln bei Neuseeland liegen sogar 12 Stunden und 45 Minuten vor der UTC. Gründe für solche Sonderfälle sind meist die geographische Lage zwischen zwei Zeitzonen oder sind politisch-historischer geprägt.
Unser Leben richtet sich jedoch neben dieser präzisen Zeitbestimmung durch das BIPM in Paris weiterhin nach dem Sonnenstand, also nach der Erdrotation. Und die Erde dreht sich nie ganz gleichmäßig. Deshalb wird dafür gesorgt, dass die koordinierte Weltzeit der mittleren Sonnenzeit entspricht. Hierfür werden einfach Schaltsekunden eingefügt. Gemessen wird die mittlere Sonnenzeit am Nullmeridian, der durch das englische Greenwich verläuft.
Doch diese Feinheiten interessieren uns im Alltag nicht.
Viel wichtiger für Geschäftsleute und Vielreisende ist es, die genaue Stunde in dem Land zu wissen, in dem der Geschäftspartner sitzt oder in das ich gerade reise.
Wie viel Uhr ist es dort?
Herrscht noch Schlafenszeit?
Oder ist schon helllichter Tag?
Kann der Geschäftspartner in Übersee schon angerufen werden?
Abhilfe schaffen hier Weltzeituhren:

Zeigt alle 37 Zeitzonen an: die Patrimony Traditionnelle World Time von Vacheron Constantin (34.400 Euro)
Weltzeituhren stellen mit Hilfe einer Städtescheibe alle 24 ganzstündigen Zeitzonen dar. Wird die Uhr einmal richtig eingestellt, so lassen sich damit alle Zeitzonen anzeigen. Über eine Krone oder einen Drücker wird der Ort, der exemplarisch für eine bestimmte Zeitzone steht, ausgewählt. Der 24-Stunden-Zeiger gibt dann die dazu passende Zeit an.
Die Weltzeituhr Patrimony Traditionnelle World Time von Vacheron Constantin mit eigenem Manufakturkaliber kennt sogar alle 37 Zeitzonen, also auch die halb- und viertelstündigen.
Mithilfe eines 24-Stunden-Ringes und einem Drehring mit den Namen der 24 Zeitzonen erlaubt die Weltzeituhr von Girard-Perregaux die gleichzeitige Anzeige der Ortszeit und der Zeit aller 24 Zeitzonen auf einen Blick. In der 43 Millimeter großen Uhr tickt das Automatikkaliber GP 033CO mit Glucydur-Unruh.
Für eine Weltzeituhr ist es jedoch nicht möglich, die Sommerzeit umfassend zu berücksichtigen, da es in vielen Ländern keine Sommerzeit gibt, oder ihre Dauer von der EU-Sommerzeit abweicht.
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Nächste Woche erfahren Sie mehr über die Komplikation: Wecker
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