Andersen Genève

 

50 Jahre Schweiz

Der Däne Svend Andersen konnte 2013 ein ganz besonderes Jubiläum feiern: Seit 50 Jahren lebt und wirkt der Ausnahmeuhrmacher nun in der Schweiz. 1963 kam er mit dem dänischen Uhrmacherdiplom zuerst vom Flachland in die hohen Walliser Alpen nach Brig und dann nach Luzern, wo er beim Juwelierhaus Gübelin arbeitete. Seine erste Kreation war eine Flaschenuhr: Ihm gelang das Kunststück, das Werk im Innern der Flasche zusammenzubauen. So wurde Patek
Philippe auf den „Uhrmacher des Unmöglichen“ aufmerksam. Im dortigen Komplikationsatelier arbeitete er, bis er sich 1979, mitten in der Quarzkrise, in Genf selbstständig machte. 1985 gründete er mit Vincent Calabrese die Akademie selbständiger, schöpferisch ätiger Uhrmacher (AHCI), deren Koordinator er für 17 Jahre blieb. Diesem Zusammenschluss, dem viele namhafte Uhrmacher angehören, gelingt es, eine große Öffentlichkeit für die kreativen Künstler zu schaffen.

Andersen selbst hatte schon viele Ideen und erschuf mehrere Rekorduhren: die weltkleinste Kalenderuhr, die flachste Weltzeituhr und die kleinste Armbanduhr mit ewigem Kalender. Eine weitere Spezialität sind die Eros-Modelle – von vorn unscheinbare Uhren, deren Rückseiten mit bewegten erotischen Szenen überraschen.

Zu den Rekorduhren von Andersen gehört auch die Perpetual Secular Calendar. Sie übertrifft andere ewige Kalender bei Weitem. Denn sie kennt die Regel, dass volle Jahrhunderte nur dann Schaltjahre sind, wenn sie durch 400 teilbar sind. Dafür gibt es ein Rad und einen Zeiger, der 400 Jahre für eine Umdrehung benötigt.

Die Weltzeituhr Communication 750 trägt auf dem Städtering 30 wichtige Städte auf fünf Kontinenten, an denen im Lauf des Tages die 24 auf das drehende Zifferblatt gedruckten Stundenzahlen vorbeiziehen und so über die jeweiligen Ortszeiten informieren. Auf Reisen lässt sich einfach über die Krone die aktuelle Stadt nach oben drehen; so hat man die korrekte Zeit immer im Blick. Außerdem ist die Uhr mit fünf Tagen Gangreserve sehr ausdauernd.

Svend Andersens neueste Kreation ist die Minutenrepetition mit ewigem Kalender, der man ihre komplizierten Funktionen aber nicht ansieht. Sie schlägt nach einem kurzen Dreh an der Lünette die Stunden, Viertelstunden und Minuten auf Tonfedern. Das Zifferblatt besteht aus schwierig herzustellendem Blaugold und kommt ohne Hilfszifferblätter aus. Die Kalenderzeiger für Datum und Monat kommen aus der Mitte, Letzterer nutzt raffiniert die Stundenzahlen. Die Schaltjahresanzeige versteckt sich in der Sechs.

 

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