Retrostaffel
Die für ihre historisch inspirierten Fliegeruhren bekannte Uhrenmarke Hanhart aus dem Schwarzwald feierte 2012 ihr 130-jähriges Bestehen. An diesem freudigen Ereignis können Retrofans dank des Jubiläumsmodells Pioneer Stealth 1882 teilhaben. Der auf 130 Stück limitierte Fliegerchronograph leitet seinen Beinamen von der sogenannten Tarnkappentechnik ab. Im Militärwesen erschwert diese Technik die Ortung eines Objekts, das für das gegnerische Radar nahezu unsichtbar bleibt. Das Edelstahlgehäuse der Pioneer Stealth 1882 hüllt sich mit seiner DLC-Beschichtung ganz in Schwarz. Zur Wahl stehen eine kannelierte Drehlünette sowie eine glatte, feststehende Lünette. Das schwarze Bicompax-Zifferblatt macht vor allem mit einer Kombination aus kleiner Sekunde und Zwölf-Stunden-Zähler bei der Neun auf sich aufmerksam. Um das Zentrum windet sich eine spiralförmige Tachymeterskala, ergänzt durch eine Telemeterskala am Außenrand. Zusätzlich verfügt der Stopper über eine Flyback-Funktion, die das Neustarten bei laufender Messung mit nur einem Druck ermöglicht. Für die technische Realisierung sorgt das von Hanhart modifizierte Sellita SW 500 mit La-Joux-Perret-Modul.
Eher in warmen Gefilden zu Hause ist die Primus Desert Pilot. Nicht nur dem Namen nach, auch optisch weckt die Uhr im sandfarbenen Wüstenlook und mit den mattierten Oberflächen des Edelstahlgehäuses Erinnerungen an Wüstensand. Falls die helle Sonne einmal blenden sollte, sorgen breite Indexe und durchbrochene Zeiger mit schwarzer Leuchtmasse für optimale Ablesbarkeit. Den Chronographen mit Bicompax-Anzeigen hält ein ebenfalls sandfarbenes Textilarmband mit beweglichen Bandanstößen am Arm.
Die Pioneer MonoScope bringt die Augen von Vintage-Liebhabern zum Leuchten. Denn sie wird wie der legendäre Ein-Drücker-Chronograph von Hanhart aus den dreißiger Jahren mit einem einzigen, rot gefärbten Drücker gestartet, gestoppt und auf null gestellt. Zur besseren Bedienbarkeit ist dieser Drücker weiter von der Krone entfernt als üblich. Ebenfalls in den dreißiger Jahren wurzelt die Positionierung der kleinen Sekunde und des 30-Minuten-Zählers am Zifferblattrand. Bei der Variante mit kannelierter, drehbarer Lünette rundet ein roter Markierungsstrich das historische Design ab.
Sollten im Flugzeugcockpit einmal die Messinstrumente ausfallen, bietet das Modell Pioneer TachyTele eine Hilfestellung bei der Navigation. Mittels des Chronographen und der spiralförmigen, zentralen Tachymeterskala kann die Durchschnittsgeschwindigkeit ermittelt werden. Die Telemeterskala am Zifferblattrand dient zudem der Entfernungsbestimmung. Im Herzen des funktionalen Zeitmessers in Schwarz-Rot-Weiß-Optik tickt ein umgebautes Eta-Valjoux 7753.



