A. Lange & Söhne

  • Chronos Edition 2017 A. Lange & Söhne
  • A. Lange & Söhne: Saxonia Mondphase
  • A. Lange & Söhne: Saxonia Datograph Perpetual Tourbillon
  • A. Lange & Söhne: Mondscheiben mit TerralunaA. Lange & Söhne: Mondscheiben mit Terraluna

 

Mondsüchtig

Das aktuelle Uhrenjahr widmet die Glashütter Manufaktur A. Lange & Söhne unter anderem der Anziehungskraft des Mondes. Damit ist nicht die Gravitation des Erdtrabanten gemeint, sondern seine unwiderstehliche Wirkung auf Fans klassisch gestalteter Armbanduhren.

Besonders prominent tritt die Anzeige bei der neuen Saxonia Mondphase in Aktion: In dem großen Sekundenzifferblatt der 40 Millimeter messenden Rot- oder Weißgolduhr bilden der massivgoldene Mond und die 852 Sterne ein optisches Gegengewicht zum Lange-typischen Großdatum bei der Zwölf. Das Automatikkaliber L086.5 ist bereits das 16. Lange-Werk mit dieser Komplikation. Einmal eingestellt, müsste es bei ununterbrochenem Lauf erst nach 122,6 Jahren um einen Tag korrigiert werden. Mit Schraubenunruh, freischwingender Unruhspirale aus eigener Fertigung, Dreiviertelplatine aus naturbelassenem Neusilber und handgraviertem Unruhkloben weist das Manufakturkaliber alle Merkmale auf, für die Lange berühmt ist.

Dasselbe gilt für den weitaus komplizierteren Datograph Perpetual Tourbillon im 41,5-Millimeter-Platingehäuse. Er besitzt einen ewigen Kalender inklusive Tag-Nacht-Anzeige, Großdatum und Mondphase, kombiniert mit einem Flyback-Chronographen, einer Gangreserveanzeige und einem rückwärtig einsehbaren Tourbillon. Letzteres verfügt über den für Lange typischen Sekundenstopp. Zwischen der Vielzahl von Anzeigen wirkt der Edelmetallmond dezenter als bei der Saxonia Mondphase. Doch hier macht gerade die Komplexität der Zusatzfunktionen, angetrieben vom Manufaktur-Handaufzugskaliber L952.2, den technischen und optischen Reiz aus. Die Platinuhr ist auf 100 Stück limitiert.

Reduziert und dank asymmetrischer Regulatoraufteilung ganz und gar ungewöhnlich wirkt die groß abgebildete Richard Lange Springende Sekunde. Die getrennten Anzeigen von Stunde, Minute und Sekunde ergänzt ein kleines Fenster, das sich gegen Ende der 42-stündigen Gangreserve rot füllt. Spätestens jetzt sollte der Träger über die Krone neue Energie zuführen. Der große Zeiger im oberen Bereich des Zifferblatts springt in Sekundenschritten statt sechsmal pro Sekunde. Dies ermöglicht ein komplexer Nachspannmechanismus, dessen schwer zu fertigende Antriebsfeder Lange im eigenen Haus produziert. Die Technik lässt sich auf der Rückseite neben der Hemmung erkennen. Die Bedienung erleichtert Lange durch eine Nullstellfunktion, die den Sekundenzeiger beim Ziehen der Krone senkrecht ausrichtet und den Minutenzeiger auf den nächsten Index springen lässt.

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