Dreifach Kompliziert
Die Genfer Uhrenmanufaktur Patek Philippe ist für Komplikationen in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden bekannt. Die Krönung der komplizierten Neuvorstellungen stellt die Triple Complication Referenz 5208P dar, die eine Minutenrepetition, einen Ein-Drücker-Chronographen und einen ewigen Kalender mit Mondphase vereint. Sie ist die erste Dreifachkomplikation mit Chronograph von Patek Philippe und eine der wenigen mit Automatikwerk. Mit 701 Werkteilen hält sie Platz zwei in der Liste der kompliziertesten Uhren der Nobelmanufaktur nach dem Sky Moon Tourbillon. Das Automatikkaliber R CH 27 PS QI ist dreilagig aufgebaut: Unter dem Zifferblatt liegt der ewige Kalender mit seinen augenblicklich und gleichzeitig um Mitternacht springenden Scheiben, in der Mitte der Chronograph und unten das Basiswerk mit Minutenrepetition und Automatikbaugruppe. Der Aufbau bedingt eine raffinierte technische Besonderheit: Das Minutenrohr kann nicht im Zentrum vom Basiswerk durch den Chronographenmechanismus nach oben geführt werden, sondern muss durch eine abseits liegende freie Stelle umgeleitet werden; oberhalb des Chronographen findet es zur mittigen Position zurück. Durch das rückseitige Saphirglas kann man die Spirale und die Hemmung aus amagnetischem Silizium sehen. Die leichte, reibungsarme und in der Geometrie angepasste Hemmung ist 30 Prozent effizienter als herkömmliche Systeme. Trotz des komplexen Werkes bleibt das Platingehäuse mit 42 Millimetern Durchmesser und 15,7 Millimetern Höhe gut tragbar. Die Uhr ist ausschließlich in der Genfer Markenboutique erhältlich.
Eine seit 70 Jahren gepflegte Komplikation ist die Verbindung eines ewigen Kalendariums mit einer Stoppfunktion. Auf Auktionen erzielen historische Modelle dieser Gattung immer wieder Höchstpreise von zwei Millionen Euro und mehr. Demnach ist der neue Chronograph mit ewigem Kalender Referenz 5270G bereits bei seiner Einführung ein Klassiker, zumal er sich an die Design-Codes der begehrten Vorbilder hält: drei Hilfszifferblätter, Mondphase und zwei Fenster in der oberen Zifferblatthälfte. Zudem bietet die Uhr eine Schaltjahresanzeige bei halb fünf und eine Tag-Nacht-Anzeige bei halb acht Uhr. All diese Indikationen treibt ein Manufakturwerk mit der sogenannten Pulsomax-Hemmung aus dem Siliziummaterial Silinvar an. Passend zu seinem eleganten Zifferblattdesign und seiner herausragenden Rolle in der Markenhistorie, kleidet sich der neue Kalenderchronograph in Gold.
Eine sportliche Stahluhr ist dagegen die Aquanaut Travel Time. Sie bietet eine vergleichsweise unkomplizierte Zusatzfunktion, die allerdings das tägliche Leben von Vielreisenden stark vereinfacht: Mit Hilfe zweier Drücker kann der Träger die zentrale Zeit schnell und einfach in Stundenschritten verstellen, während der skelettierte Zusatzstundenzeiger auf die Heimatzeit fixiert bleibt. So wissen Weltenbummler stets, wie spät es zu Hause ist. Zwei Tag-Nacht-Fenster bei drei und neun Uhr ergänzen die Zwölf-Stunden-Anzeigen der beiden Zeitzonen. Wie alle Werke von Patek Philippe entsteht auch das Zeitzonenkaliber komplett in der eigenen Manufaktur.



