Der Erfolg der Uhrenmarke Patek Philippe beruht gleichermaßen auf Traditionsbewusstsein und auf technischen Neuerungen aus eigener Entwicklung. Außerdem weisen alle Uhren ein Höchstmaß an Feinbearbeitung auf. Die folgenden Meilensteine vermitteln die Faszination, die die Uhrenmarke seit mehr als 140 Jahren ausübt.
1868 – erste „Patek Philippe“
Für die Uhrenmarke Patek Philippe kann der französische Uhrmacher Jean Adrien Philippe als echter Glücksfall gelten. Am 15. Mai 1845 trat er dem Unternehmen bei, das ab 1. Januar 1851 den Namen Patek Philippe & Co. trug. Eine besonders bedeutende Mitgift des Adrien Philippe war der moderne Kronenaufzug für mechanische Uhren, der 1861 seine endgültige Form erlangte. Zwei Jahre später präsentierte der geniale Uhrmacher die Zugfeder mit freiem, an einem Schleppzaum befestigtem Ende. Diese Erfindung bildete ein wesentliches Fundament für die weitere Entwicklung der Automatikuhr.
Von solchen technischen Errungenschaften war das baguetteförmige Handaufzugswerk in der ersten Armbanduhr mit der Signatur „Patek Philippe & Co.“ noch weit entfernt. Im Grunde genommen repräsentierte das achtsteinige Kaliber mit der Nummer 27368 noch die Vergangenheit: Zylinderhemmung und Schlüsselaufzug gehörten zu seinen technischen Merkmalen. 1868 startete die Fertigung, und 1873 wurde die abgebildete Schmuckuhr an eine Gräfin geliefert. Zum Ablesen des besonders kostbarsten Exemplars musste die Adlige den großen, just über dem Zifferblatt befestigten Diamanten ostentativ hochklappen.
1919 – groß und eckig
Wer meint, große Armbanduhren seien ein Produkt des späten 20. Jahrhunderts, irrt. Patek Philippe fertigte solche bereits vor mehr als 90 Jahren. Ein frühes Modell wurde am 16. Oktober 1919 – wiederum an einen Adligen – verkauft. Das rechteckige Goldgehäuse dieser Armbanduhr wartet mit Gardemaßen von 30 mal 43 Millimetern auf. Von einem dazu passenden Formwerk war damals allerdings ebenso wenig die Rede wie von einem Antrieb aus eigener Manufaktur.
Deshalb ließ ein zwölfliniges LeCoultre-Kaliber die Zeiger rotieren. Damals unterschied Patek Philippe seine Uhrwerke hinsichtlich der Ausstattung und Feinbearbeitung noch in unterschiedliche Qualitätsstufen. Das hier verbaute Werk mit der Nummer 181643 ist von dritter Qualität. Ungeachtet dessen ersteigerte das Patek-Philippe-Museum die Uhr 1989 für 55.000 Schweizer Franken.
Index Patek Philippe Meilensteine:
- >> Erste „Patek Philippe“-Uhr – 1868 und 1919
- >> Erster ewiger Kalender – 1898/1925
- >> Die Stopplegende: Referenz 130 – 1934
- >> Calatrava: Referenz 96 – 1935
- >> Heure Universelle: Referenz 542 HU – 1937
- >> Chronograph mit ewigem Kalender: Referenz 1518 – 1941
- >> Eiffelturm: Referenz 2441 – 1948
- >> Erste Automatikuhren: Referenz 2526 und 3448 – 1952 und 1962
- >> Tourbillon und Chronometer – 1960
- >> Ellipse: Referenz 3546 – 1968
- >> Rotor am Rande: Referenz 3563 – 1969
- >> Geburt der Nautilus – 1976
- >> Flach dank Mikrorotor: Referenz 3940 – 1985
- >> Celestial: Referenz 5102 – 2002
- >> Zehn-Tage-Tourbillon: Referenz 5101P – 2003
- >> Calatrava Travel Time und Schleppzeigerchronograph – 2005
- >> 30 Jahre Nautilus – 2006
- >> Kalenderchronograph und Materialforschung – 2006
- >> Neue Werkstoffe: Spiromax und Pulsomax – 2007 bis 2008
- >> Gondolo: Referenz 5098 – 2009
- >> Lückenschließer: Referenz 5170 – 2010
- >> Erster Regulator: Referenz 5235 – 2011







