Erste Automatikuhren

Die wichtigsten Highlights der Uhrenmarke Patek Philippe 1952 und 1962

1952 – Referenz 2526

Erste Automatikuhr

Für das Manufaktur-Automatikkaliber 12”’-600 AT begeistern sich viele Uhrenkenner. Das am 31. März 1953 patentierte Werk läutete bei Patek Philippe die Ära des Selbstaufzugs ein. Es zeichnete sich aus durch die effiziente Umwandlung der kinetischen in potenzielle Energie. Ein intelligenter Exzenterwechsler minimierte den Leerlauf des Rotors bei Drehrichtungsänderungen. Die Schwungmasse fertigte Patek Philippe aus massivem Gold. Doch damit nicht genug: Die Oberfläche bestach durch eine kunstvolle Guillochierung. Ferner fiel die große, bereits 1949 patentierte Gyromax-Unruh ins Auge. Stündlich vollzog sie gemächliche 19.800 Halbschwingungen. Die Vorteile variablen Drehmoments konnte sie beim Kaliber 12”’-600 anfangs jedoch nur begrenzt entfalten: Trotz acht kleiner Gewichte auf dem Unruhreif gab es weiterhin einen Rücker mir Schwanenhalsfeinregulierung zur Beeinflussung der aktiven Länge der zugehörigen Breguet-Spirale. Eine sorgfältige Feinbearbeitung und die Genfer Punze waren für Patek Philippe selbstverständlich. Die aufwendige Bauweise verlangte ihren Tribut in Gestalt von stattlichen 5,4 Millimetern Höhe ohne Datumsanzeige. Patek Philippe fertigte das Uhrwerk von 1953 bis 1960. Die zugehörigen Seriennummern: 760000 bis 767099. Zu den begehrtesten Referenzen, in denen dieses Uhrwerk die Zeit bewahrte, gehörte die ebenfalls 1953 vorgestellte 2526 mit aufwendigem Emailzifferblatt, das es in den Farben Creme, Weiß und Schwarz gab.

1962 – Referenz 3448

Automatischer ewiger Kalender

Bis 1962 war die an sich logische Kombination von Automatikwerk und ewigem Kalender in der Uhrenindustrie kein Thema. Nun jedoch präsentierte Patek Philippe die neue Referenz 3448 als weltweit erste Armbanduhr dieses Genres. Das nicht eben flache Uhrwerk basierte auf dem bewährten Kaliber 27-460 mit beidseitig aufziehendem Zentralrotor aus massivem Gold. Zu den technischen Merkmalen gehörten eine Gyromax-Unruh mit 19.800 Halbschwingungen pro Stunde, eine freischwingende Breguet-Spirale und ein beidseitig wirkender Rotor.

Mit einer Auflage von 586 Exemplaren entwickelte sich die Referenz in den zwanzig Jahren bis 1982 zu einem erfolgreichen Vertreter der Patek-Philippe-Modelle mit immerwährendem Kalender. Als wesentliches Unterscheidungsmerkmal besaß die 1981 vorgestellte Nachfolgereferenz 3450 zusätzlich eine Schaltjahresanzeige. Davon wurden bis zur Produktionseinstellung im Jahr 1985 244 Stück gefertigt. Die Genfer Galerie d’Horlogerie Ancienne (ab 1981 Auktionshaus Antiquorum) versteigerte am 30. März 1980 eine Referenz 3448, die damals für rund 17.000 D-Mark beim Konzessionär erhältlich war, für gerade einmal 12.000 D-Mark. Man sieht, dass Sammlerarmbanduhren von Patek Philippe damals noch kein ernst zu nehmendes Thema waren.

 

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