Kalenderchronograph und Materialforschung

Die wichtigsten Highlights der Uhrenmarke Patek Philippe 2006

2006 – Referenz 5960

Kalenderchronograph

Auf die Entwicklung und Optimierung des Automatikkalibers 28-520 IRM QA 24H verwendete Patek Philippe ganze acht Jahre. Seine Merkmale: Schaltradsteuerung, Achtelsekunden-Stoppgenauigkeit, kräftesparende Friktionskupplung, Flyback-Funktion, koaxial angeordnete Zählzeiger für Minuten und Stunden, Jahreskalender, 24-Stunden-Anzeige und Gangreserveindikation.

Das Werk wurde für die Fertigung in größeren Serien unter strikter Beachtung des Genfer-Siegel-Reglements konstruiert. Auf die Fertigstellung erster Prototypen im Jahre 2003 folgten ausgiebige Trageversuche und für 30 Exemplare mit Spezialgehäusen der „Härtetest“ beim Schweizer Prüfinstitut Chronofiable. 2006 gelangte die Referenz 5960 in den Fachhandel. Diese Prestigearmbanduhr wurde 2009 von Patek Philippe dazu auserkoren, die Ära der Zeitmesser mit eigenem Qualitätssiegel zu begründen.

2006 – Referenz 5250

Materialforschung

Wo Teile aneinanderreiben, braucht es ein Schmiermittel. Besonders problematisch gestalten sich die Dinge bei der Hemmung, wo Ankerpaletten und Ankerradzähne hart aufeinandertreffen. Die Uhrenindustrie hilft sich durch Epilamisieren – die Vorbehandlung der zu ölenden Flächen. Aber auch dieses Verfahren hilft nur begrenzte Zeit. Gänzlicher Ölverzicht durch Reibungsminderung ist also deutlich besser. Dies ist beim Siliziumankerrad der Fall, das die Uhrenmarke Patek Philippe im Automatikkaliber 315 der Referenz 5250 verbaute. Silizium ist kein neuer Werkstoff: Die Halbleiterindustrie verwendet ihn seit Jahrzehnten. Er verfügt über dieselbe Kristallstruktur wie Diamant, ist extrem leicht, ausgesprochen hart, antimagnetisch, sehr korrosionsfest und überdies formgenau.

Außerdem bewirkt der komplexe Herstellungsprozess eine sehr glatte Oberfläche. Folglich müssen die Zähne des gegenüber Stahl zwei Drittel leichteren Ankerrads aus monokristallinem Silizium nie geschmiert werden. Leichtigkeit ist beim Hemmungsrad allein deshalb bedeutsam, weil es – abhängig von der Unruhfrequenz – sechs- oder achtmal pro Sekunde gestoppt und wieder beschleunigt wird. Bei vier Hertz Unruhfrequenz sind das jährlich 252 Millionen Halbschwingungen. Zudem bringt jedes Minus an Hemmradmasse mehr Kraft für die Amplitude und bewirkt gleichförmige Unruhschwingungen. Im Jahr 2006 kamen nur 100 Sammler in den Genuss der Referenz 5250, ausgestattet mit fünf Jahren Garantie.

 

Index Patek Philippe Meilensteine:

 

 
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