Spiromax und Pulsomax

Die wichtigsten Highlights der Uhrenmarke Patek Philippe 2007 bis 2008

2007 – Referenz 5350

Neuer Werkstoff

300 Exemplare in Roségold und keines mehr gab es von der Referenz 5350. Ihr Rotgoldgehäuse schützt das 355-teilige Automatikkaliber 324 S IRM QA LU mit 21-Karat-Goldrotor, Jahreskalender, Mondphasenindikation und Gangreserveanzeige. Zwei Bauteile verdienen eine besondere Würdigung: Das Ankerrad besteht wie bereits bei der Referenz 5250 aus monokristallinem Silizium, und die erstmals verwendete „Spiromax“-Spirale wurde aus dem neu entwickelten Werkstoff Silinvar – speziell bearbeitetem Silizium – gefertigt.

Die Spirale, die selbstzentrierende Spiralrolle und die integrierte Spiralklötzchenbefestigung bieten beträchtliche Vorteile gegenüber dem bislang Gebräuchlichen: Die aktive Spirallänge bedarf keiner individuellen Justierung mehr. Dank patentierter Endkurve erfolgen die Schwingungen trotz flacher Bauweise völlig gleichmäßig. Hinzu kommen bemerkenswerte Materialeigenschaften hinsichtlich Temperaturkompensation und Magnetfeldresistenz. Ein dreimal geringeres Gewicht mindert die Empfindlichkeit gegenüber Zentrifugal- und Gravitationskräften. Die integrierte Spiralklötzchenbefestigung und die ebenfalls integrierte selbstzentrierende Spiralrolle minimieren Störeinflüsse durch die Befestigungsstellen.

 

2008 – Referenz 5450

Neue Hemmung

Bei der 2008 vorgestellten, wiederum auf 300 Exemplare limitierten Platinreferenz 5450 steht die neue „Pulsomax“-Hemmung mit Ankerrad und Anker aus Silinvar im Vordergrund. Sie ähnelt der guten alten Schweizer Ankerhemmung, beinhaltet aber drei Innovationssprünge: Der aus einem Guss gefertigte Anker ohne die üblichen Rubinpaletten macht die Justierung der Eingriffstiefe ins Ankerrad unnötig; jede der Paletten besitzt die optimale Form zur Maximierung des Energieflusses; und die Begrenzungen der Winkelbewegung des Ankers sind in den Körper integriert, was die kleinen Stifte oder integrierte Platinenwandungen entbehrlich macht.

Auch die Pulsomax-Hemmung besitzt eine Schutzvorrichtung, die das Ausschwingen des Ankers verhindert. Und zwar in Form einer kleinen, auf einer zweiten Horizontalebene angebrachten Brücke zwischen den beiden Gabelenden des Ankers. Das modifizierte Silinvar-Ankerrad mit 16 statt der bislang üblichen 20 Zähne bewirkt eine Steigerung des Wirkungsgrads. Die um 15 Prozent gesteigerte Energieübertragung bringt 30 Prozent mehr Gangautonomie mit sich. Daher wurden die Räder des aus 356 Komponenten bestehenden Automatikkalibers 324 S IRM QA LU mit vier Hertz Unruhfrequenz neu konzipiert.

 

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