GMT-Master

Die wichtigsten Highlights der Uhrenmarke Rolex 1955

1955 – Die erste GMT-Master

Kosmopolitisches fürs Handgelenk

Schon 1945 präsentierte der Uhrenhersteller Rolex eine erste Armbanduhr, die alle 24 Zonenzeiten simultan darstellte, aber deshalb schwer abzulesen war. Es könnte aber sein, dass gerade dieser universelle Zeitmesser die Pan American Airlines auf Rolex aufmerksam machte. Jedenfalls wandte sich das Management 1953 mit der Bitte an die Genfer Manufaktur, eine Armbanduhr für lediglich zwei Zonenzeiten, also Orts- und Heimatzeit, anzubieten.

Während eines Aufenthaltes im Pariser Hotel Ritz skizzierte Hans Wilsdorf seine ersten Ideen und schickte sie nach Genf. Auf der Grundlage dieses denkwürdigen Briefs startete ein gemeinsames Entwicklungsteam seine Arbeit. 1954 war die „GMT-Master“ fertig, die Rolex ein Jahr später unter der Referenznummer 6542 auf den Markt brachte. Besonderes Kennzeichen: ein zusätzlicher Stundenzeiger, der sich im Laufe eines Tages einmal um seine Achse drehte. Die damit korrespondierende 24-Stunden-Drehlünette diente zum Einstellen einer zweiten Zonenzeit.
Um störende Reflexionen, etwa für Piloten, zu vermeiden, verfügte der aus beschichtetem Kunststoff gefertigte Drehring zunächst über eine rückwärtig bedruckte Acrylglas-Einlage. Dieses Plastik-Ensemble hielt den hohen Beanspruchungen und Temperaturen in Cockpits aber nicht hinreichend stand. Analog zur Submariner entschied sich Rolex für Metall. Frühe GMT-Masters mit Original Acrylglas-Lünette stehen bei Sammlern hoch im Kurs. Die Wasserdichtheit reichte anfänglich lediglich bis 50 Meter; die Vergrößerungslupe für das Datum war nur optional zu haben. Die Zufriedenheit der Pan Am äußerte sich darin, dass sie die GMT-Master zum offiziellen Zeitmesser erkor.
Den berühmten kleinen Unterschied bildete das Zifferblatt. Die Flugzeugbesatzungen blickten auf schwarze, das Bodenpersonal auf weiße Exemplare. Die GMT-Master reüssierte spontan und avancierte schnell zur Kult-Uhr. 1960 ging die zweite Generation, Referenz 1675, mit offiziellem Chronometerzeugnis parallel zum Vorhandenen an den Start. Kenner identifizieren sie anhand des Flankenschutzes für die Krone. 1981 stand das neue Automatikkaliber 3075 zur Verfügung. Die damit ausgestattete GMT-Master nannte sich 16750. Die GMT-Master II offerierte Rolex ab 1982 unter der Referenznummer 16760. Hier konnte der zusätzliche 24-Stunden-Zeiger zu Lasten der Datums-Schnellschaltung über die halb gezogene Krone in ganzen Stundenschritten beliebig vor- oder rückwärts bewegt werden.

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