Quartz Date

Die wichtigsten Highlights der Uhrenmarke Rolex 1970

1970 – Die Quartz Date

Episode Quarzkaliber Beta 21

Rolex Quartz: Das scheint nicht zusammenzupassen. Dabei hatte das Unternehmen bereits 1960 mit Herstellern wie Büren, Certina, Oris, Revue Thommen und Roamer eine Interessengemeinschaft ins Leben gerufen, um eine elektronische Armbanduhr entwickeln zu lassen. Auftragnehmer war die Abteilung für industrielle Forschung (AFIF) am Institut für technische Physik der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Mit Blick auf die elektronische Zukunft gründeten die Uhrenhersteller Rolex, Büren, Certina und Roamer 1969 die Neosonic AG mit Sitz in Biel. Sie sollte Universitäres auf industrielle Serienprodukte übertragen. Statt sich gleich den zeitgemäßen Quarzen zuzuwenden, begann die AFIF mit der überholten Stimmgabel-Technologie. Der dadurch hervorgerufene Zeitverlust führte zur Niederlage gegenüber der konkurrierenden Beta-Gruppe, die 1969 die erste Serien-Quarzuhr präsentierte.

In weiser Voraussicht hatte sich Rolex, als eine von 16 Uhrenfirmen, aber auch als Aktionär am 1962 in Neuchâtel gegründeten Centre Électronique Horloger und somit am Quarzkaliber Beta 21 beteiligt. Dessen Qualität bemängelte Rolex jedoch heftig. Das Nachbessern erfolgte in eigenen Ateliers. Die goldene „Quartz Date“, Referenz 5100, debütierte am 5. Juni 1970, war indes wegen der für eine Rolex ungewöhnlichen Erscheinung nicht nachhaltig erfolgreich. Rasch antizipierte der damalige Generaldirektor André Heiniger, welche Entwicklung die Quarztechnologie nehmen und welch ruinöser Wettkampf alsbald schon einsetzen werde. Beherzt schaltete er den Rückwärtsgang ein. Trotz Elektronikboom, Entwicklung eines eigenen Quarzwerks ab 1972 und Lancierung der „Oysterquartz“ (Ref. 17000) 1977 forcierte Rolex fortan auf Gedeih und Verderb wieder die bewährte Mechanik.

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