1954 – Die erste Rolex-Taucherarmbanduhr
Diver’s Friend: Die Submariner
Anno 1954 entdeckten die Besucher der Basler Uhrenmesse in einem der fünf Schaufenster des Uhrenherstellers Rolex etwas völlig Neues: eine Armbanduhr mit mattschwarzem Zifferblatt, überdimensionierten Leuchtziffern und –indexen sowie Leuchtzeigern für Stunden, Minuten und Sekunden. Dazu eine griffige Drehlünette mit Minutenteilung.
Neben dem Newcomer mit der Referenz 6204 stand ein kleines Schild mit dem Text: „Submariner – the diver’s friend“. Schon ein Jahr zuvor hatte Rolex die Automatik-Taucheruhr 6200 kreiert, deren Wasserdichtheit dank doppelt gesicherter Krone bis 100 Meter reichte. Zu Beginn eines Unterwasser-Manövers stellten Taucher Minutenzeiger und Nullpunkt der Minutenskala auf der – damals noch beidseitig drehbaren – Lünette gegenüber. Danach konnten sie die Tauchzeit jederzeit mit einem Blick ablesen.
Den professionellen Input verdankte Rolex seinem Direktor René-P. Jeanneret. Der begeisterte Hobbytaucher gab auch Tipps für die Gestaltung von Gehäuse, Drehring und Zifferblatt Diese Erfahrungen brachten Vorsprung. Schon im Oktober 1953 berichtete das Institut für Tiefseeforschung in Cannes über „Tauchversuche mit der wasserdichten Rolex-Uhr Modell Submariner“ während 132 Tauchgängen zwischen 12 und 60 Metern Wassertiefe im westlichen Mittelmeer: „Dabei sind keinerlei Schutzmaßnahmen für diese Uhr getroffen worden. Im Gegenteil, bei einem Landungsmanöver … fiel sie sogar einmal auf einen etwa zwei Meter tiefer liegenden Betonquai. Trotz dieses äußerst heftigen Schocks erlitt die Präzision keinerlei Einbuße; der einzige Schaden bestand darin, dass ein Stückchen Leuchtmasse vom großen Zeiger abfiel.
Durch den Drehring wird eine beträchtliche Erhöhung der Tauchsicherheit erreicht, weil sie den Taucher am Überschreiten der durch die Sicherheitstabellen für jede erreichte Tiefe festgesetzte Zeitdauer verhindert. Aus diesem Grund beabsichtigen wir, zumindest dem verantwortlichen Chef einer Taucherequipe das Tragen einer Uhr dieses Typs vorzuschreiben, denn es handelt sich um eine Sicherheitsmaßnahme, die einen beachtlichen Fortschritt darstellt.“
Das bis 200 Meter wasserdichte Nachfolgemodell überzeugte unter anderem Marineeinheiten in Australien, Großbritannien und Kanada, die die Submariner zum offiziellen Zeitmesser erkoren. Die heutigen Versionen nehmen Tauchgänge bis zu 300 Metern hin. Ein Flankenschutz bewahrt die mehrfach gesicherte Schraubkrone vor Beschädigungen. Und die Lünette mit kratzfester „Cerachrom“-Einlage lässt sich aus Sicherheitsgründen in 120 Schritten nur entgegen dem Uhrzeigersinn drehen.
Index Rolex Meilensteine:
- >> Gründung und der Weg zur Marke – 1905 bis 1914
- >> Geburt der Oyster – 1926
- >> Die erste Rolex Prince – 1928
- >> Die Oyster Perpetual – 1931
- >> Die erste Datejust – 1945
- >> Die Explorer – 1953
- >> Die Submariner – 1954
- >> Die Milgauss – 1954
- >> Die erste GMT-Master – 1955
- >> Geburt der Day-Date – 1956
- >> Premiere der Sea-Dweller – 1966
- >> Die erste Daytona mit Handaufzug – 1970
- >> Die Quartz Date – 1970
- >> Die Daytona-Automatik – 1988 und 2000 mit Manufakturkaliber






