Uhren und Autos – Teil 1

Breitling, Bentley, TAG Heuer, McLaren, Parmigiani, Bugatti, Porsche Design, Porsche
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Feine mechanische Uhren und luxuriöse Automobile faszinieren gleichermaßen: durch die Kombination von ästhetischem Design, raffinierter Technik und einer langen Tradition wecken sie Begehren. Man will sie besitzen und benutzen; denn sowohl Uhren, als auch Automobile sind Ausdruck eines individuellen Lebensstils.

Auto- und Uhrenindustrie haben dies längst erkannt und schließen immer mehr Allianzen. Ergebnisse dieser kreativen Liaison sind Kunstwerke von Uhren, entwickelt und hergestellt für Luxusautomarken, geschaffen für Liebhaber des Schönen und Exklusiven.

Welches Auto fährt man(n) zur welcher Uhr?

Watchtime.net zeigt Ihnen die aufregendsten Männerspielzeuge:

Breitling und Bentley

Luxus gepaart mit sportlicher Eleganz
Die Kooperation der für Fliegeruhren bekannten Uhrenmarke mit dem britischen Automobilhersteller, der seit 1998 zur Volkwagen AG gehört, besteht seit Ende 2002. Die beiden Marken mit dem geflügelten B als Logo haben vieles gemeinsam. Schon Bentley-Gründer Walter Owen Bentley konstruierte Flugzeugmotoren und war im 1. Weltkrieg Pilot der Royal Air Force. Seit 2002 besitzen alle Continental-Modelle eine Breitling-Borduhr und Breitling baut verschiedene Uhrenmodelle als Breitling for Bentley, die Design-Elemente der Bentley-Fahrzeuge aufnehmen.

Der sportlichen und luxuriösen Partnerschaft von Breitling und Bentley angemessen, lanciert die Schweizer Uhrenmarke zum Startschuss des neuen Sportcoupés Continental GT den Chronographen Bentley GMT. Der weltweit auf 1000 Exemplare limitierte Stopper gefällt durch seine Farbwahl: Höhenring und Kautschukarmband sind in British Racing Green gehalten. Diese Farbe bezeichnet die jahrzehntelang übliche grüne Lackierung von Rennwagen, die von britischen Teams eingesetzt wurden. Die typische Rändellünette sorgt für Griffigkeit beim Einstellen der zweiten Zeitzone. Der 24-Stunden-Zeiger mit roter Pfeilspitze wird über den Drücker an der linken Gehäuseflanke verstellt. Angetrieben wird die Bentley GMT vom Kaliber 47B, das auf Basis des Eta 2892 arbeitet und COSC zertifiziert ist. Der 49 Millimeter große Edelstahl-Stopper hält Drücken bis 10 Bar stand und kostet 8.580 Euro.

Der Continental GT war der erste Bentley, der unter der Regie von Volkswagen entwickelt wurde. Das Kürzel GT steht für Grand Turismo. Der neue Sportwagen ist seit Februar 2011 erhältlich und ist mit 575 PS ausgestattet. 700 Newtonmeter katapultieren den 2,3 Tonnen schweren Luxuswagen in 4,5 Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer. Mit 318 km/h Höchstgeschwindigkeit lässt es sich mit dem schnittigen Reisemobil über Deutschlands Autobahnen brettern. Der Superflitzer kostet 184.000 Euro

TAG Heuer und McLaren

Sportlich und exklusiv 

Der Automobilhersteller McLaren will dieses Jahr den selbstentwickelten Sportwagen MP4-12C ausliefern. Der Carrera MP4-12C Chronograph der Uhrenmarke TAG Heuer ist diesem neuen Fahrzeug gewidmet.
Das Karbonzifferblatt soll an die Karbonfahrgastzelle des MP4 erinnern. Und das Armband besteht auf der Innenseite aus Alkantara, dem Material, mit dem die Sitze des MP4 bezogen sind.
Das Gehäuse aus Titan Grade 2 misst 43 Millimeter. Die Krone aus dem gleichen Material trägt das McLaren-Logo. Das Eta-Kaliber 2892 mit Dubois-Depraz-Modul ist durch Saphirglaseinsätze im Zifferblatt und den Saphirglasboden zu sehen.
Die 1.000 Exemplare werden nur über McLaren-Händler abgegeben.

McLaren beginnt in einem neuen Werk in England mit der Serienfertigung des MP4-12C. Der schicke Brite soll es mit Konkurrenten wie dem Porsche 911 GT3 oder dem Aston Martin DB9 aufnehmen können. Rund 4000 Modelle jährlich will McLaren von dem 600-PS-starken Supersportler produzieren. Die Preise für den MP4-12C, der es auf 330 km/h Höchstgeschwindigkeit bringt, starten in Europa bei 200.000 Euro.

Parmigiani: Bugatti fürs Handgelenk

Aus der seit 2001 bestehenden Liaison zwischen dem Uhrenhersteller Parmigiani und der Automarke geht die Bugatti Super Sport fürs Handgelenk hervor. Schon auf den ersten Blick erkennt man die Verwandtschaft zum Automobil – die Bugatti Super Sport ist eine echte Rennfahrer-Uhr. Sie wurde so konzipiert, dass sie bequem, während die Hand bei der Fahrt am Lenkrad sitzt, abgelesen werden kann. Das Zifferblatt, des im Stil des Bugatti Veyron aufgebauten Uhrengehäuses, befindet sich auf der Frontseite. Das Saphirglas auf der Oberseite, wo normalerweise die Zeit angezeigt wird, gibt den Blick auf die Energiequelle der Uhr frei: das Handaufzugskaliber PF 372.
Dieses wurde in zwei Ebenen realisiert. Am Handgelenk zeigt sich das Uhrwerk im 30-Grad-Winkel zur Uhr. Die mechanischen Komponenten des neuen Kalibers sind auf einer senkrechten Achse angebracht. Die Besonderheit: die Zeitanzeige wurde um 90° verschoben, das heißt das Räderwerk und das Zeigerwerk stehen im rechten Winkel zueinander. Dies wurde durch Doppelantriebsräder mit abgeschrägten Zahnrädern realisiert. Auf der Oberseite, wo üblicherweise die Zeit angezeigt wird, findet man bei der Bugatti Super Sport die Grundplatine mit Unruh und Hemmung bei der „Sechs-Uhr-Postion”. Die Anzeige der 10-tägigen Gangreserve sitzt bei „Zwölf-Uhr”. Insgesamt sechs Saphirgläser bieten Sicht auf die 337 Einzelteile der neuen Super Sport. Kohlefaserelemente, gebürstete und polierte Flächen runden den Rennsport-Look der auf 30 Exemplare limitierten Weißgolduhr ab. Ca. 1,3 Millionen Euro kostet der Bugatti Veyron, die Uhr dazu lediglich 235.000 Euro.

Der Bugatti Veyron 16.4 ist der schnellste straßenzugelassene Seriensportwagen der Welt. Mit einem Preis von ca. 1,3 Millionen Euro und einer Spitzengeschwindigkeit von 431 km/h lässt er Männerherzen höher schlagen.

Porsche Design: Carrera-Chronograph

Beim Chronograph P’6930 von Porsche Design kommen die typischen Designelemente des Porsche Carrera GT zum Vorschein. Die im Gehäuse integrierten Chronographendrücker erinnern an die Pedalerie des Rennwagens. Das Gleiche gilt für die mit einem Kautschukmantel überzogene Titankrone mit „Clou de Paris”-Dekor.

Durch die Ummantelung lässt sie sich zum Aufziehen gut greifen und zur Zeigerstellung in die entsprechende Position ziehen. Vier Bolzen halten das 47 Millimeter große dreiteilige Titangehäuse zusammen. Für Vortrieb sorgt ein modifiziertes ETA/Valjoux 7750. Der Rotor, der durch den Saphirglasboden zu sehen ist, zeigt sich im Originaldesign einer Carrera-GT-Felge. Der COSC-zertifizierte Stopper ist für 7.500 Euro erhältlich.

Der letzte Porsche Carrera GT lief am 6. Mai 2006 in Leipzig vom Band. Nach Unternehmensangaben war das der 1.270 Sportwagen dieser limitierten Serie. Angetrieben wird der Rennwagen aus Aluminium, Titan, Magnesium und Carbon von einem 5,5 Liter V-10-Saugmotor, der das Geschoss mit 612 Pferdestärken vorantreibt. Trotz High-Tech-Materialien und dem enormen Preis kann das Dach leider nicht vom Wagen aus entfernt werden. Es muss zuerst abgenommen und kann dann im vorderen Kofferraum verstaut werden. Für ca. 450.000 Euro konnte der GT neu erworben werden. Heute ist er ab ca. 330.000 Euro gebraucht zu haben.

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