Carrera 12

Die wichtigsten Highlights der Uhrenmarke TAG Heuer: 1963/1964

1963/1964 Revolution auf dem Zifferblatt

CARRERA 12. Wie der Zufall so spielt: Beim berühmten Autorennen „12 Stunden von Sebring“ kümmerte sich der Markenchef Jack Heuer, Urenkel des Firmengründers Edouard Heuer, persönlich um die offizielle Zeitnahme. Dort berichtete ihm der Rennfahrer Ricardo Rodriguez nicht nur einmal von der legendären Rallye Carrera Panamericana. Und das war die Initialzündung für einen lange gesuchten Namen. Die auf „Carrera“ getaufte Chronographenkreation der Jahre 1963/1964 sollte sich schnell zu einem Welterfolg mausern – vor allem wegen ihres beinahe schon revolutionären Zifferblattdesigns: So war zum Beispiel der im Winkel von etwa 45 Grad geneigte und normalerweise blanke Glasspannring am Zifferblattrand mit der für Chronographen besonders wichtigen Sekundenskala bedruckt.

Auf diese Weise konnte das Zifferblatt um fast zwei Millimeter vergrößert und die Ablesbarkeit entscheidend verbessert werden. Außerdem hatte Heuer die kleinen Zifferblätter für die mitlaufende Sekunde sowie die beiden Totalisatoren für 30 Minuten und zwölf Stunden tiefer gesetzt, woraus eine prägnante Dreidimensionalität resultierte. Schließlich verzichtete man beim Premierenmodell Carrera 12, das damals in Deutschland 420 Mark kostete, im Sinne des Purismus ganz bewusst auf die beliebte Überfrachtung des Zifferblatts mit gleich mehreren Zusatzskalen wie Tachy- und Telemeter, Pulsmesser und Dezimalteilung. Weil es damals noch keine Sichtböden gab, blühte das sorgfältig feinbearbeitete Handaufzugskaliber Valjoux 72 im Verborgenen.

 

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