Mikrograph

Die wichtigsten Highlights der Uhrenmarke TAG Heuer: 1916

1916 Hundertstelsekunden-Stopper

MIKROGRAPH. 1914 startete Charles-Auguste Heuer das bisher ehrgeizigste Entwicklungsprojekt seiner bereits 54 Jahre alten Firma. Von den Uhrmachern erbat er sich Stoppuhren mit zehnfacher Messgenauigkeit. Schon einige Monate später landeten voll funktionsfähige Prototypen auf seinem Schreibtisch: runde, spartanisch anmutende Taschenuhren mit gleichzeitig als Drücker fungierender Krone. Nach dem Starten rotierte ein extrem schlanker Chronographenzeiger ungewohnt hastig im Kreis. Ein Umlauf dauerte drei Sekunden. Im „Norden“ des Zifferblatts gab es zusätzlich noch einen Zwei-Minuten-Zähler.

Für eine Hundertstelsekunden-Stoppgenauigkeit vollzog die kleine Unruh stündlich 360.000 Halbschwingungen. Das Uhrwerk verfügte über eine amagnetische Ankerhemmung und eine Kompensationsunruh mit Breguet-Spirale. Das Patent reichte Heuer am 3. Dezember 1915 ein; ihm wurde am 2. Oktober des Folgejahres entsprochen. Der ab 1916 mit einem Nickelgehäuse verkaufte Mikrograph eignete sich beispielsweise zum Stoppen der kurzen Flugzeiten von Geschossen. Sein Preis: 100 Schweizer Franken oder 120 US-Dollar. Im Prospekt stand zu lesen: „Trotz des günstigen Preises handelt es sich um den genauesten Ultrakurzzeitmesser.“

 

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