Mikrotimer Flying 1000

Die wichtigsten Highlights der Uhrenmarke TAG Heuer: 2011

2011 Rekordtempo

MIKROTIMER FLYING 1000. Bei der jüngsten aller tickenden Großtaten handelt es sich um ein Konzept. Doch wer TAG Heuer ein wenig kennt, kann sich vorstellen, dass diese Armbanduhr eines Tages Realität wird. Der zum Beginn der Baselworld 2011 vorgestellte Mikrotimer Flying 1000 vermag, was vor ihm noch kein mechanischer Zeitmesser konnte: das Stoppen der Zeit auf die Tausendstelsekunde genau. Wie beim Hundertstelsekunden-Stopper Mikrograph besitzt das Automatikwerk zwei getrennte Getriebeketten mit jeweils einem Schwing- und Hemmungssystem. Von konventioneller Natur ist jenes für die Zeitanzeige; Unruh und Spirale oszillieren mit einer Frequenz von vier Hertz. Ganz anders das schnellste aller mechanischen Schwingsysteme: 14 angemeldete Patente künden vom Einfallsreichtum, den es zur Umsetzung einer 500-Hertz-Frequenz (3,6 Millionen Halbschwingungen pro Stunde) brauchte.

An die Stelle der Unruh tritt eine sehr kurze, breite und feste Spirale, die zusammen mit dem Komponentenfabrikanten Atokalpa entwickelt wurde. Sie arbeitet mit einer speziell konzipierten Ankerhemmung zusammen. Das Starten und Stoppen der Spiralschwingungen erfolgt mit Hilfe eines schaltradgesteuerten Impuls-Brems-Systems, das direkt auf die Spiralwelle einwirkt. Vor dem Zifferblatt sprintet der zentrale Stoppzeiger zehnmal pro Sekunde um seine Achse. Ein Zusatzzeiger bei der Sechs rotiert zur Darstellung der Zehntelsekunden alle fünf Sekunden um 360 Grad. Ein Minutenzähler ist ebenfalls vorhanden. Aktuell reicht die manuell einzuspeisende Stoppenergie für dreieinhalb Minuten. Angestrebt ist jedoch eine volle Stunde – man muss ja Ziele haben.

Artikel “Meilensteine TAG Heuer” aus Chronos. Text: Gisbert L. Brunner

 

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