1942 Schutz vor dem Wasser
MILITÄRCHRONOGRAPH. In den 1930er Jahren kannte die Pluralität von Gehäuseformen und Zifferblattdesigns bei Armbandchronographen kaum noch Grenzen. Neben großen, bestens ablesbaren Chronographen, zum Beispiel für die sich rasch entwickelnde Fliegerei, offerierte Heuer kleine, elegante Modelle mit einem oder zwei Drückern. Klare, auf ein Minimum an Indikationen reduzierte Zifferblätter fanden sich in den Katalogen neben vielseitigen Multifunktionsausführungen mit Tachymeter- und/oder Telemeterskala. Indes boten die Gehäuse mit rechteckigen oder ovalen Drückern immer wieder Anlass zu Kritik, da sie dem nassen Element kaum etwas entgegenzusetzen hatten. Strapazierende Einsätze unter widrigen Wetterbedingungen oder bei schweißtreibenden Sportarten konnten dem Uhrwerk Schaden zufügen.
Daher forcierte Heuer die Entwicklung alltagstauglicher Kurzzeitmesser fürs Handgelenk. 1939 präsentierte das Unternehmen einen Armbandchronographen mit wasserabweisender Schale. Den eidgenössischen Stabschefs kam das sehr gelegen, und so kam Heuer in den Genuss eines stattlichen Auftrags: Ab 1942 gab es wasserdichte Militärchronographen mit schwarzem Zifferblatt. Und im Folgejahr standen Modelle mit zusätzlichem Zwölf-Stunden-Zähler und Tachymeterskala zur Verfügung. Fortan fertigte Heuer nur noch Chronographen mit wasserdichter Schale.
Index TAG Heuer Meilensteine:
- >> Gründung und der erste Reisezeitchronograph Time of Trip: 1911
- >> Mikrograph – der Hundertstelsekunden-Stopper: 1916
- >> Autavia & Hervue – Pärchen fürs Armaturenbrett: 1933
- >> Wasserdichte Militärchronographen: 1942
- >> Sonnen- und Mondzeit – die Solunar: 1949
- >> Instrument für Segler – Mareographe / Seafarer: 1950
- >> Variabler Rechenschieber – Ring-Master: 1957
- >> Segeluhr Yachting Timer: 1962
- >> Autavia Armbandchronograph: 1962
- >> Der Carrera-Chronograph: 1963/1964
- >> Der Bundeswehr-Chronograph: 1967
- >> Die erste Monaco: 1969
- >> Rechenhilfe – der Calculator: 1972
- >> Digitale Elektronik am Handgelenk – die Chronosplit: 1975 bis 1977
- >> Moderner Werkstoff – die Kirium Ti5: 1987
- >> Taucheruhren-Serie 1000 Meter: 1992
- >> Monaco Sixty Nine: 2003
- >> Rasantes fürs Handgelenk – die Carrera Calibre 360: 2006
- >> Riemen statt Räder – die Monaco V4: 2009
- >> Basiskaliber – Carrera Calibre 1887: 2010
- >> Carrera Mikrograph 1/100th Second Chronograph: 2011
- >> Auf die Tausendstelsekunde genau – der Mikrotimer Flying 1000: 2011




