1969 Quadrat mit Kultstatus
MONACO. Von der Uhrenkrise war 1969 trotz erster Quarzarmbanduhren noch keine Rede, und auch für Jack Heuer war die Welt noch weitgehend in Ordnung. Weil der Absatz konventioneller Armbandchronographen dennoch ins Stocken geraten war, hatte sich Heuer schon 1965 mit Breitling, Büren und Dubois Dépraz zur Entwicklung eines entsprechenden Automatikwerks zusammengetan. 1969 war das Kaliber 11 als einer der weltweit ersten Automatikchronographen zur Serienreife gediehen. Die Entwicklungskosten für Heuer: stattliche 500.000 Schweizer Franken. Das passende Outfit war nun eine Angelegenheit der verschiedenen Partizipanten.
Die Uhr von Heuer besaß eine ungewöhnliche quadratische und dabei auch noch wasserdichte Edelstahlschale. Bei der Namenwahl blieb Jack Heuer seinen engen Bezügen zum Automobilsport treu. Weil das Geld für weitreichende Werbemaßnahmen fehlte, brauchte es preisgünstige, aber effiziente Methoden der Verkaufsförderung. Als Botschafter für die markante Monaco empfahl sich der eidgenössische Formel-1-Pilot und Porschehändler Jo Siffert. Und im Zuge dessen trug auch Steve McQueen im Film „Le Mans“ von 1971 die Monaco zum Originaldress von Jo Siffert. Vom Erfolg des Streifens profitierte natürlich auch Heuer: Die Monaco entwickelte sich zu einem Kultobjekt, sowohl für Fans des legendären Schauspielers als auch des tödlich verunglückten Rennfahrers. Sie avancierte zum echten Sammlerstück.
Index TAG Heuer Meilensteine:
- >> Gründung und der erste Reisezeitchronograph Time of Trip: 1911
- >> Mikrograph – der Hundertstelsekunden-Stopper: 1916
- >> Autavia & Hervue – Pärchen fürs Armaturenbrett: 1933
- >> Wasserdichte Militärchronographen: 1942
- >> Sonnen- und Mondzeit – die Solunar: 1949
- >> Instrument für Segler – Mareographe / Seafarer: 1950
- >> Variabler Rechenschieber – Ring-Master: 1957
- >> Segeluhr Yachting Timer: 1962
- >> Autavia Armbandchronograph: 1962
- >> Der Carrera-Chronograph: 1963/1964
- >> Der Bundeswehr-Chronograph: 1967
- >> Die erste Monaco: 1969
- >> Rechenhilfe – der Calculator: 1972
- >> Digitale Elektronik am Handgelenk – die Chronosplit: 1975 bis 1977
- >> Moderner Werkstoff – die Kirium Ti5: 1987
- >> Taucheruhren-Serie 1000 Meter: 1992
- >> Monaco Sixty Nine: 2003
- >> Rasantes fürs Handgelenk – die Carrera Calibre 360: 2006
- >> Riemen statt Räder – die Monaco V4: 2009
- >> Basiskaliber – Carrera Calibre 1887: 2010
- >> Carrera Mikrograph 1/100th Second Chronograph: 2011
- >> Auf die Tausendstelsekunde genau – der Mikrotimer Flying 1000: 2011




