Jaeger-LeCoultre: Reverso

Mit ihrem Klappmechanismus wurde die Jaeger-LeCoultre Reverso zum Klassiker

 Redaktion
von Redaktion
am 28. November 2016

Nur wenige Klassiker der Uhrengeschichte bieten eine Besonderheit wie die Jaeger-LeCoultre Reverso. Mit ihrem aufwendigen Klappmechanismus verwandelt sich die Uhr in eine robuste Trutzburg, die nicht nur für Polospieler attraktiv ist. 2016 feiert die Schweizer Manufaktur das 85-jährige Bestehen dieses Modells. Doch wie begann ihre Geschichte?

Jaeger-LeCoultre: Reverso, 1931

Jaeger-LeCoultre: Reverso, 1931

1931 - Polo lieferte die Idee zur Jaeger-LeCoultre Reverso

Heutzutage kann man sich nur schwer vorstellen, welche profanen Probleme Uhrenhersteller im Jahr 1930 plagten. Die Armbanduhr setzte sich damals mit wachsendem Erfolg gegen die Taschenuhr durch, doch Wasserdichte, Staubdichte und dauerhafte Nutzbarkeit stellten extrem hohe Ansprüche an die Armbanduhr.Dabei fing es mit dem freien Blick auf das Zifferblatt schon an: Zu dieser Zeit bestanden Uhrgläser aus Zelluloid oder Kristallglas. Zelluloid ist zwar schlagfest, doch nimmt es bereits nach wenigen Jahren eine starke gelbliche Färbung an; eine Politur zur Ausbesserung von Kratzern ist kaum möglich. Kristallglas hingegen zerbricht bei kleinen Stößen und Schlägen sofort. Insbesondere Sportler mussten dies leidvoll erleben, so ließen sie im Wettkampf manches Uhrglas auf dem Spielfeld liegen. Lösungen mit Gittern vor dem Uhrglas verschmutzten schnell, die Gitter verbogen sich und genügten ästhetisch nicht den Ansprüchen der Träger.

César de Trey

César de Trey

Von diesem Dilemma erfuhr der Schweizer César de Trey. Der Kaufmann aus Lausanne war den Zeitmessern als Sammler schon lange verfallen. Während einer Reise über den indischen Subkontinent schaute sich der Geschäftsmann ein Polospiel an – der britische Sport erlebte damals in sämtlichen Kronkolonien eine Blüte. Etliche der spielenden englischen Kolonialoffiziere trugen Armbanduhren, doch nicht alle Uhren überlebten das Match unbeschadet. Die zersplitterten Uhrgläser hinterließen Eindruck bei dem geschäftstüchtigen Schweizer – der Legende nach sollen die Sportler zudem lautstark den Bau einer Armbanduhr, die einem solchen Sport gewachsen ist, von ihm gefordert haben.

De Trey, Jaeger und LeCoultre holen Hilfe – die Reverso mit dem beweglichen Gehäuse entsteht

Zurück in der Schweiz besprach de Trey die Problematik der Kolonialoffiziere mit seinem langjährigen Freund und Geschäftspartner Jacques-David LeCoultre. Seit 1900 leitete der Uhrmacher die Herstellung in der Manufaktur LeCoultre, seit 1906 war er Generaldirektor. Der Wunsch der Polospieler fand bei ihm Gehör – doch das Wissen um die Gehäusebaukunst war nicht vorhanden. LeCoultre brauchte Hilfe, um eine ganze Uhr zu bauen.

Jacques-David LeCoultre

Jacques-David LeCoultre

Seit 1907 arbeitete die Schweizer Manufaktur jedoch mit dem Pariser Edmond Jaeger zusammen, der sich durch etliche Renommierstücke bereits einen Namen gemacht hatte. Die weltweit flachste Taschenuhr mit dem Kaliber LeCoultre 145 war nur eines davon – mit 1,38 Millimetern war das Werk so hoch wie zwei Streichhölzer. Doch auch Jaeger verfügte selbst nicht über das nötige Wissen, doch ein Ingenieur und früherer Designer löste das Problem.

Jaeger-LeCoultre: Reverso, Patentschrift, 1931

Jaeger-LeCoultre: Die Reverso-Patentschrift von 1931 zeigt den kombinierten Schiebe- und Klappmechanismus.

Alfred Chauvot konstruierte das Gehäuse, bei dem der Hauptteil beweglich in einem Rahmen gelagert war. Dieser Rahmen hatte die Form einer Bodenplatte, die auf dem Handrücken auflag und auch die Bandanstöße barg. Die beiden Schmalseiten an der Bandbefestigung trugen je eine längliche Ausfräsung. Der Hauptteil des Gehäuses beherbergte das Uhrwerk und war als autarke Kapsel schwenkbar in der Fräsung aufgehängt. Dafür sorgten Stahlkugeln, die unter Federdruck standen. Klinkte man den Korpus an einer Seite aus der Fräsung aus, ließ er sich – gehalten von den Kugeln auf der gegenüberliegenden Gehäuseseite – um 180 Grad drehen. Danach schob man ihn einfach in den Rahmen zurück. Das Prinzip der Wendeuhr war geboren. In der ursprünglichen Patentschrift hatte die Uhr eine quadratische Form, die später aber für die Produktion in ein rechteckiges Gehäuse verändert wurde. Jaeger, LeCoultre und de Trey kauften das Konzept für 10.000 Franken von Chauvot. Zudem erhielt der Konstrukteur auch den Anspruch auf einen Betrag von 2,50 Franken für jede verkaufte Uhr.

Die Produktion wird ausgelagert

Der Name für die Besonderheit war schnell gefunden: Reverso, lateinisch für »ich drehe mich«. Die drei Unternehmer hofften, bereits im Jahr 1931 mit der Uhr auf den Markt gehen zu können – doch unerwartete Probleme blockierten das Projekt beinahe. Nicht nur das Design hatten Jaeger, LeCoultre und de Trey auslagern müssen, auch die Produktion schien nicht in einem der eigenen Häuser stattfinden zu können. Das Gehäuse war zu kompliziert für die Gehäusewerkstatt von Jaeger in Paris. Der Auftrag ging an die Firma A & E Wenger. Auch LeCoultre hatte zunächst Probleme mit der Uhr, denn keines der in der Fabrik gefertigten Uhrwerke passte in das durch den Wendemechanismus knapp bemessene Gehäuse. Zunächst wurden Werke des Kalibers 064 der Tavannes Watch Co. aus dem gleichnamigen Ort im Berner Jura eingesetzt. Der Zusammenbau des Zeitmessers fand in Le Sentier in den Werkstätten von LeCoultre statt.

Jaeger-LeCoultre: Reverso, hergestellt von Tavannes Watch & Co., 1931

Jaeger-LeCoultre: Reverso, hergestellt von Tavannes Watch & Co., 1931

Erst im Frühjahr 1933 konnte LeCoultre die Lücke schließen und präsentierte das Kaliber Nummer 11, das mit 15 Steinen, 18.000 Halbschwingungen pro Stunde und 50 Stunden Gangreserve die Tavannes-Werke ersetzen konnte. Solche Erstzeit-Uhren trugen auf dem Zifferblatt meistens weder die Signatur von Jaeger noch von LeCoultre, sondern schlicht die Bezeichnung »Reverso«. Mit 37 Millimetern Länge und 23 Millimetern Breite passten sie an jedes Handgelenk. Knapp acht Millimeter Höhe trotz des Wendemechanismus ließen sie recht flach wirken. Solche Modelle in Originalzustand sind heute gesucht – häufig werden Preise oberhalb von 10.000 Euro aufgerufen.

Auch andere finden Gefallen an dem Modell

Ein Feind blieb der Uhr lange erhalten: Feuchtigkeit. Die gerade bei sportlichen Wettkämpfen verwendeten Modelle der Reverso erlitten oft durch Schweiß oder Wasser Zifferblattschäden. Wirklich originale Blätter sind so selten geworden, umso öfter findet man Uhren aus den ersten Baujahren, die zu Unrecht den Aufdruck »Jaeger-LeCoultre« tragen. Denn der finale Zusammenschluss beider Unternehmen fand erst 1937 statt.

Jaeger-LeCoultre: Reverso Staybrite, 1937

Jaeger-LeCoultre: Reverso Staybrite, 1937

Diese Modelle resultieren also aus Aufbereitungen und Zifferblattrestaurierungen. Kein Hinweis auf eine Fälschung sind indes Uhren mit Zifferblattmarkierungen der damals bekannten Juweliere. Cartier, Gübelin, Türler: Sie alle ließen den Zeitmesser für sich fertigen und verkauften die einmalige Uhr unter dem eigenen Namen. Auch hier liegen die Preise je nach Zustand zwischen 2.000 und weit über 10.000 Euro. Darüber hinaus nutzten auch andere Uhrenmarken mit immensem Prestige wie Patek Philippe, Favre-Leuba oder Hamilton den Zeitmesser. Denn ein Nachbau war bis 1951 aufgrund des Patentschutzes nicht möglich. So fertigte LeCoultre auch für diese Marken.

"Cartier"-Reverso: 1952

"Cartier"-Reverso: 1952

Solche Uhren sind nahezu unbezahlbar, denn weltweit hat nur eine Handvoll überlebt. Authentische und gepflegte Exemplare erzielen wie immer die höchsten Preise. Etliche Ausführungen tragen die Bezeichnung Staybrite – dies war der Hersteller des Gehäusematerials, wenn Edelstahl gewählt wurde. Auch die Damen kamen in den Genuss des Modells von Jaeger-LeCoultre, meist an einem Seidenripsband getragen und in Gold ausgeführt. Solche Varianten wurden meist ebenfalls für einen mindestens mittleren vierstelligen Preis verkauft.

Die Jaeger-LeCoultre Reverso lässt sich individualisieren

Indien war einer der wichtigsten Erstmärkte des berühmten Zeitmessers: Für 500 Franken im Goldgehäuse brachte César de Trey die Uhren, die sich schnell großer Beliebtheit erfreuten, dort auf den Markt. Rasch zeigte sich, dass dieses Modell eine ungewöhnliche Chance der Individualisierbarkeit bot. Jagatjit Singh Bahadur – von1877 bis zu seinem Tod 1949 Maharadscha von Kapurthala – hielt große Stücke auf die französische Kultur. Sein Palast war dem Schloss von Versailles nachempfunden, wenig überraschend zierte eine Reverso sein Handgelenk. Auf der Rückseite der Uhr ließ er in Email das Abbild seiner Frau anbringen. Mit seinem Konterfei versehen bestellte er weitere 50 Uhren, die an wichtige Gäste verschenkt wurden. Erst später machte auch der Hersteller in der Schweiz daraus ein Zusatzgeschäft: Bis heute können Wappen, Initialen oder andere Wunschmotive in die sonst schmucklose Rückseite der Luxusuhren graviert werden. Edelsteinbesatz oder andere individuelle Verzierungen ermöglichen eine fast unendliche Vielfalt.

Das Video zeigt die einzelnen Schritte der Herstellung des eckigen Uhrengehäuses und erklärt, was die Herstellung des Reverso-Gehäuses so anspruchsvoll macht:

Runde Uhren in Mode – die Zeit der Jaeger-LeCoultre Modells schien besiegelt

Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs waren runde Uhren mehr denn je gefragt, die Geschichte der Reverso schien besiegelt. Die Exportrestriktionen taten ein Übriges. Schnell entschied sich der Gehäusehersteller Wenger, die Lieferungen komplett einzustellen. Anfang der 1950er-Jahre verschrottete das Unternehmen sogar die Werkzeuge zur Herstellung der Wendegehäuse. Jaeger-LeCoultre bot die Uhr weiter an, die Nachfrage konnte aus dem Lagerbestand gedeckt werden. Die Uhr im Stil des Art déco schien dem Untergang geweiht – und tatsächlich dauert es noch bis in die 1970er-Jahre, ehe sich die Entwicklung in großem Maßstab änderte. Es lagen noch etwa 200 Gehäuse in der Schweiz auf Lager, als der Mailänder Kaufmann Giorgio Corvo eine Idee hatte. Er wollte aus dem Zeitmesser ein Lifestyle-Produkt machen, und bestellte 200 Uhren – neben Cartier war er zu dieser Zeit der einzige Hersteller, der eckige Uhren anbot. Der Plan, die Gehäuseform in Italien zum Trend werden zu lassen, funktionierte nach einer Weile – mit weiterer Unterstützung. Die Gebrüder Fiumi betrieben in Mailand ein etabliertes Uhren- und Schmuckgeschäft. Ein legendäres Buch barg dort im Porträt alle Käufer einer Jaeger-LeCoultre Reverso – schnell wollte die gesamte italienische Prominenz Eingang in dieses Buch finden. Giovanni Agnelli, Enzo Ferrari oder Gianni Versace waren nur einige der Persönlichkeiten, die ihre Uhren in der Orologeria Fiumi entgegen nahmen. Parallel brach in den 1970er-Jahren die Ära quarzgetriebener Uhren an – und dieser Mode folgte auch Jaeger-LeCoultre.

Die Jaeger-LeCoultre Reverso mit Quarzwerk

Heute bilden diese Quarzmodelle den preiswerten Einstieg in die Welt der Reverso –  ab einem Preis von 1.500 Euro sind die Modelle mit Batterie über gängige Kaufquellen wie Chrono24 oder Watchsea zu haben. Seit den 1990er-Jahren bietet die Uhr mitunter Durchblick von der Rückseite: Unter Glasböden werden nun Uhrwerke der feinsten Bauart verwendet. Neben Chronograph oder Gangreserveanzeige kann sich auch ein Tourbillon befinden. Als Gran Sport gewinnt sie an Gewicht und Sportlichkeit – am Kautschukband wird der Klassiker zum modernen Jungspund.

Jaeger-LeCoultre: Reverso, Gran Sport, 2000

Jaeger-LeCoultre: Reverso, Gran Sport, 2000

Eine Besonderheit stellt die Variante mit Gyrotourbillon dar: Aus mehr als 300 Einzelteilen besteht das Uhrwerk mit Wirbelwind, hochkomplex ist der Mechanismus aufgebaut. Die Uhr existiert nur 75 Mal – und ist entsprechend teuer. Bis zu einem Preis von 300.000 Euro kann sie auf Versteigerungen oder bei einem hochklassigen Juwelier kosten. So hat die Reverso den Sprung von einer bedarfsgerecht konstruierten Uhr zur Stilikone vollzogen, die seit fast einem ganzen Jahrhundert in kaum veränderter Form besteht. Sie ist die Wendeuhr schlechthin und wird es immer sein.

Jaeger-LeCoultre: Reverso Gyrotourbillon, 2008

Jaeger-LeCoultre: Reverso Gyrotourbillon,
2008

2014 stellt Jaeger-LeCoultre die Reverso erstmals mit Automatikwerk vor

Mit der Grande Reverso Night & Day stellt Jaeger-LeCoultre 2014 erstmals diesen Zeitmesser mit Automatikwerk vor. Dabei kommt das Manufakturkaliber Jaeger-LeCoultre 967/B im Gehäuse aus Edelstahl oder Gold zum Einsatz. Auf dem versilberten und mit „Clous-de-Paris“-Dekor guillochierten Zifferblatt indizieren gebläute Stabzeiger die Zeit.

Jaeger-LeCoultre: Grande Reverso Night & Day

Jaeger-LeCoultre: Grande Reverso Night & Day

 

2016 feiert Jaeger-LeCoultre das 85-jährige Bestehen der Reverso

Auf dem diesjährigen Genfer Uhrensalon zelebrierte Jaeger-LeCoultre das 85-jährige Bestehen seiner Ikone mit zahlreichen Neuheiten. Die Ikone wird nun in drei Linien unterteilt: Reverso Classic, Reverso One und Reverso Tribute. Wobei sich die Linie Tribute hinsichtlich ihres Designs von den Urmodellen aus den 1930er-Jahren inspirieren lässt. Eine Neuheit, die zur Tribute-Linie zählt, ist die Tribute Duoface in Edelstahl. Dieses Uhr zeigt auf der Vorderseite Stunde, Minute und kleine Sekunde an, beim Wenden des Gehäuses kommt eine Anzeige für eine zweite Zeitzone und eine 24-Stunden-Anzeige zum Vorschein. Ein Preis von 11.300 Euro ist zu bezahlen.

Jaeger-LeCoultre: Reverso Tribute Duoface - Vorderseite

Jaeger-LeCoultre: Reverso Tribute Duoface - Vorderseite
Jaeger-LeCoultre: Reverso Tribute Duoface - Gehäuserückseite

Jaeger-LeCoultre: Reverso Tribute Duoface - Gehäuserückseite

Auch die Tribute Calendar zeigt eine Tag-Nacht-Anzeige und weist eine zweite Zonenzeit aus. Dazu gesellt sich auf der Vorderseite ein Vollkalender mit Mondphasenanzeige. Die Rerverso in Gold kostet 24.400 Euro.

Jaeger-LeCoultre: Reverso Tribute Calendar - Vorderseite

Jaeger-LeCoultre: Reverso Tribute Calendar - Vorderseite
Jaeger-LeCoultre: Reverso Tribute Calendar - Gehäuserückseite

Jaeger-LeCoultre: Reverso Tribute Calendar - Gehäuserückseite

Die neue Sub-Linie Reverso Classic erscheint in drei Größen und ist mit Gehäusen aus Gold, Platin und Edelstahl erhältlich. Die kleinste Variante, die sich perfekt als Damenuhr eignet, misst 34 mal 21 Millimeter und arbeitet mit einem Quarzwerk. Die mittlere (40 mal 24,4 Millimeter) und die größte Version (45,6 mal 27,4 Millimeter) beherbergen das automatische Manufakturkaliber 965. Die Rückseite des stählernen Wendegehäuses bietet Platz für Individualisierungen wie Gravuren. Der Verkaufspreis für die mittlere Größe beträgt 7.950 Euro und für die große Version 8.200 Euro.

Jaeger-LeCoultre: Reverso Classic Medium

Jaeger-LeCoultre: Reverso Classic Medium
Jaeger-LeCoultre: Reverso Classic Large

Jaeger-LeCoultre: Reverso Classic Large

Für die Damen gab die Schweizer Manufaktur die Zusammenarbeit mit dem französischen Schuhdesigner Christian Louboutin bekannt, der zwei Modelle entwarf, die auf den ersten Blick wie eine klassische Reverso wirken. Wendet die Trägerin das Gehäuse der Damenuhr, zeigt sich das von Louboutin gestaltete Zifferblatt.

Die Damenuhr Jaeger-LeCoultre Reverso entworfen von Schuhdesigner Christian Louboutingibt es in zwei Größen, Medium kostet circa 12.200 Euro und die kleine Größe circa 10.250 Euro

Die Damenuhr Jaeger-LeCoultre Reverso entworfen von Schuhdesigner Christian Louboutingibt es in zwei Größen, Medium kostet circa 12.200 Euro und die kleine Größe circa 10.250 Euro

Ebenfalls anlässlich des 85-jährigen Bestehens der Reverso präsentierte Jaeger-LeCoultre zusammen mit Juwelier Wempe München und dem Sportler und Pop-Artist Prinz Hubertus zu Hohenlohe zwei Sondermodelle. Letzterer gestaltete die Rückseite der beiden Uhren mit einem Pop-Art-Motiv, das durch einfaches Wenden des Gehäuses zum Vorschein gebracht werden kann.

Jaeger-LeCoultre: Reverso meets Popart "High Heels"

Jaeger-LeCoultre: Reverso meets Popart "High Heels"

Für die Herren hat der Künstler die Rückseite der Reverso Classic Large entworfen. Seine Kreation "High Heels" zeigt einen bunten Damenschuh vor einem Auto. Das Modell kostet 9.900 Euro. Die Reverso Classic Medium mit dem Motiv "Time for Shopping" richtet sich gezielt an die Damenwelt. Sie ist für 9.500 Euro zu haben. Beide Versionen der Jaeger-LeCoultre Reverso sind exklusiv bei Juwelier Wempe Weinstraße in München erhältlich.

Jaeger-LeCoultre: Reverso meets Popart "Time for Shopping"

Jaeger-LeCoultre: Reverso meets Popart "Time for Shopping"

2016 stellte Jaeger-LeCoultre auch die Reverso Classic Large Duoface vor, die zwei Zeitzonen auf den beiden Seiten ihres Wendegehäuses anzeigt. Ihr hinteres Zifferblatt zeigt dabei die Heimatzeit an. Bei einem Zeitzonenwechsel kann der Träger den Stundenzeiger des vorderen Zifferblatts bei halb gezogener Krone in Stundenschritten vor- und zurückschalten. Bei vollständig herausgezogener Krone kann der Reisende die Zeit auf beiden Zifferblättern minutengenau einstellen. Das Gehäuse der Reverso misst 28,3 mal 47 Millimeter und besteht aus Rotgold. Das Modell ist mit einem hellen und einem dunklen Zifferblatt für 21.500 Euro erhältlich.

Jaeger-LeCoultre: Reverso Classic Large Duoface

Jaeger-LeCoultre: Reverso Classic Large Duoface

Zum Jubiläum ein Gyrotourbillon

Wie bereits 2008 ist auch das 2016 vorgestellte Tribute Gyrotourbillon eine besonders komplizierte Uhr. Das Modell besitzt eine Unruh, die nicht nur − wie bei Tourbillons üblich − um eine Achse kreist, sondern sich um zwei Achsen dreht. Dadurch werden sämtliche Lagedifferenzen der Uhr ausgeglichen.

Jaeger Lecoultre: Reverso Tribute Gyrotourbillon (Vorderseite)

Jaeger Lecoultre: Reverso Tribute Gyrotourbillon (Vorderseite)

Trotz des Zwei-Achsen-Tourbillons fällt der Zeitmesser mit 12,6 Millimetern flach aus. Auf der Rückseite kann der Träger eine zweite Zonenzeit ablesen. Von der Platinuhr werden nur 75 Exemplare zum Preis von je 322.000 Euro gebaut.

Watchtime.net bekam das selten zu sehende Uhr auf dem Genfer Uhrensalon vor die Kameralinse:

Text: Thomas Gronenthal, Melanie Feist
Fotos: Antiquorum, Jaeger-LeCoultre

Thomas Gronenthal, Jahrgang 1978, kann sich nicht mehr erinnern, wann er damit begann, sich für mechanische Uhren und ihre Werke zu interessieren. Seit 15 Jahren schraubt er dabei auch an den tickenden Zeitmessern. Er schreibt als freier Autor für das UHREN-MAGAZIN.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im August 2014.

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