5 Fakten über Longines

Hätten Sie's gewusst?

 Redaktion
von Redaktion
am 25. Juli 2017

Die Ursprünge des Unternehmens Longines gehen auf das Jahr 1832 zurück – dementsprechend feiert Longines 2017 sein 185-jähriges Bestehen unter anderem mit der neuen Kollektion Record und der Quarzuhr Conquest V.H.P.. Letztere besitzt ein sogenanntes GPD-System (Gear Position Detection) – ein System, das den Gang der Quarzuhr überwacht und erkennt, wenn sie Stößen und Magnetfeldern ausgesetzt ist und sie gleichzeitig davor schützt.

Wristshot: So sitzt die Longines Conquest V.H.P. am Handgelenk
Wristshot: So sitzt die Longines Conquest V.H.P. am Handgelenk

Doch zurück ins Jahr 1832: In diesem Jahr trat Auguste Agassiz als Teilhaber in das Uhrmacheratelier Raiguel Jeune & Cie. in St. Imier ein. 1846 wurde er alleiniger Inhaber. 1866 kaufte sein Neffe Ernest Francillon, der 1854 in das Unternehmen von Agassiz einstieg, zwei Parzellen Land im Süden der Stadt. Dieses Gebiet trug den Namen “les longines” was so viel wie “längliche Wiesen” bedeutet. Bereits ein Jahr später begann Francillon hier eine Fabrik zu bauen, mit dem Ziel, die Arbeit zu zentralisieren und die Produktion nach und nach zu mechanisieren. Im Jahr 1867 entschied er sich, die Uhren nicht mit seinem eigenen Namen, sondern mit Longines zu signieren und fügte noch ein Symbol hinzu: die geflügelte Sanduhr. Im Jahr 1878 stellt die Firma ihren ersten eigenen Taschenchronographen vor mit dem Kaliber 20H. Dafür nutzte Longines eine Entwicklung des 1848 in die USA ausgewanderten Uhrmachers Henry Alfred Lugrin: ein rückseitig auf gängigen Uhrwerken montierbares Schaltwerk. Sie passten den Stoppmechanismus mit Kegelrad-Vertikalkupplung so an, dass er auf das hauseigene Handaufzugskaliber 20L passte. Der Kronendrücker des 20H steuerte die drei Funktionen Start, Stopp und Nullstellung per Schaltrad nacheinander an.

Longines: The Lindbergh Hour Angle Watch 1927-2017 90th Anniversary
Longines: The Lindbergh Hour Angle Watch 1927-2017 90th Anniversary

In den folgenden Jahren widmete sich das Unternehmen schwerpunktmäßig der Sportzeitmessung und unterstützte wissenschaftliche Expeditionen. So war Longines für die Zeitmessung der historischen Atlantik-Überquerung durch Charles Lindbergh im Jahr 1927 zuständig. Anschließend beriet Lindbergh den Uhrenhersteller bei der Entwicklung einer speziellen Armbanduhr, der “Stundenwinkeluhr”, die später unter dem Namen “Lindbergh-Uhr” erhältlich ist und 2017 ihren 90. Geburtstag feiert.

Der gute Ruf des Unternehmens ist belegbar: Longines erhielt zwischen 1885 und 1929 insgesamt zehn Mal den ersten Preis bei Weltausstellungen. Mit dem Aufkommen der billigen Quarzuhren aus Japan in den 1970er-Jahren, die in der Schweiz zum Untergang vieler traditionsreicher Uhrenhersteller führte, hatte auch Longines zu kämpfen. Doch als die Marke Anfang der Achtziger zur Swatch Group (damals: SMH) kam, stellte deren Chef Nicolas G. Hayek die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft: Longines verzichtete auf eine eigene Werkeproduktion, die stattdessen zentral bei der Konzernschwester Eta angesiedelt wurde, und konzentrierte sich auf Produktentwicklung und Marketing. Bei Letzterem ging es vor allem darum, der Marke weltweit ein einheitliches Profil zu geben. Longines sollte wieder zum Inbegriff der eleganten Uhr werden. Die Strategie wurde ein voller Erfolg.

Fakt #1 über Longines: Das älteste Markenzeichen der Welt

Am 27. Mai 1889 meldete Ernest Francillon, Eigentümer der Uhrenmarke Longines, das Logo mit der geflügelten Sanduhr beim Schweizerischen Patentamt als Wahrzeichen seiner Firma an. Dies macht Longines zum ältesten eingetragenen Markenzeichen der Welt, das heute noch in seiner ursprünglichen Form verwendet wird. Die Sanduhr ist ein Instrument zur Zeitmessung und gleichzeitig ein Symbol für das Verstreichen der Zeit. Die geflügelte Sanduhr symbolisiert die Messung der Zeit, die wie im Flug vergeht. Schon 1876 gehörte das Symbol zu einer echten Longines-Uhr. Die damals sehr geschätzten Longines-Uhren wurden gerne gefälscht. Als Signatur der Echtheit und zum Schutz gegen Fälschungen ließ Ernest Francillon die geflügelte Sanduhr in seine Uhren gravieren – und zwar ins Werkinnere, auf den Unruhkloben. 1893 meldete Francillon das Logo auch als international geschütztes Zeichen an. Bis in die 1950er Jahre blieb die Sanduhr jedoch im Werkinneren verborgen. Erst während des Aufschwungs der Nachkriegsjahre, in den Fünfzigern, schaffte sie es zusammen mit dem mittlerweile ebenfalls geschützten Longines-Schriftzug auf die Zifferblätter der Armbanduhr.

Das älteste Logo der Welt ist auf diesem Werbeplakat von 1900 noch sehr naturalistisch dargestellt
Das älteste Logo der Welt ist auf diesem Werbeplakat von 1900 noch sehr naturalistisch dargestellt

Fakt #2 über Longines: Einsteins Zeitmesser

Zu den prominenten Trägern einer Longines-Uhr gehört neben Berühmtheiten wie Humphrey Bogart, Frank Sinatra oder John F. Kennedy auch Albert Einstein (1879-1955). Der Physiker besaß sogar zwei Longines-Uhren. Die erste, ein goldenes Modell von 1929, wurde 2008 bei Antiquorum in New York versteigert und erzielte den Rekordpreis von 569.000 Dollar. Das ist der höchste Preis, der jemals für eine Longines-Uhr bezahlt wurde. Ein wohlhabender Russe, der anonym bleiben möchte, hat sie ergattert. Der zweite Zeitmesser von Einstein, eine Taschenuhr von 1943, wird im Historischen Museum in Bern verwahrt.

Einsteins Longines-Uhr
Einsteins Longines-Uhr

Fakt #3 über Longines: Erschwingliche Beständigkeit

Die Uhren von Longines zeichnen sich durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. So dominiert die Marke den Preisbereich für mechanische Uhren zwischen 1.000 und 3.000 Euro; Automatikchronographen gibt es bereits ab 1.800 Euro. Longines produziert jährlich rund 1,4 Millionen Uhren, deren Kaliber von der Konzernschwester Eta – teilweise auch exklusiv für die Marke – hergestellt werden. Schon seit jeher stellt die Marke Uhren mit hohem Alltagsnutzen her, die sich durch ein klassisch-elegantes Design auszeichnen. Präzision und Zuverlässigkeit werden großgeschrieben. So kommt in der neuen eleganten Kollektion Record ein Kaliber mit Siliziumspirale zum Einsatz, das von der COSC als Chronometer ausgezeichnet ist.

Longines: Record
Longines: Record

Fakt #4 über Longines: Zeitnehmer im Pferdesport

Der Pferderennsport ist für Longines das wichtigste sportliche Betätigungsfeld (neben unter anderem Tennis oder Ski Alpin) überhaupt. Bereits mit ihrem ersten Chronographen beteiligte sich Longines 1878 an der Welt des Sports. Ab 1881 wurden die Chronographen auf Pferderennbahnen in New York eingesetzt. 1926 hatte Longines erstmals in Genf die Zeit bei einem Springreiten gemessen. 2013 wurde Longines zum offiziellen Zeitnehmer bei allen weltweiten Rangturnieren des Internationalen Pferdesportverbandes (FEI) und offizieller Partner des Internationalen Pferderennverbandes (IFHA). 2015 stellte Longines eine neue Zeitnahme- und Positionierungstechnologie bei Pferderennen vor, das Longines Positioning System (LPS). Dieses System soll während des Rennens in Echtzeit exakte Positionsdaten der Pferde bereitstellen. Darüber hinaus misst es auch die Distanz zwischen den Pferden und deren Geschwindikgeit.

Fakt #5 über Longines: Prominente Botschafter

Die Longines-Markenbotschafter kommen aus aller Herren Länder und besitzen ganz unterschiedliche Talente. Unter ihnen befinden sich Sportler, Sänger und Schauspieler wie Stefanie Graf, Andre Agassi, Eddie Peng, Mikaela Shiffrin oder Simon Baker.

Longines: Flagship Heritage by Kate Winslet
Longines: Flagship Heritage by Kate Winslet

Mit der britischen Schauspielering Kate Winslet (Titanic, Der Vorleser, Verborgene Schönheit) hat Longines 2017 eine limitierte Edition der Flagship Heritage für einen guten Zweck aufgelegt. Der Erlös aus der Versteigerung der Uhren kommt der Stiftung “Golden Hat Foundation” zugute, die die Schauspielerin gegründet hat. Ziel der Organisation ist es, Barrieren für Menschen mit Autismus aus dem Weg zu räumen und ihnen eine angemessene Bildung zu ermöglichen.

Beim Launch der Flagship Heritage by Kate Winslet: Charles Villoz, Longines Vice President Sales, Kate Winslet und Juan-Carlos Capelli, Longines Vice President and Head of International Marketing (von links)
Beim Launch der Flagship Heritage by Kate Winslet: Charles Villoz, Longines Vice President Sales, Kate Winslet und Juan-Carlos Capelli, Longines Vice President and Head of International Marketing (von links)

Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im Juni 2016.

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