5 Fakten über Panerai

Wer die Paneristi sind und mehr Wissenswertes über die italienische Uhrenmarke

 Redaktion
von Redaktion
am 30. Dezember 2016

Die Firmengeschichte von Panerai reicht bis in die 1850er-Jahre zurück, als Giovanni Panerai in Florenz sein Uhrengeschäft eröffnete. Den Schritt, dem die Marke ihren heutigen Kultstatus verdankt, machte um 1910 Guido Panerai, der Enkel des Firmengründers: Er trat mit der Marine in Kontakt und entwickelte in den Folgejahren zusammen mit einem Offizier Geräte mit fluoreszierender Leuchtmasse, die unter dem Namen Radiomir patentiert wurde. Die erste Armbanduhr – selbstverständlich mit Leuchtzifferblatt – entstand 1936 und lieferte die Gestaltungsgrundlage für die heutigen Radiomir-Modelle. Die erste Luminor, die mit der gleichnamigen neu entwickelten Leuchtmasse auf Tritiumbasis und dem heute legendären Kronenschutzbügel ausgestattet war, folgte in den späten vierziger Jahren.

Panerai: Luminor Base
Der Manufakturstrategie folgend hat Panerai zum Genfer Uhrensalon 2014 das Handaufzugskaliber ETA/Unitas 6497 endgültig aus der Kollektion Luminor Base eliminiert

Über 60 Jahre später sind Uhrenliebhaber vom Design der ehemaligen Militärzeitmesser begeistert, obwohl jedes Detail funktionalen Notwendigkeiten entsprang. So dienten die großen Gehäuse von 47 Millimetern und die extrem leuchtstarken Anzeigen der bestmöglichen Ablesbarkeit bei Dunkelheit oder unter Wasser. Und die Schraubkrone der Radiomir sowie der markante Schutzbügel der Luminor, der die Krone fest an das Gehäuse presst, sicherten die Wasserdichtheit und damit die Funktionssicherheit. Neben dem einzigartigen Design spielt für Panerai die Werkentwicklung eine wichtige Rolle: Seit 2005 stellt die Marke laufend exklusive Uhrwerke vor und verringert den Anteil von Modellen mit Großserienkalibern stetig. Der Fokus liegt auf kleinen Komplikationen wie zweiten Zeitzonen oder – meist linear ausgeführten – Gangreserveanzeigen. Es gibt aber auch Chronographen oder astronomische Uhren.

Fakt #1 über Panerai: Teuerstes Modell

Im Mai 2014 wurde ein seltenes Panerai-Modell für 425.000 Schweizer Franken bei Sotheby’s in Genf versteigert. Eine solch hohe Summe wurde bislang noch nie für ein Modell der italienischen Marke bezahlt. Die Luminor 6152/1 gehört zu den ersten Modellen mit Kronenschutzbügel. Gegenwärtig lassen sich rund 90 Exemplare mit dieser Referenznummer nachweisen. Die Stahluhr, ein Prototyp, sticht durch ihre transparente und drehbare Polykarbonatlünette heraus.

Das Gesicht der legendären Luminor mit dem 47 mm Gehäus und den massiven Bandanstößen. Foto: Jörg Wischmann
Panerai: Luminor 6152/1 (Foto: Jörg Wischmann)
[Foto: ©wischmann.de]

Fakt #2 über Panerai: Gewaltige Fangemeinde

Der Kultfaktor der bulligen Zeitmesser ist so groß, dass innerhalb weniger Jahre eine gewaltige Fangemeinde herangewachsen ist. Ihre Mitglieder nennen sich in Anlehnung an den Markennamen „Paneristi“. Sie betreiben Websites in verschiedenen Sprachen, tauschen sich auf Treffen und in Internetforen aus und organisieren Uhren- und Zubehörbörsen.

Fakt #3 über Panerai: Vom Radiomir- zum Luminor-Modell

Der Übergang vom Radiomir- zum Luminor-Modell ging keinesfalls in einem Zuge. Vielmehr wurden um 1940 zunächst die schmalen Drahtanstöße des Radiomir-Gehäuses vom Luminor-System abgelöst und die Krone nahm im Durchmesser zu. Dieses „Übergangsgehäuse “ findet sich heute bei der Radiomir 1940. Heute zählt Panerai neun verschiedene Gehäuseformen. Es sind alles Weiterentwicklungen aus den beiden Urtypen Radiomir und Luminor.

Panerai Radiomir Pam600
Die Radiomir 1940 Minute Repeater Carillon Tourbillon GMT mit doppelter Minutenrepetition, zweiter Zeitzone und Tourbillon

Fakt #4 über Panerai: Hauseigenes Kaliber

Im Jahr 2002 eröffnete die Marke ihre eigene Manufaktur im schweizerischen Neuchâtel. Zeitgleich begann die Entwicklung des ersten hauseigenen Uhrwerks. Drei Jahre später war es dann so weit: Panerai präsentierte das Kaliber P.2002. Es ist ein Handaufzugswerk mit zweiter Zeitzone, acht Tagen Gangreserve und kleiner Sekunde. Zusätzlich ist eine Sekundenrückstellung eingebaut. Es war von dem Angelus-Werk inspiriert, das in den Panerai-Modellen der 1940er-Jahre tickte.

Im Innern der Radiomir 8 Days GMT Oro Rosso 45mm tickt das Handaufzugskaliber P.2002
Panerai-Handaufzugskaliber P.2002

Fakt #5 über Panerai: Strenge Limitierung

Im 20. Jahrhundert, bis die Marke 1993 nicht mehr ausschließlich an die italienische Marine verkaufen durfte, wurden lediglich rund 600 Uhren gebaut. Diese Tradition der Limitierung setzt die Marke bis heute fort. So gibt es zwar auch unbegrenzt erhältliche Zeitmesser, die meisten in der Kollektion werden jedoch nur in kleinen Stückzahlen angeboten.

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