5 Fakten über Rolex

Was wissen Sie über Rolex?

 Redaktion
von Redaktion
am 17. Mai 2017

Rolex ist die bekannteste und erfolgreichste Uhrenmarke. Eine Rolex gilt als Statussymbol; man findet sie an den Handgelenken von Uhrenkennern und Sammlern genauso wie an den Armen von Menschen, denen eine einzige gute Uhr fürs Leben reicht. Aber kennen Sie sich wirklich aus? Wir präsentieren fünf Fakten über Rolex, die sogar manch einen Uhrenkenner überraschen werden. Hätten Sie’s gewusst?

Rolex: Werkefertigung, Biel
Rolex: Werkfertigung in Biel

Fakt #1 über Rolex: Extreme Widerstandsfähigkeit

Rolex war Pionier der Armbanduhr, den Durchbruch brachte aber die Oyster mit ihrem Konzept der Wasserdichtheit. 1927 trug die Londoner Schwimmerin Mercedes Gleitze bei ihrem Versuch, den Ärmelkanal schwimmend zu durchqueren, eine wasserdichte, goldene Rolex-Uhr an einem Halsband. Und obwohl Mercedes Gleitze den Versuch nach über zehn Stunden im eiskalten Wasser abbrechen musste, hatte die Uhr dennoch ihren Test bestanden. Hans Wilsdorf buchte die gesamte Titelseite der Daily Mail am 24. November 1927 als Anzeige für »die Uhr, die den Elementen trotzte«. Die Kampagne der Kanaldurchquerung verschaffte Rolex den Durchbruch und die Firma sucht weiterhin die Partnerschaft mit extremen sportlichen Leistungen. Für die Erstbesteigung des Mount Everest im Jahre 1953 entwickelte Rolex das Uhrenmodell Explorer, das Temperaturunterschiede von bis zu 70 Grad verkraftete. Die neueste Explorer-Auflage ist zur Baselworld 2016 erschienen, mehr dazu hier.

Rolex: Oyster Perpetual Explorer
Rolex: Oyster Perpetual Explorer

Am 23. Januar 1960 tauchte ein am Bathyscaph von Jacques Piccard befestigtes Rolex-Sondermodell 10.916 Meter tief in den Marianengraben. Die Uhr, in einem extrem massiven Gehäuse mit halbkugelförmigem Glas, war dabei auf ihrer Oberfläche dem Druck von einer Tonne ausgesetzt. Anlässlich der Tauchfahrt des US- Filmers James Cameron hatte Rolex 2012 die 51,4 Millimeter große und 28,5 Millimeter dicke Deepsea Challenge (unverkäufliche Spezialuhr, von der vier Exemplare für den Tauchgang gebaut wurden) entwickelt.

Rolex Deepsea Challenge, 2012
Rolex Deepsea Challenge, 2012

Fakt #2 über Rolex: Weitreichende Innovationen

Der von Rolex entwickelte Selbstaufzug machte im Jahr 1931 aus der Oyster eine Oyster Perpetual. Nach Ablauf der Patente entwickelte sich der frei drehende, beidseitig aufziehende Rotor, der die Bewegung des Uhrenträgers nutzt, um über einen Gleichrichter die Aufzugsfeder zu spannen, zum Industriestandard. 14 Jahre später kommt mit der Datejust das augenblicklich um Mitternacht springende Datum in einem Fenster auf dem Zifferblatt bei drei Uhr hinzu.

Rolex: Datejust, Referenz 4467 von 1945
Rolex: Datejust, Referenz 4467 von 1945

Die 1953 lancierte Submariner gilt bis heute als Taucheruhr schlechthin und ist durch das später entwickelte Dreifachdichtungssystem »Triplock« bis 300 Meter wasserdicht.

Rolex: Submariner Referenz 1204 (1953)
1953: Submariner Referenz 6204. Eine ähnliche Uhr kostete 2009 bei Antiquorum 30.000 CHF

Fakt #3 über Rolex: Unabhängigkeit

Werke, Gehäuse, Zifferblätter, Zeiger: Rolex macht alles selbst. Angesichts der hohen Stückzahlen sind viele Fertigungsschritte automatisiert. Rolex beherrscht die hohe Kunst, eine gleichbleibend hohe Qualität für eine sehr große Anzahl an Teilen zu gewährleisten. Rolex stellt auch seine eigenen Goldlegierungen her, beispielsweise „Everose“: ein Roségold, das seine rötliche Farbe auch nach langer Zeit nicht verlieren soll.

Bei Rolex in Biel
Bei Rolex in Biel: Hier entstehen die Werke

Das Unternehmen gilt als größter Goldverarbeiter der Schweiz. Die meisten Produktionsstätten liegen in und um Genf, nur die Werkteile und Werke selbst entstehen in Biel. Auch wirtschaftlich ist Rolex unabhängig und nicht in die Struktur einer Gruppe eingebunden. Die Marke gehört einer Stiftung, der 1944 von Rolex-Gründer Hans Wilsdorf ins Leben gerufenen “Fondation Hans Wilsdorf”.

Fakt #4 über Rolex: Uhren für die Ewigkeit

Rolex verzichtet auf die Herstellung komplizierter Uhren mit Tourbillon oder Minutenrepetition. Das Unternehmen konzentriert sich auf hochpräzise, zuverlässige, langlebige Uhren für den alltäglichen Gebrauch, deren zeitloses Design sich keinerlei kurzfristigen Moden unterwirft.

Rolex: Submariner Date
Rolex: Submariner Date

So hat sich auch das Design der Submariner, die seit 1953 auf dem Markt ist, nur wenig verändert. Für viele ist sie die erste Rolex und der Taucheruhren-Klassiker schlechthin.

Die neue Rolex Oyster Perpetual Datejust 41 in Edelstahl mit Weißgold-Lünette
Die auf der Baselworld 2017 vorgestellte Rolex Oyster Perpetual Datejust 41 in Edelstahl mit Weißgold-Lünette

Als perfekte Alltagsuhr gilt die Datejust, und das schon – nur geringfügig verändert – seit 1945. Der Rolex-Klassiker ist wasserdicht, selbstaufziehend, chronometergenau und mit Datumsanzeige ausgestattet.

Fakt #5 über Rolex: Berühmte Rolex-Träger

Rolex steht in enger Beziehung zu einigen echten Berühmtheiten. Die bekannteste Verbindung ist vermutlich jene zum fiktiven Charakter James Bond. Die Meinungen der Rolex-Sammler gehen auseinander, wann welches Rolex-Modell in welchem Film erschien.

Im ersten James-Bond-Kinofilm (1962) trug der berühmte Agent eine Rolex Submariner. Unter Sammlern wird die Referenz 6538 deshalb bis heute "James Bond Sub" genannt.
Im ersten James-Bond-Kinofilm (1962) trug der berühmte Agent eine Rolex Submariner. Unter Sammlern wird die Referenz 6538 deshalb bis heute “James Bond Sub” genannt.

Ian Fleming selbst, der Autor der Originalbücher, erwähnt nur in einem der 14 Bände eine Rolex Oyster Perpetual, in den anderen Büchern wird lediglich die Marke genannt. Aber es gibt noch weitere Rolex-Uhren, die von Persönlichkeiten getragen wurden und bei Sammlern entsprechend begehrt sind. Dazu gehört zum Beispiel die “Paul Newman Daytona”. Ihre Besonderheit zeigt sich mit dem Zifferblatt: Ein schwarz-weißes Rund, das manchmal auch rote Akzente aufweist. Wie so häufig bei Kultuhren ist der Ursprung der berühmten Verbindung nicht zweifelsfrei zu bestimmen. Ein weiterer Kultschauspieler und Rennfahrer, der mit Rolex in Verbindung gebracht wird, ist Steve McQueen. McQueens Name wird häufig mit dem Modell 1655 Explorer II verbunden – das Originalmodell mit dem großen orangefarbenen Zeiger. Allerdings scheint es keine Bilder von ihm mit dieser Uhr zu geben. Stattdessen zeigt ihn ein Foto, auf dem er die Referenz 5512 ohne Datum trägt: eine Chronometer-zertifizierter Submariner.

Das schwarze Zifferblatt und die Position der Diamantindexe machen die Rolex 6062 "Bao Dai" zum Unikat
Das schwarze Zifferblatt und die Position der Diamantindexe machen die Rolex 6062 “Bao Dai” zum Unikat

Die im Mai 2017 bei Phillips in Genf versteigerte Rolex 6062 hat einen Rekord aufgestellt: Sie ist mit einem Preis von rund 5,07 Millionen Schweizer Franken die teuerste je versteigerte Rolex. Dass die Bieter bis in diese Preissphäre mitgingen, hat zwei Gründe: Zum einen ist das Modell das komplizierteste je in einem Oyster-Gehäuse erschienene und mit der Kombination aus schwarzem Zifferblatt und Diamantindexen auf den geraden Stunden ein Unikat. Zum anderen gehörte die Uhr einst Bao Dai, keinem Geringerem als dem letzten Kaiser von Vietnam. Weitere Informationen über die teuerste Rolex finden Sie hier.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im Januar 2015.

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