3 Fragen an Ulrich W. Herzog – Baselworld 2015

Das UHREN-MAGAZIN spricht mit dem Präsident und Mitinhaber von Oris

Thomas Wanka
von Thomas Wanka
am 25. März 2015

Auf der weltgrößten Uhren- und Schmuckmesse Baselworld präsentieren zahlreiche Uhrenmarken ihre Pläne für das neue Jahr. Thomas Wanka, Chefredakteur UHREN-MAGAZIN, hat nachgefragt, was Oris für 2015 plant und dazu mit Ulrich W. Herzog, dem Präsident und Mitinhaber der Marke, gesprochen.

Präsident und Mitinhaber von Oris: Ulrich W. Herzog
Präsident und Mitinhaber von Oris: Ulrich W. Herzog

UHREN-MAGAZIN: Wie stellt sich das Unternehmen Oris im Jahr 111 seines Bestehens auf?
Ulrich W. Herzog: Wir waren von jeher ein Unternehmen, das darauf spezialisiert war, durch industrialisierte Herstellungsverfahren preiswerte Uhren zu fertigen. Während die Genfer Uhren für Adelige herstellten, bauten wir Wecker für Menschen, die morgens rechtzeitig aufstehen müssen. Und das ist heute nicht viel anders: real watches for real people. Seit 1985 haben wir uns auf Mechanik konzentriert, ohne eigene Werke, aber immer mit eigenen mechanischen Modulen wie Zeigerdatum, Tiefenmessern, Höhenmessern und vielem mehr. Das Kaliber 110 mit der nicht-linearen Anzeige seiner zehntägigen Gangreserve war ein wichtiger Schritt. Das haben wir bei uns entwickelt. Jetzt gehen wir mit dem Kaliber 111 mit vergrößertem Datum den nächsten Schritt.

Oris: Manufakturkaliber 111
Oris: Manufakturkaliber 111

Sie nennen es aber nicht Manufakturwerk?
Das ist immer eine Frage der Definition. Ich kenne die Anforderungen einer industriellen Produktion und weiß, was dahinter steckt. Wir haben das Werk entwickelt und vergeben die Aufträge an über 20 spezialisierte Betriebe im Jurabogen von Genf bis Hölstein. Wir haben die Werkzeuge bezahlt und niemand anderes hat Zugriff auf unsere Komponenten. Er könnte ja auch nichts damit anfangen. Es ist unser Werk und wir sind stolz, dass wir dies zusammen mit den obengenannten hochspezialisierten mikrotechnischen Unternehmungen, die auch für andere angesehene Marken arbeiten, herstellen können. Das neue Kaliber 111 ist unlimitiert und die Uhr kostet in Stahl 4.900 Euro. Es gibt auch eine Goldversion für 13.500 Euro.

Oris: Williams Chronograph
Oris: Williams Chronograph

Oris wird also nicht zur Manufakturmarke?
Nein, wir machen real watches for real people. Zum Beispiel haben wir 1970 den ersten Chronoris-Chronographen mit einem Dubois-Dépraz-Modul vorgestellt. Und mit dem Williams-F1-Team verbindet uns seit 2003 eine ununterbrochene Partnerschaft. Uns verbindet auch, dass es sich mit Frank Williams um ein inhabergeführtes Unternehmen handelt. Es ist daher an der Zeit, wieder eine Williams-Uhr zu bringen. Auf Basis von Sellitawerken haben wir das Design weiterentwickelt, die Bandanstöße erinnern jetzt an die Nase des letzten Williams F1-Fahrzeugs. Die Uhr mit drei Zeigern und Datums- und Tagesanzeige kostet 1.150 Euro mit Kautschukband und 1.330 Euro mit Stahlband. Der Chronograph kostet 2.600 Euro mit Kautschuk und 2.780 Euro mit Stahlarmband. Diese Uhren stellen die Fähigkeit von Oris bezüglich Preis-Leistung unter Beweis.

UHREN-MAGAZIN: Herr Herzog, herzlichen Dank für das Gespräch.

Leseprobe: Erster Test der neuen Rolex Daytona

Wer die neue Rolex Daytona in Stahl haben möchte, muss geduldig sein: Noch während die Uhr im Frühjahr 2016 auf der Baselworld präsentiert wurde, gingen zahlreiche Bestellungen ein, nun ist die Warteliste lang. Die Chronos hat eines der ersten in Deutschland ausgelieferten Exemplare ergattert und getestet. Lohnt sich das Warten auf die derzeit … » weiterlesen

Das könnte Sie auch interessieren:

Weitere Artikel zu diesem Thema:

Immer informiert bleiben

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an und bleiben Sie immer am Puls der Zeitmesser.

Anrede
Vorname
Nachname
E-Mail*
* Pflichtfeld
Die Datenschutzbestimmungen habe ich gelesen und akzeptiere diese.
Special Schweizer Geheimtipps
Special Deutsche Uhrenmarken

Uhren-Datenbank

In der weltweit größten Datenbank finden Sie aktuell 32201 Modelle von 793 Herstellern.

Datenbank-Suche