3 Retro-Uhren schön in Szene gesetzt

Omega, Junghans und Tudor in ungewohnter Pose

Alexander Krupp
von Alexander Krupp
am 18. Mai 2017

Sitzen Sie bequem? Diese Retrouhren tun es in jedem Fall – und zwar auf handgearbeiteten Miniatursesseln des Designmöbelherstellers Vitra. Außer ihrem komfortablen Sitzplatz nehmen die Zeitmesser eine ganz bestimmte Stellung in der Geschichte ein. Denn sie alle verweisen auf historische Gestaltungselemente oder gar auf konkrete Vorbilder.

Retro-Uhr #1: Tudor Heritage Ranger

Tudor: Heritage Ranger
Tudor: Heritage Ranger

Das Vorbild für die aktuelle Tudor Heritage Ranger erschien 1967 – vier Jahre nach dem Laminated Chair von Grete Jalk. Im Gegensatz zu dem verspielten Sitzmöbel berief sich die Uhr auf Funktionalität ohne Schnörkel. Die gut ablesbaren Anzeigen im Originaldesign sind heute in einem 41 Millimeter großen Edelstahlgehäuse untergebracht und werden vom Großserienkaliber Eta 2824 angetrieben. Der Preis der Uhr liegt bei 2.650 Euro.

Retro-Uhr #2: Omega Speedmaster Mark II

Omega: Speedmaster Mark II
Omega: Speedmaster Mark II

Die Speedmaster Mark II ist zwar kein Vertreter der Pop-Art wie der Stuhl La Mamma von Gaetano Pesce, hat ihre Wurzeln aber im selben Jahr: 1969 hatte Omega das Modell als besonders funktionalen und dabei zeitgemäß designten Alltagszeitmesser lanciert, der auch professionellen Ansprüchen standhielt. Heute ist die Uhr mit 42,4 Millimetern genauso groß wie damals, aber noch leistungsfähiger: Hinzu kamen ein Datum, Leuchtmasse auf der Tachymeterskala und ein noch besseres Werk in Gestalt eines stark modifizierten Eta-Valjoux 7750. Dabei blieb das Design fast vollständig unangetastet – besser kann man eine Retrouhr nicht machen. Kostenpunkt: 5.200 Euro.

Retro-Uhr #3: Junghans Meister Telemeter

Junghans: Meister Telemeter
Junghans: Meister Telemeter

Der Stuhl DSW von Charles & Ray Eames ist ein Jahr älter als das Vorbild für die heutige Meister Telemeter: 1951 hatte Junghans einen Zeitnehmer mit dem hauseigenen Schaltrad-Handaufzugskaliber J88 lanciert – bereits damals mit Tachy- und Telemeterskalen am Zifferblattrand, die beim Ermitteln von Durchschnittsgeschwindigkeiten und Entfernungen halfen. In der 40,8 Millimeter großen Neuauflage tickt ein Eta 2892 mit Dubois-Dépraz-Chronographenmodul, das sich im Gegensatz zum damaligen Uhrwerk durch einen Glasboden betrachten lässt. An die fünfziger Jahre erinnert die Meister Telemeter nicht nur durch ihr Zifferblattdesign, sondern auch durch das hoch gewölbte Plexiglas, das heute eine extrem kratzfeste Beschichtung trägt. Sie kostet 1.990 Euro. ak

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