5 Qualitätssiegel für Uhren: Das Patek-Philippe-Siegel

Umfassendes Qualitätsversprechen

 Redaktion
von Redaktion
am 15. August 2016

Was verspricht das Patek-Philippe-Siegel? Mehr über das Gütesiegel und 3 Qualitätsversprechen, die für jede damit ausgezeichnete Uhr gelten, finden Sie in diesem Artikel.

Patek Philippe: Grande Complication Referenz 5140
Die Grande Complication Referenz 5140, eine Neuvorstellung von 2016, trägt das hauseigene Siegel von Patek Philippe

Nach vielen Jahren gemeinsamer Geschichte trennen sich im Jahr 2009 die Wege zwischen dem Genfer Siegel und der angesehensten Genfer Manufaktur. Patek Philippe unterwirft seine Uhren seither eigenen strengen Regeln. Mit der Einführung des Patek-Philippe-Siegels im Frühjahr 2009 verabschiedet sich die Genfer Manufaktur nach über 100 Jahren von der Genfer Punze und führt seither ihr eigenes Qualitätssiegel. Die Regeln dieses Siegels gelten dabei für sämtliche mechanischen Uhren der Manufaktur, ungeachtet deren Komplikationsgrades. Das Patek-Philippe-Siegel bezieht sich nicht nur auf die Uhrwerke, sondern beurteilt die Uhren als Ganzes. Dazu gehören auch Ausstattungsteile (Gehäuse, Zifferblätter, Zeiger, Drücker, Armbandstege und so weiter) sowie die ästhetischen und funktionalen Aspekte der fertigen Zeitmesser.

Patek-Philippe-Siegel: Auf Dauer ausgelegt, erstes Gütesiegel für den Service der Uhr auf Lebenszeit
Patek-Philippe-Siegel: Auf Dauer ausgelegt, erstes Gütesiegel für den Service der Uhr auf Lebenszeit

Qualitätsversprechen #1: Ganggenauigkeit

Stichwort Zeitmesser: Die Ganggenauigkeit einer Patek-Philippe-Uhr wird während mehrerer Etappen der Produktion kontrolliert, erst für das Uhrwerk allein und dann auch in eingeschaltem Zustand. Die Endkontrolle der mittleren Ganggenauigkeit erfolgt auf einem Tragsimulator und muss folgende Präzisionsnormen erfüllen: Für Kaliber mit einem Durchmesser von 20 Millimetern und mehr muss sich die Ganggenauigkeit im Bereich von minus drei bis plus zwei Sekunden je Tag bewegen. Für Kaliber mit einem Durchmesser von unter 20 Millimetern liegt die nötige Ganggenauigkeit im Bereich von minus fünf bis plus vier Sekunden am Tag. Bei Uhren mit Tourbillon muss sich die Ganggenauigkeit im Bereich von minus zwei bis plus eine Sekunde pro Tag bewegen.

Trägt das Patek-Philippe-Siegel: Weltzeit-Chronograph, Referenz 5930G, vorgestellt auf der Baselworld 2016
Trägt das Patek-Philippe-Siegel: Weltzeit-Chronograph, Referenz 5930G, vorgestellt auf der Baselworld 2016

Bei letzteren dürfen die größten einzelnen Abweichungen in den sechs Kontroll-Lagen der Uhr und die mittlere Abweichung höchstens vier Sekunden pro Tag betragen. Die Ganggenauigkeit von Tourbillons wird durch einen individuellen Gangschein bestätigt, der mit der Uhr ausgeliefert wird.

Qualitätsversprechen #2: Gehäuseverarbeitung und Wasserdichtheit

Die Qualitätsanforderungen gelten für alle Ausstattungsteile, insbesondere die Gehäuse. So zum Beispiel auch für die Gehäusefertigung im traditionellen Kaltformverfahren, bei dem massive Metallbarren unter tonnenschwerem Druck in die gewünschte Gehäuseform gepresst werden. Die hierfür verwendeten Gesenke bestehen aus Matrizen und Stempeln, die im eigenen Werkzeugatelier auf Tausendstel Millimeter genau aus extrahartem Werkzeugstahl gefertigt werden. Genauso minutiös verlaufen auch die weiteren Schritte der Gehäusefertigung wie die manuellen Feinarbeiten und das wiederholte Ausmessen. Am Schluss wird jedes Gehäuse von Hand poliert. Dies erfordert zwei Stunden konzentriertes Arbeiten für ein einfaches Stahlgehäuse und bis zu sechs Stunden für ein komplexes Platingehäuse. Die Prüfung der Wasserdichtheit erfolgt sowohl an der Luft unter Überdruck als auch im Wasser, wobei die Uhr je nach vorgesehener Wasserdichtheit einem Druck von drei bis zwölf bar ausgesetzt wird.

Patek Philippe: Logo des Siegels
Patek Philippe: Logo des Siegels

Stellt sich die Frage, wer die Einhaltung der Kriterien dieses Siegels kontrolliert. Patek Philippe installiert hierfür verschiedene, innerhalb der Organisation voneinander unabhängige Organe der Selbstkontrolle: Das »Comité du Poinçon Patek Philippe« definiert die Regeln für das Siegel und passt das Regelwerk strategisch den technischen Weiterentwicklungen an. Das Gremium besteht aus den zwei Subkomitees: Das »Comité Technique« ist zuständig für technische Fragen und das »Comité Esthétique« für die ästhetischen Aspekte.

Die Einhaltung der Regeln des Patek-Philippe-Siegels soll in allen Arbeitsabläufen kontinuierlich überwacht werden. Diese Aufgaben obliegen der »Commission de surveillance« (Überwachungskommission) als Exekutivinstanz, die personell unabhängig vom Comité du Poinçon Patek Philippe besetzt ist. Sie ist täglich im Einsatz und berichtet dem Comité du Poinçon Patek Philippe. Als oberste Instanz fungiert der Präsident der Manufaktur in seiner Funktion als Garant des Patek-Philippe-Siegels.

Qualitätsversprechen #3: Service auf Lebenszeit

Das Patek Philippe Siegel definiert die Qualitätsanforderungen von Produktionsbeginn bis zur Auslieferung und gilt als erstes Gütesiegel der Uhrenindustrie auch für den Service auf Lebenszeit. Patek Philippe garantiert den Service, die Wartung und Restauration für alle Patek-Philippe-Uhren, die seit der Firmengründung im Jahr 1839 hergestellt worden sind.

Welche Qualitätssiegel für Uhren gibt es noch?

Neben dem Patek-Philippe-Siegel gibt es noch die Genfer Punze, auch Genfer Siegel genannt, die Chronometer-Prüfung, das METAS-Zertifikat von Omega und die Qualité Fleurier.

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