5 spannende Multifunktionsuhren von Omega, Breitling & Co.

Digitale Profis für Astronauten, Jetpiloten, Bergsteiger, Profi-Segler und Mountainbiker

Jens Koch
von Jens Koch
am 6. September 2016

Manchmal reicht eine mechanische Uhr für bestimmte Einsätze oder Zwecke einfach nicht aus. Nicht jeder bestreitet eine Weltraummission, überquert die Alpen oder startet mit einer einmotorigen Cessna durch. Doch es ist gut zu wissen, dass diese Uhren die richtigen Begleiter für jedes Abenteuer sein könnten. Sie ticken nicht, sie verzichten auf Zahnräder und andere typische Bestandteile einer mechanischen Uhr. Dafür überzeugen sie mit einer geballten Ladung Hightech. Wir stellen die 5 spannendsten Multifunktionsuhren vor.

Multifunktionsuhr #1: Omega Speedmaster Skywalker X-33

Omega Speedmaster Skywalker X-33
Omega Speedmaster Skywalker X-33

Eine Reise in den Weltraum wird für die meisten von uns ein Wunschtraum bleiben. Für den Deutschen Geophysiker Alexander Gerst hat er sich erfüllt: Der ESA-Astronaut hatte seinen ersten Einsatz 2014 auf der Raumstation ISS. Er führte fast ein halbes Jahr lang Experimente durch und fotografierte die Erde auf faszinierende Weise. Auf Bildern sieht man Gerst mit der Omega Speedmaster Skywalker X-33 durch die ISS schweben: Die Uhr steht in der Nachfolge der Multifunktionsuhr Speedmaster X-33 und der Speedmaster Professional Moonwatch. Letztere war bei allen bemannten Mondlandungen dabei. Die Skywalker wurde speziell für Astronauten entwickelt. Neben der analogen Zeitanzeige über Zeiger kann man auf dem Digitaldisplay drei verschiedene Zeitzonen, drei Alarme, Chronograph, Countdown, Datum, Mission Elapsed Time (MET) und Phase Elapsed Time (PET) ablesen. Das Gehäuse besteht aus leichtem Titan Grade 2 und misst 45 Millimeter. Gerst trug die Uhr übrigens vor seinen amerikanischen Kollegen: Denn während die europäische Weltraumbehörde ESA die Uhr schon getestet und zertifiziert hat, ist dieser Prozess bei der NASA noch nicht abgeschlossen. Daheimgebliebene müssen zwar auf die Schwerelosigkeit verzichten, können sich aber die Omega Skywalker X-33 mit Saphirglas und einseitig drehbarer Lünette für 4.900 Euro umschnallen.

Multifunktionsuhr #2: Breitling Cockpit B50

Breitling Cockpit B50
Breitling Cockpit B50 im Titangehäuse mit Titanband

Wer abheben will, aber innerhalb der Luftschicht, die die Erde umgibt, bleibt, sollte sich die neue Cockpit B50 von Breitling ansehen. Breitling hat eine lange Tradition bei der Entwicklung von Fliegeruhren, und es gehören auch immer wieder Multifunktionsuhren dazu. Am berühmtesten wurde wohl die Emergency, die mit ihrem eingebauten Notrufsender schon zahlreichen abgestürzten oder in Seenot geratenen Menschen das Leben rettete. Das Modell wurde 2013 überarbeitet und auf den neuesten Batterie- und Senderstandard gebracht. Nun legt Breitling mit der Cockpit B50 und ihrem neu entwickelten temperaturkompensierten und chronometerzertifizierten Quarzwerk B50 nach. Die Uhr verfügt über Zeiger mit Leuchtmasse für die Zeit und LCD-Anzeigen für die Funktionen Chronograph, Countdown, zwei Alarme und eine zweite Zeitzone. Mit einem Druck lassen sich die Zeitzonen zwischen der Digitalanzeige und der Analoganzeige austauschen. Man kann auch die Geschwindigkeit anzeigen lassen, wenn man stoppt, wie lange man für eine Distanz benötigt. Besonders hilfreich finden Piloten die Flugzeitenmessung. Dabei muss beim Start und bei der Landung nur ein Drücker betätigt werden. Start-, Lande- und Flugzeit werden gespeichert und können später bequem ausgelesen sowie ins Bord- und Flugbuch übertragen werden. Ein doppelter Druck auf die Krone bringt die Zeiger aus dem Sichtfeld der Digitalanzeige. Dreht der Träger das Handgelenk, um die Uhr abzulesen, schaltet sich automatisch die Hintergrundbeleuchtung ein. Der ebenfalls neu konstruierte Miniakku lässt sich per Kabel über das Stromnetz oder den USB-Anschluss eines Computers aufladen. Im 46-Millimeter-Titangehäuse und mit Titanband kostet die Cockpit B50 6.470 Euro, mit Kautschukband 5.770 Euro. Die beidseitig drehbare Lünette mit Gradeinteilung hilft beim Navigieren.

Multifunktionsuhr #3: Tissot T-Touch Expert Solar

Tisson T-Touch Expert Solar
Tissot T-Touch Expert Solar mit kratzfestem Saphirglas und Silikonband

Auch auf der Erde gibt es einiges zu entdecken und zu erobern. Sogar ganz in der Nähe: Wer die höchsten Gipfel der Alpen besteigen möchte, braucht Ausdauer, Klettertechnik, Erfahrung und die richtige Ausrüstung. Dazu gehört auch eine Uhr mit barometrischem Höhenmesser wie die neue Tissot 1999 eine echte Sensation. Seitdem wächst die Fangemeinde stetig, und aus der T-Touch wurde eine umfangreiche Kollektion mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Nun hat Tissot noch einmal nachgelegt und präsentiert die ersten solarbetriebenen Modelle der Reihe. So geht der Strom nie aus, denn schon 16 Minuten Sonne reichen für den täglichen Betrieb aus. Voll aufgeladen läuft die Uhr selbst im Dunkeln noch ein Jahr weiter. Die markante T-Touch Expert Solar im leichten Titangehäuse mit 45 Millimetern Durchmesser bietet eine Weltzeitanzeige, einen Chronographen mit Logbuch-Funktion und einen Countdown, bei dem am Ende der Chronograph gestartet wird. In den Bergen hilft die Barometerfunktion mit Anzeige der Höhe und Höhendifferenz und der integrierte elektronische Kompass. Wird er aufgerufen, weist der Minutenzeiger nach Norden. Der programmierbare Azimut erleichtert die Navigation: Gibt man eine Marschrichtung als dreistellige Gradzahl ein, kann man jederzeit auf der Uhr ablesen, ob man noch in der richtigen Richtung unterwegs ist. Alle Funktionen werden über Berührungen des Deckglases aktiviert und gesteuert. Die Multifunktionsuhr verfügt über ein kratzfestes Saphirglas und eignet sich zum Schwimmen, da sie bis zu einem Druck von zehn Bar wasserdicht ist. Mit Silikonband kostet die Outdoor-Uhr 940 Euro.

Multifunktionsuhr #4: TAG Heuer Aquaracer 72

TAG Heuer Aquaracer 72
TAG Heuer Aquaracer 72

Wasser hat keine Balken, sagt ein Sprichwort. Noch gefährlicher wird es, wenn man mit den schnellsten und leichtesten Booten, die es gibt, am Limit segelt: Die Katamarane der Klasse AC 72 sind 22 Meter lang und werden von elf Seglern gefahren. Mit dem 40 Meter hohen Segel werden Geschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern erreicht. Gesegelt wird diese Klasse beim America’s Cup, der Formel-1 der Segler. Zusammen mit dem Oracle Team USA, das den letzten America’s Cup gewonnen hat, entwickelte TAG Heuer die Aquaracer 72, und hat sich damit in den Bereich der Instrumente für Profis vorgewagt. Die Uhr kann Daten von Sensoren, die auf dem Boot verteilt sind, darstellen und zeigt so Windrichtung, Windstärke, Segeldruck, Kurs zum Wind und Geschwindigkeit des Bootes an. Zudem kann sich jedes Crew-Mitglied die Daten auswählen, die es gerade für seine Aufgabe benötigt. Alle Daten werden in Echtzeit aktualisiert, da oft eine schnelle Reaktion auf den Wind erforderlich ist. Dank der 51 Millimeter großen, kontraststarken LCD-Anzeige lassen sich die Werte auf einen Blick ablesen. Die Uhr wiegt nur 108 Gramm und hält Schläge bis zum 5000-Fachen der Erdbeschleunigung aus. Lediglich 50 Stück werden gebaut, keine davon ist für den Verkauf bestimmt. TAG Heuer möchte aber zukünftig auch in anderen Sportarten Profiteams mit ähnlichen Instrumenten ausrüsten.

Multifunktionsuhr #5: Casio WSD F-10

Outdoor-Smartwatch: Casio WSD F-10
Outdoor-Smartwatch: Casio WSD F-10

Der Alpencross, also die Überquerung der Alpen, ist das Highlight für jeden Mountainbiker. Neben der körperlichen Verfassung, muss natürlich die Planung und somit auch die Ausrüstung stimmen. Denn viel Gepäck kann mit dem Rad nicht transportiert werden. Die neue WSD F-10 von Casio, die mit einem Android-Smartphone verbunden werden kann (mit iOS sind nicht alle Funktionen nutzbar), ist hier der perfekte Begleiter. Denn sie liefert zahlreiche nützliche Funktionen für solch ein Abenteuer: Kompass, Höhenmeter, Barometer, Anzeige von Sonnenauf- und -untergang, Gezeiten sowie einer Aktivitätsanzeige. Letztere ist ausgelegt fürs Laufen, Joggen, Auto- und Radfahren und gibt neben den Zeiten auch die Schrittzahl sowie die verbrannten Kalorien an. Integriert sind Casio-eigene Apps fürs Trekking, Laufen und Radfahren sowie Angeln – wer sich unterwegs sein Essen selbst beschaffen möchte. Darüber hinaus unterstützt die WSD F-10 weitere Apps und Dienste von Google, einschließlich Gmail, Google Voice Search, Google Maps, Google Fit und Wetterprognosen. Das Display reagiert auf Berührung. Über einem Farb-LCD, das für die Messinformationen und Apps genutzt wird, befindet sich ein monochromes LCD. Letzteres aktiviert sich, sobald das Farb-LCD ausgeht. Es zeigt die Uhrzeit an, ist stromsparend und lässt sich sogar in der Sonne gut ablesen. Die Outdoor-Uhr ist bis 50 Meter wasserdicht sowie stoß- und vibrationssicher. Merkmale, die beim Alpencross unerlässlich sind. Selbst das bei sechs Uhr untergebrachte Mikrofon, mit dem man unter anderem Nachrichten und E-Mails diktieren kann, funktioniert auch bei nassen oder schlammigen Bedingungen. Der Akku der WSD F-10 reicht locker bis zur nächsten Unterkunft: Unabhängig von der Nutzung ist die Uhr bis zu zwei Tage lang einsatzbereit. Die Outdoor-Uhr kostet inklusive Netzteil und Ladegerät 499 Euro.

Rolex: Oyster Perpetual Yacht-Master II | Baselworld 2017 [Update: Wristshot + Video]

Rolex zeigt zur Baselworld 2017 die Oyster Perpetual Yacht-Master II mit einem überarbeiteten Zifferblatt. Erstmals erhält die Regatta-Uhr die für Rolex typischen Mercedes-Zeiger. Hinzu kommen eine dreieckige Stundenmarkierung auf der Zwölf-Uhr-Position und eine rechteckige Stundenmarkierung bei der Sechs-Uhr-Position. Bisher besaß die … » weiterlesen

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