Aerowatch: Keine Kapriolen

Dorea Dauner
von Dorea Dauner
am 20. September 2009
Dem Trend entsprechend sitzt die Grand Mécanique am braunen Band mit Krokooptik
Dem Trend entsprechend sitzt die Grand Mécanique am braunen Band in Krokooptik

Keine Kapriolen, sondern ganz funktional und praktisch soll’s bleiben – die Produktpolitik bei Aerowatch orientiert sich mehr am Bodenständigen als an High-End-Produkten mit möglichst vielen technischen Finessen: Eine Uhr hat die Zeit anzuzeigen und dabei hübsch für’s Auge zu sein – und das kann die Grand Mécanique Renaissance ganz sicher. Mit ihrem weiß lackierten und römisch bezifferten Blatt wird sie eher den konservativen Geschmack treffen als die hippe Avantgarde. Aber der Entwurf ist stimmig. Er lehnt sich an Taschenuhren aus den 1960er-Jahren an. Das passt zum Firmenkonzept, denn Aerowatch baut seit jeher auch Zeitmesser für die Westentasche. Wie beim ETA/Unitas 6498-1 üblich, bleibt die nüchterne Kleine Sekunde für sich, während Stunde und Minute sich unter dem gewölbten Saphirglas mit zwei äußerst filigranen Zeigern schmücken. Insgesamt ist die Uhr für 695 Euro aber keine Zartnatur, immerhin 45 Millimeter misst das Gehäuse aus Edelstahl, das bis zu einem Druck von fünf bar wasserdicht bleibt. Der transparente Boden tut auch rückseitig den Augen Gutes: Dahinter arbeitet eine von Hand guillochierte Version des ETA/Unitas-Kalibers mit gebläuten Schrauben. dd

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