Audemars Piguet: Royal Oak Concept Supersonnerie – SIHH 2016

Titanuhr mit Tourbillon und Chronographen

Thomas Wanka
von Thomas Wanka
am 2. Februar 2016

Nur wenigen Eingeweihten war es im letzten Jahr vergönnt, im eigens eingerichteten Akustikstudio bei Audemars Piguet dem Klang der damaligen Konzept-Uhr Royal Oak Concept RD#1 zu lauschen. Das Ergebnis achtjähriger Arbeit in Forschung und Entwicklung beeindruckte mit einem sauberen, klaren und vor allem voluminösen Klang, für den es der lärmgedämmten Umgebung gar nicht bedurft hätte.

Audemars Piguet: Royal Oak Concept Supersonnerie
Audemars Piguet: Royal Oak Concept Supersonnerie

Damals äußerte man sich nur zurückhaltend, wann eine kommerzielle Version verfügbar sein könnte. Gerade einmal zwölf Monate später ist unter dem Namen Royal Oak Concept Supersonnerie genau dieses Produkt erhältlich. Das beeindruckende Klangergebnis führen die Forscher und Entwickler auf drei Maßnahmen zurück:

  • eine nach wissenschaftlichen Maßstäben berechnete und gefertigte Tonfeder, die es dem Uhrmachermeister erleichtert, den Klang final abzustimmen und den richtigen Ton zu treffen
  • eine neue Gehäusekonstruktion, die weniger Schall schluckt. Dafür schlagen die beiden Tonfedern auf einen separaten Resonanzboden, mit dem sie statt mit der Hauptplatine verbunden sind.
  • ein neu konstruierter Fliehkraftregler, der die Abfolge der Schläge bestimmt. Dieser versieht seinen Dienst nicht nur nahezu unhörbar, sondern sorgt auch dafür, dass bei einer akustischen Zeitindikation ohne dazwischenliegende Viertelstunde keine unschöne Pause auftritt, sondern nach der Stunde sofort die Minuten erklingen.

Eine Kronensperre verhindert, dass während des Abspielens die Uhrzeit verstellt werden kann, was den Mechanismus beschädigen würde.

Aufbau der Royal Oak Concept Supersonnerie von Audemars Piguet: Auf den Gehäuseboden folgen der Resonanzkörper und die Tonfeder.
Aufbau der Royal Oak Concept Supersonnerie von Audemars Piguet: Auf den Gehäuseboden folgen der Resonanzkörper und die Tonfeder.

Das Handaufzugkaliber 2937 ist mit 21.600 Halbschwingungen getaktet und bietet zusätzlich ein Tourbillon und einen Chronographen mit Zentralsekunde und 30-Minuten-Zähler. Die Minutenrepetition wird in einem 44 Millimeter großen Titangehäuse ausgeliefert, das bis zwei Bar wasserdicht ist. Es sitzt an einem Kautschukarmband und wird mit einer Schließe aus Titan am Arm befestigt. Über das skelettierte und schwarz satinierte Zifferblatt kreisen mit nachleuchtendem Superluminova belegte Stunden- und Minutenzeiger. Die Uhr kostet im Handel 589.000 Euro. tw

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