Breitling: Superocean Héritage Chronoworks – Baselworld 2016

Verbessertes Manufakturkaliber

Jens Koch
von Jens Koch
am 18. März 2016

Breitling hat sein Chronographenwerk überarbeitet und feiert den Technikfortschritt mit der auf 100 Exemplare limitierten Superocean Héritage Chronoworks im matten Keramikgehäuse mit 46 Millimeter Durchmesser. Breitlings neue Abteilung Chronoworks hat dabei innovative Lösungen gefunden, um die Leistung des Chronographenwerks zu verbessern. So bestehen die Platine und die Räderwerksbrücken aus der Keramik Bornitrid. Dadurch konnten die Räder ohne Schmierung und Lagersteine direkt in den Brücken drehen. Die Räder selbst wurden im präzisen DRIE-Verfahren aus Silizium hergestellt, das leichte Material hilft viel Energie zu sparen, denn durch die Hemmung werden die Räder ständig abgebremst und beschleunigt. Auch Ankerrad und Anker bestehen nun aus leichtem Silizium die Ankerpaletten aus Rubin konnten entfallen, die Geometrie wurde verfeinert. So erreichten die Techniker, dass die Hemmung 42 Prozent weniger Energie verbraucht.

Breitling Superocean Héritage Chronoworks
Breitling Superocean Héritage Chronoworks

Die Feinregulierung wurde ebenfalls umgestellt, sie erfolgt nun rückerlos durch Goldgewichte am Unruhreif. Zusätzlich ändert das Regulierorgan wie bei einer Bimetallunruh den Trägheitsmoment bei steigender Temperatur. Auch die vertikale Kupplung überarbeitete Breitling: Die elastische Zahnung passt sich den gegenüberliegenden Zähnen an. So soll kein Energieverlust mehr entstehen, egal ob der Chronograph läuft oder nicht. Diese Maßnahmen erlaubten den Einbau einer dünneren Feder, die daher bei gleicher Federhausgröße länger sein konnte. So erreicht das Automatikkaliber Breitling 01 nun 100 statt vorher 70 Stunden Gangautonomie. Das Werk kann durch den Glasboden betrachtet werden. Die Superocean Héritage Chronoworks wird auf der Baselworld 2016 vorgestellt; ihr Preis beträgt 37.295 Euro. jk

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