Bulgari-Chef Jean-Christophe Babin über seine neue Weltrekorduhr – Baselworld 2016

Bulgari Octo Finissimo Minutenrepetition: die flachste Minutenrepetition der Welt

Rüdiger Bucher
von Rüdiger Bucher
am 16. April 2016

Auf der Bulgari, was die Octo Finissimo Minutenrepetition so besonders macht.

Bulgari-CEO Jean-Christophe Babin
Bulgari-CEO Jean-Christophe Babin
[Foto: © david atlan]

Jean-Christophe Babin: “Nachdem wir 2014 mit dem Octo Finissimo Tourbillon das flachste Tourbillon der Welt gebracht haben, bildet die Octo Finissimo Minutenrepetition als flachste Minutenrepetition der Welt nun den nächsten Schritt. Uns ging es aber nicht darum, einen weiteren Rekord aufzustellen, sondern das Know-how, das wir seit Jahrzehnten bei Uhren mit Repetition und Schlagwerk haben, unter Beweis zu stellen und weiterentwickeln. Wir haben eine Minutenrepetition gebaut, die gut klingt und sich zum anderen als Alltagsuhr eignet, denn sie ist bis fünf Bar wasserdicht. Außerdem ist sie sehr elegant und passt zu formeller wie zu legerer Kleidung.

Da man Titan nicht polieren kann, haben wir es sandgestrahlt, was der Oberfläche ein besonderes Aussehen verleiht. Das Design der Uhr lässt nicht darauf schließen, dass es sich um eine große Komplikation handelt. Die klassische Gestaltung einer großen Komplikation mit poliertem Platingehäuse, guillochiertem Zifferblatt und gebläuten Zeigern korrespondiert der Tatsache, dass diese Uhren in der Praxis selten getragen werden – was wirklich schade ist. Demgegenüber wirkt die Octo sehr modern und wirkt auf den ersten Blick wie eine Dreizeigeruhr. Das ist echtes Understatement; für mich ein Meilenstein im Uhrendesign. Und diese große Komplikation wiegt gerade einmal 40 Gramm. Sie haben buchstäblich das Gefühl, nichts am Handgelenk zu tragen, in Wirklichkeit aber tragen Sie sehr viel!

Bulgari Octo Finissimo Minutenrepetition
Bulgari Octo Finissimo Minutenrepetition

Technisch sind wir von der gleichen Plattform ausgegangen wie beim Octo Finissimo Tourbillon. Allerdings hat die Minutenrepetition 50 Prozent mehr Teile, aber die äußeren Maße des Werks sind gleich. Daher mussten wir die Konstruktion komplett überarbeiten. Um einen besonders schönen Klang zu erreichen, mussten wir neben dem Werk auch Gehäuse und Zifferblatt in die Planung mit einbeziehen. Die ultraflache Bauweise ist für eine Minutenrepetition eine besondere Herausforderung, da wir durch das reduzierte Gehäuse a priori keinen großen Resonanzkörper haben. Wegen des Klangs und wegen des Gewichts haben wir uns für Titan als Material entschieden – fürs Gehäuse wie fürs Zifferblatt. Und um den Klang noch besser hörbar zu machen, haben wir die Stundenindexe als schmale Schlitze ausgeführt. Dass wir statt eines Schiebers einen Drücker für die Auslösung der Repetition verwenden, hat vor allem ästhetische Gründe. Der mittig platzierte Drücker integriert sich gut in das eckige, symmetrische Design der Uhr.” buc

 

Download: Test des Omega Seamaster Planet Ocean Chronograph Master Chronometer

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