Die 5 nützlichsten Funktionen einer Smartwatch

Was Casio, Samsung, TAG Heuer & Co. alles bieten

Melissa Gößling
von Melissa Gößling
am 15. April 2017

Wer sich eine Smartwatch kaufen möchte, der hat die Qual der Wahl. Denn der Markt an “smarten Uhren” wächst stetig. Dabei gibt es große Preis- und Designunterschiede. In Sachen Funktionalität bietet der Großteil an Smartwatches jedoch das Gleiche. Die folgenden fünf Beispiele bringen Features mit, die sie von ihren Konkurrenten abheben.

TAG Heuer: Connected Modular 45
TAG Heuer: Connected Modular 45

#1 Flexibles Wechselsystem: TAG Heuer Connected Modular 45

Der Funktionsumfang der Connected Modular 45 von TAG Heuer entspricht dem aktuellen Standard von Smartwatches: Das Betriebssystem Android Wear 2.0 ermöglicht eine Sprachsteuerung, und diverse Apps können nun direkt auf der Uhr gespeichert werden. Zusammen mit integriertem GPS macht es die Connected unabhängiger vom Smartphone. Die üblichen Funktionen wie die Benachrichtigung bei eingehenden Nachrichten und Anrufen, Fitnesstracker (Google Fit o. ä.) und die Musiksteuerung über die Smartwatch sind auch enthalten.

Spannender ist das Äußere der 45 Millimeter großen Uhr. Denn TAG Heuer hat ein Wechselsystem entwickelt, mit dem der Kunde nicht nur Bänder und Bandanstöße austauschen kann, sondern auch den Gehäusekorpus mit dem Connected-Modul gegen einen Korpus mit mechanischem Uhrwerk wechseln kann. Das ist einmalig auf dem Smartwatch-Markt und spricht damit Kunden an, die gerne zwischen einer traditionellen und einer smarten Uhr abwechseln möchten, ohne dabei eine völlig neue Uhr zu tragen. Allerdings wird die Connected Modular 45 damit vergleichsweise teuer: Der Einstiegspreis für eine Modular 45 mit Kautschukband und Bandanstößen sowie Lünette aus Edelstahl liegt bei 1.400 Euro. 5.300 Euro bezahlt man zum Beispiel, wenn die Lünette mit Diamanten besetzt ist und Bandanstöße sowie Armband aus Titan Grad 5 bestehen. 4.000 Euro kostet die Modular 45 mit roségoldener Beschichtung auf Lünette und Bandanstößen sowie einem hellbraunen Lederband. Beim mechanischen Modul kann der Kunde zwischen einem Dreizeiger-Modell (1.600 Euro) und dem TAG Heuer Carrera Calibre Heuer 2 Tourbillon COSC wählen. Letzteres gibt es derzeit im Set mit der Modular 45 mit Titan-Lünette und Titan-Bandanstößen sowie Lederband für 18.500 Euro.

Alpina: Seastrong Horological Smartwatch
Alpina: Seastrong Horological Smartwatch

#2 Erhöhte Wasserdichtheit: Alpina Seastrong Horological Smartwatch

Die Alpina Seastrong Horological Smartwatch ist in puncto Wasserdichtheit ein erfreulicher Ausnahmefall unter den Smartwatches. In der Regel bieten die Marken ihre smarten Uhren mit einer Wasserdichtheit bis maximal fünf Bar an. Das reicht, um die Uhr beim Duschen nicht ablegen zu müssen. Die Seastrong Horological Smartwatch vereint gekonnt die Vorzüge einer (mechanischen) Sportuhr mit den Annehmlichkeiten einer Smartwatch. Das 44 Millimeter große Gehäuse aus Glasfaser bleibt bis zehn Bar dicht und trägt eine einseitig drehbare Lünette mit 60-Minuten-Skalierung. Ihr Kautschukband ist praktisch für sportliche Aktivitäten an Land oder im Wasser.

Die Seastrong Horological Smartwatch informiert über eingehende Anrufe oder Benachrichtigungen, bietet eine Aktivitäts- und Schlaferfassung (Activity Tracker, Get-Active-Alarmsystem, Schlafüberwachung, Schlafzyklusalarm und mehr) und stellt die Uhrzeit beim Wechsel in eine andere Zeitzone selbstständig um. Mit der dazugehörigen App können auf dem Smartphone weitere Funktionen wie eine Weltzeitangabe genutzt werden. Die Anzeigen der smarten Funktionen sind so dezent auf das schwarze Zifferblatt aufgebracht, dass sie nicht stören, wenn man die Seastrong nur als Sportuhr tragen möchte. Ein weiterer Pluspunkt ist der attraktive Preis von 595 Euro. Damit ist die Alpina die günstigste Smartwatch eines traditionellen Uhrenherstellers.

Samsung: Gear S3 Frontier und Classic
Samsung: Gear S3 Frontier und Classic

#3 Drehlünette als Bedienelement: Samsung Gear S3

Smartwatches holen die Apps des Smartphones ans Handgelenk. Ebenso übernehmen die meisten smarten Uhren die Steuerung über einen Touchscreen. Je nach Größe des Displays braucht es etwas Übung, eine Smartwatch so zu bedienen: wischen und tippen ist nicht jedermanns Sache. Die komfortabelste Lösung bietet die Samsung Gear S3. Diese Smartwatch wird über eine beidseitig drehbare Lünette und zwei Knöpfen auf der rechten Gehäuseseite gesteuert. Den Drückern sind wie bei einem konventionellen Chronographen klar definierte Funktionen zugeordnet: Bei zwei Uhr schaltet man im Menü zurück, bei vier Uhr kommt man auf den Startbildschirm. Diese Bedienung hat den erfreulichen Nebeneffekt, dass auf dem Display keine Fingerabdrücke zurückbleiben. Die Samsung Gear S3 gibt es in einer Classic-Version mit satiniertem Edelstahlgehäuse und Pilz-Drückern und in der Frontier-Variante, die etwas sportlicher mit einem schwarz beschichtetem Gehäuse und Formdrückern auftritt. Beide Modelle kosten jeweils 399 Euro.

Garmin: fēnix 5
Garmin: fēnix 5

#4 Topografische Farbkarten für Europa: Garmin fēnix 5

Garmin richtet sich mit seinen Smartwatches vor allem an Sportler und Outdoor-Freunde. Entsprechend umfangreich ist das Angebot an Fitness-Apps auf den Geräten. Die neue fēnix 5 kommt in gleich drei Größen, um auch Gelegenheitssportler, die eine Smartwatch für den Alltag suchen, anzusprechen. Die fēnix 5S (42 Millimeter, ab 599,99 Euro) und die fēnix 5 (46 Millimeter, ab 599,99 Euro) bieten den gleichen Funktionsumfang mit Aktivitätsmessungen diverser Sportarten, Benachrichtigungsfunktion eingehender Telefonate und Textmeldungen sowie einem Herzfrequenzmesser. Die fēnix 5X kommt zusätzlich mit vorinstallierten topografischen Karten, Fahrradkarten und Karten für Golfplätze, die farbig auf dem Display wiedergegeben werden. In Kombination mit GPS dient die 51 Millimeter große Smartwatch so als handliches Navigationsgerät in ganz Europa. Es lassen sich Funktionen nutzen wie Roundtrip, Active Routing, Track-, Routen- und Wegpunktnavigation sowie Group- und Livetracking. Letzteres ist zum Beispiel hilfreich, wenn eine Gruppe eine Radtour unternimmt und einer schneller ist als der andere. Dann zeigt die Grouptracking-Funktion an, wo sich alle Teilnehmer befinden – vorausgesetzt, alle nutzen dieses Tool. Bei aktiviertem GPS hält der Akku 20 Stunden durch, im normalen Smartwatch-Modus muss die Uhr sogar erst nach zwölf Tagen wieder aufgeladen werden. Outdoorfans müssen für diese Uhr aber etwas tiefer in die Tasche greifen. Mit Edelstahlgehäuse in 51 Millimetern und schwarzem Silikonband kostet die fēnix 5X 749,99 Euro, mit Stahlband sind es 150 Euro mehr.

Casio: Pro Trek WSD-F20
Casio: Pro Trek WSD-F20

#5 Besonders robust: Casio Pro Trek Smart Outdoor Watch WSD F-20

Wie die Smartwatches von Garmin richtet sich auch Casio mit seiner Pro Trek Smart Outdoor Watch WSD-F20 vor allem an Outdoor-Freunde. Passenderweise hat der japanische Elektronikkonzern dafür das Gehäuse der Smartwatch nach der US-amerikanischen technischen Militärnorm MIL-STD-810 getestet. Diese Norm definiert Tests für die Ausrüstung und für Geräte des Militärs, damit diese extremen Temperaturen, Luftdrücken, Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit, Chemikalien und mehr standhalten. Für jede Umweltbelastung gibt es einen eigenen Test. Casio hat sich bei der WSD-F20 auf zehn Prüfungen konzentriert. So musste die Smartwatch zeigen, dass sie Erschütterungen, Vibrationen, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlungen, niedrigen Luftdruck, extreme Temperaturbedingungen und Temperaturschocks sowie Eisanlagerungen schadlos übersteht. Da die Uhr vor allem für den Einsatz im Gelände gedacht ist, sind solche Tests durchaus sinnvoll. So kann sich der Träger darauf verlassen, dass die Smartwatch zu jeder Zeit funktionstüchtig ist – vorausgesetzt natürlich, sie ist voll aufgeladen. Die Pro Trek Smart Outdoor Watch WSD-F20 gibt es in Schwarz und Orange, misst stattliche 56,4 Millimeter im Durchmesser und kostet 499 Euro. mg

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