Die Tutima-Einsatzuhr für die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ)

Neue Kultuhr auf dem Sammlermarkt

Walter Castillo
von Walter Castillo
am 24. Dezember 2014

Die Einsatzuhren von Spezialeinheiten sind sehr beliebte Sammlerobjekte. Heutzutage sind findet man in diesem Bereich meistens nur noch Quartzuhren. Es gab aber auch echte Raritäten mit mechanischem Uhrwerk. Eine solche Rarität ist die Tutima Einsatzuhr für die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ) beim Zollkriminalamt in Köln mit der Referenz 750–42. Sie hat ein auf Stoppeinrichtung und Stundenanzeige reduziertes Zifferblatt mit Datumsfenster. Technisch betrachtet ist sie ein Derivat der Referenz 750–02, dem Military-Chronograph mit Drehlünette. Die Uhr wurde eigens für die ZUZ in einer geringen Auflage geschaffen.

Tutima: Einsatzuhr für die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ)
Tutima: Einsatzuhr für die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ)

Die ZUZ

Bei der Zentralen Unterstützungsgruppe Zoll handelt es sich um die jüngste — im Jahr 1995 — gegründete Spezialeinheit in Deutschland. Die genaue Einsatzstärke ist unbekannt und wird auf 36 Mann geschätzt, wovon wahrscheinlich nur 25 Mann im aktiven Dienst tätig sind. Organisatorisch ist die ZUZ dem Zollkriminalamt (ZKA) in Köln unterstellt. In einer ehemaligen Kaserne in Köln-Dellbrück auf der Bergisch-Gladbacher Straße ist sowohl das ZKA als auch die ZUZ beheimatet. Prinzipiell unterliegen Informationen über Ausrüstungsgegenstände der Geheimhaltungspflicht, da eventuelle Rückschlüsse auf Struktur und Einsatztaktik der ZUZ gezogen werden könnten. Dennoch konnten einige Erkenntnisse gewonnen werden.

Versionen der Tutima ZUZ

Es gab offenbar vier Varianten der ZUZ Einsatzuhr mit drei verschiedenen Referenzen. Die klassische Variante der Ref. 750–42 trägt auf dem Zifferblatt das Logo der ZUZ. Von dieser Version gibt es offenbar auch ein oder zwei Nullserienexemplare ohne Kennnummer, die in den Handel gelangt sind. Grundsätzlich ist der Anteil an Logouhren der ZUZ gering. Nur fünf Uhren waren wahrscheinlich im aktiven Einsatzdienst. Diese Version ist zugleich die exklusivste. Daneben gibt es eine identische Variante ohne Logo, die ebenfalls fünf Mal ausgeliefert wurde. Schließlich existieren vier Exemplare in der Version des normalen Chronos, Ref. 750–02. Diese Version wurde offenbar später (2004) als Ergänzung beschafft und trägt keine spezifische Kennzeichnung. Die ersten beschafften Uhren waren einfache Militarychronographen aus Titan, Ref. 760–02. Sie wurden bereits 1997 beschafft. Hiervon sind bisher zwölf Exemplare aufgetaucht.

Interne Herstellernummer

Bis auf die zusätzlich beschafften Chronos, Ref. 750–02, tragen vermutlich alle originären ZUZ Uhren eine mit DK beginnende Nummer auf dem Rückdeckel. Nach Auskunft des ZKA wurde diese Nummer beim Hersteller aufgebracht und hat keine organisatorische Bedeutung innerhalb der Zollverwaltung. Tutima gibt leider keine Auskünfte zu dem Sachverhalt, sodass nur folgende Schlüsse bleiben: Die so bezeichneten internen Herstellernummern haben stets einen gemeinsamen und einen individuellen Ziffernteil. Beispiel: DK 190493–024. Hier ist die 24. Uhr der selben Serie bezeichnet. Was genau DK bedeutet bleibt unklar. Interessant ist, dass es diese Nummern offenbar auch für die Bundeswehr gab. Einige bei der ZUZ nicht verwendete Nummern wurden auf Tutima Bundeswehruhren gesichtet. Eine Vermutung ist: Es handelt sich um eine Kennzeichnung von kleinen Sonderserien für spezielle Zwecke, sei es für das ZKA, die Bundeswehr oder andere Behörden.

Tutima: Military Chronograph Germany
Military Chronograph Germany; Die interne Herstellernummer auf einer Tutima ZUZ steht immer ganz hinten — hier Nr. 26.

Grundsätzlich wurden die Uhren für die ZUZ offenbar in den Jahren 1997, 2001 beziehungsweise 2002 beschafft. Ein normaler Chrono Ref. 750–02 wurde 2004 nachbestellt. Die gezeigte Liste bestätigt dies.

Lesen Sie auf der zweiten Seite des Artikels vom Einsatz der Tutima-Uhren in der ZUZ und auf welche Modelle sich die Spezialeinheit heute verlässt.

Vacheron Constantin: Historiques Cornes de Vache 1955

Vorbildern aus der eigenen Uhrengeschichte folgend, stattet die Genfer Manufaktur Vacheron Constantin ihren neuen Chronographen Historiques Cornes de Vache 1955 mit sogenannten "Kuhhorn"-Bandanstößen aus. Sie halten das blaue Alligatorlederband an einem 38,5 Millimeter großen Platingehäuse mit zwei Saphirgläsern, zwischen denen das … » weiterlesen

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