Erzielt das Calibre 89 von Patek Philippe einen neuen Rekordpreis? [Update: Auktionsergebnis]

Eine der kompliziertesten Patek-Uhren wird versteigert

Katharina Studer
von Katharina Studer
am 15. Mai 2017

Auktionsergebnis-Update:

Das Calibre 89, das am 14. Mai 2017 vom Auktionshaus Sotheby’s in Genf versteigert werden sollte, konnte keinen Käufer finden. Der anvisierte Schätzpreis von mindestens 6,5 Millionen Schweizer Franken wurde nicht erreicht. Somit konnte die komplizierte Taschenuhr bereits zum zweiten Mal nicht verkauft werden.

 
Das Auktionshaus Sotheby’s versteigert am 14. Mai 2017 im Mandarin Oriental Hotel in Genf eine der kompliziertesten Uhren der Welt. Es gibt Uhren und komplizierte Uhren und dann gibt es noch so unvorstellbar komplizierte Zeitmesser, bei denen man es sich kaum vorstellen kann, wie diese zustande gekommen sind. Und zu diesen zählt das Calibre 89 von Patek Philippe. Die ultra-komplizierte Taschenuhr wurde anlässlich des 150. Jahrestages der Manufakturgründung im Jahr 1989 vorgestellt. Sie galt über 25 Jahre lang als kompliziertester tragbarer Zeitmesser der Welt und gehört noch immer zu den kompliziertesten Uhren bei Patek Philippe. Es dauerte neun Jahre, um diese komplexe Uhr mit 33 Komplikationen zu realisieren: fünf Jahre Forschung und Entwicklung und vier Jahre für die Herstellung und Montage der Einzelteile. Insgesamt wurden nur vier Uhren hergestellt: je eine in Weißgold, Gelbgold und Roségold sowie eine in Platin. Darüber hinaus existiert noch der Prototyp, der heute im Patek Philippe Museum zu sehen ist.

Kommt im Mai 2017 zur Versteigerung: Patek Philippe Calibre 89 (Bild: Sotheby's Geneva)
Kommt im Mai 2017 zur Versteigerung: Patek Philippe Calibre 89 (Bild: Sotheby’s Geneva)

Zur Versteigerung am 14. Mai 2017 in Genf kommt nun das Exemplar in Gelbgold mit einem Schätzpreis zwischen 6,5 und 10 Millionen Schweizer Franken. Uhren von Patek Philippe erzielen regelmäßig Rekordpreise bei Auktionen. So erzielte die superkomplizierte Taschenuhr „Henry Graves“ von 1933 mit 24 Komplikationen am 11. November 2014 beim Auktionshaus Sotheby’s den absoluten Rekordpreis von 23.237.000 Schweizer Franken inklusive Aufgeld. Das war und ist Weltrekord in allen Kategorien – sie ist somit die teuerste Uhr der Welt.

Die Taschenuhr Calibre 89 mit ihren 33 Komplikationen, die nun ebenfalls von Sotheby’s versteigert wird, wurde zuletzt 2009 von Antiquorum für 5.120.000 Schweizer Franken unter den Hammer gebracht. Letztes Jahr wurde die Uhr von Christie’s New York im Privat-Verkauf angeboten. Ein Verkauf kam jedoch nicht zustande. Der Besitzer fand damals wohl zu dem angesetzten Preis, der auf 11 Millionen US-Dollar gelautet haben soll, keinen Käufer für die Uhr.

Die Vorderseite der Patek Philippe Calibre 89 (Bild: Sotheby's Geneva)
Die Vorderseite der Patek Philippe Calibre 89 (Bild: Sotheby’s Geneva)

Das Calibre 89

Die Taschenuhr besitzt zwei Zifferblätter, acht Anzeigescheiben, 24 Zeiger und ein Uhrwerk aus 1.728 Einzelteilen, darunter 61 Brücken, 129 Rubine, 184 Räder, 332 Schrauben, 415 Stifte und 429 weitere mechanische Komponenten. Das Gehäuse der Calibre 89 misst 88,2 Millimeter im Durchmesser und 41,07 Millimiter in der Höhe. Die Vorderseite verfügt über einen ewigen Kalender mit vierstelliger Jahresanzeige in einem Fenster, die Anzeige von Mondphasen und -alter, einen Schleppzeiger-Chronographen und eine zweite Zeitzone.

Die Rückseite zeigt astronomische Anzeigen wie die Sternzeit, Zeitgleichung, Sonnenauf- und Sonnenuntergangszeiten, Jahreszeiten, Sonnenwenden und Tag- und Nachtgleichen, die Sternzeichen und eine rotierende Sternkarte. Zu den akustischen Indikationen gehören eine Grande und Petite Sonnerie, eine Minutenrepetition auf vier Tonfedern und ein Alarm auf einer fünften Tonfeder.

Die Rückseite der Patek Philippe Calibre 89 bietet Platz für astronomische Anzeigen (Bild: Sotheby's Geneva)
Die Rückseite der Patek Philippe Calibre 89 bietet Platz für astronomische Anzeigen (Bild: Sotheby’s Geneva)

Für die Uhr wurden Schweizer Patente erteilt für die Anzeige des Osterdatums, das nach kirchlichem Kalender um mehr als vier Wochen variieren kann, sowie für den säkularen ewigen Kalender, dessen Datum auf einem 400-Jahres-Zyklus basiert und bis in das 28. Jahrhundert keine Korrektur benötigt.

Neben dem Calibre 89 von Patek Philippe werden noch weitere Zeitmesser der Manufaktur, darunter mehrere Chronographen, versteigert. Außerdem beinhaltet die Auktion unter anderem noch Modelle von Rolex, Cartier, Audemars Piguet und Greubel Forsey.

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