Hands-on: Seiko Prospex Diver’s Automatik PADI Special Edition

Die Taucheruhr für Einsteiger und Profis

Martina Richter
von Martina Richter
am 12. September 2017

Die PADI-gebrandete Seiko Prospex Diver’s Automatik erfreut sich großer Beliebtheit. Kein Wunder: Sie sieht gut aus, ist robust und zuverlässig. Das beweist unser Test. So prominent, wie diese Seiko PADI Special Edition der Prospex Diver’s Automatik am Handgelenk in Erscheinung tritt, so unglaublich angenehm ist es, sie am Arm zu tragen.

Hands-on: Seiko Prospex Diver's Automatik PADI Special Edition Wristshot
So sieht die Seiko Prospex Diver’s Automatik PADI Special Edition am Handgelenk aus

Trotz ihrer Größe und ihres Gewichts sitzt die Taucheruhr perfekt. Das liegt einerseits an der konkaven Wölbung des Gehäusehauptteils, das den Boden wie ein Vulkankrater verschlingt, und anderseits an dem bereits vor Jahrzehnten erfundenen Akkordeon-Band, das am Arm mitgeht, und zwar egal, ob man die Prospex auf der nackten Haut spürt oder sie über dem Neopren-Anzug trägt.

Seiko versteht die Taucheruhr als professionelles Messgerät

Seiko rühmt sich zurecht damit, an zahlreichen Entwicklungen bei professionellen Taucheruhren, die heute Standards oder gar Bestandteil international geltender Normen sind, beteiligt gewesen zu sein. Das vielfach adaptierte Zugband – hier ausreichend lang, dick und rutschfest – ist nur ein Beispiel. Ein anderes stellt die moderne Heliumabdichtung des Gehäuses, die ein zusätzliches Ventil überflüssig macht, dar. Ebenso bemerkenswert: Seiko bietet diese Ausstattung bereits bei Taucheruhren im preislichen Einstiegsbereich – ein Indiz dafür, dass der japanische Uhrenhersteller Taucheruhren noch immer als professionelle Geräte für sicheres und komfortables Tauchen und nicht als modische Accessoires betrachtet. Deshalb verbindet die Japaner seit März 2016 auch eine Partnerschaft mit der Tauchausbildungsorganisation PADI, der zu Ehren und wegen der großen Beliebtheit des Vorjahresmodells diese Sonderedition der Prospex Diver’s Automatik entstanden ist.

Flanke der Seiko Prospex Diver's-Automatik PADI Special Edition
Flanke der Seiko Prospex Diver’s-Automatik PADI Special Edition

Signifikant ist die schöne, glänzend-blaue und fast durchgängig minutengenau skalierte Lünette. Sie dreht sich innerhalb eines weiteren, eigenwillig geformten Gehäuseringes. Dieser besteht aus Keramik, erhöht die Stoßsicherheit und soll ein unbeabsichtigtes Verdrehen der Lünette verhindern. Das Doppelgehäuse ist ein Markenzeichen von Seiko-Taucheruhren. Dank einer speziellen Innenarchitektur mit L-förmigen Abdichtungen sowie eines verschraubten Befestigungsringes für das Glas ist die Seiko Prospex Diver’s Automatik PADI Special Edition besonders druckfest – hier bis zu 20 Bar – und bietet die bereits zitierte, effiziente Heliumabdichtung. Dennoch lässt sich die Tauchlünette gut fassen, und zwar genau dort, wo man intuitiv hin greift, um sie einzustellen. Große, geriffelte Reiter tragen zur Griffsicherheit bei.

Die Seiko-Taucheruhr ist jederzeit gut ablesbar

Der Drehring rastet sanft in Halbminutenschritten. Ein kerniger Minutentakt würde noch professioneller wirken und wäre normgerecht. Um den Ring vor Kratzern zu schützen, ist er mit Titankarbid belegt. Während auf ihm unerwartet nur der Orientierungspunkt vergleichsweise schwach leuchtet, erstrahlen die sogenannten Haifisch-Indexe auf dem blauen Zifferblatt sehr kräftig. Unter Liebhabern wird die Uhr deshalb auch gern als „Monster” bezeichnet. Wie die ebenfalls starken Zeiger sind die Indexe mit der von Seiko entwickelten Leuchtfarbe Lumibrite belegt und werden durch ein Hardlexglas, das flexibler und daher bruchsicherer ist als Saphirglas, geschützt.

Hands-on: Seiko Prospex Divers Automatik PADI Special Edition bei Nacht
Die Seiko Prospex Diver’s Automatik PADI Special Edition ist nachts bestens ablesbar

Der Gehäuseboden der Sonderedition dagegen ist undurchsichtig, massiv und verschraubt. Hinter ihm tickt das Seiko-Manufakturkaliber 4R36 mit beidseitig wirkendem Automatikaufzug und „Magic Lever”. Das Werk gilt als sehr robust und wird deshalb in vielen Taucheruhren von Seiko verwendet. Gegenüber seinem Vorläufer, dem 6R15, hat es einige technische Neuerung, zum Beispiel im Bereich des Aufzugs und des Federhauses, der Datumsschaltung, der Unruh und damit auch der Regulierung. Reguliert ist es ganz gut. Es geht zwischen vier und fünf Sekunden am Tag vor, läuft vor allem aber sehr ausgewogen. So kann man mit der Prospex Diver’s Automatik PADI Special Edition mehr als einen Schnupperkurs im Tauchen belegen. Bewertung und Testurteil sowie umfassende technische Daten finden Sie in der aktuellen UHREN-MAGAZIN-Ausgabe 5/2017. MaRi

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Glycine: Combat SUB Aquarius – Baselworld 2016

Mit der Combat SUB Aquarius bringt Glycine eine professionelle Taucheruhr auf den Markt. Der 42 Millimeter große und bis zu 50 Bar druckfeste Zeitmesser wurde vom Schweizer Tauchprofi Remo Laeng mitentwickelte und getestet. Das hoch funktionale Uhrengehäuse ist von einem verschraubbaren Heliumventil an der linken Flanke geprägt. Oben … » weiterlesen

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