Jaeger-LeCoultre: Leserreise Schweiz 2015

Mit der UHREN-MAGAZN-Redaktion im Schweizer Jura

Thomas Wanka
von Thomas Wanka
am 24. Juni 2015

Der zweite Tag der UHREN-MAGAZIN-Leserreise in die Schweiz 2015 führte uns zur Manufaktur Jaeger-LeCoultre nach Le Sentier. Hier ist die auch “La Grande Maison” genannte Manufaktur noch an genau der Stelle angesiedelt, an der sie 1833 von Antoine LeCoultre gegründet wurde. “Großes Haus” heißt sie, weil sie immer wieder erweitert wurde und immer die größte Manufaktur im Vallée de Joux blieb. Heute beschäftigt sie rund 1.200 Mitarbeiter, die Fertigung von Uhren wird etwas ausweichend mit einer Stückzahl zwischen 50.000 und 100.000 angegeben. Wir begaben uns direkt in die neu gestalteten und lichtdurchfluteten Ateliers, wo uns Meisteruhrmacher Christian Laurent an einen Großbildschirm die Meisterwerke der Haute Horlogerie unter dem Mikroskop vorführte und die Funktionen der Komplikationen erläuterte.

Im Empfangsbereich versammelte sich die frisch eingekleidete Reisegesellschaft zum Gruppenbild.
Im Empfangsbereich versammelte sich die frisch eingekleidete Reisegesellschaft zum Gruppenbild.

Anschließend durften die Teilnehmer der UHREN-MAGAZIN-Leserreise die wertvollen Exponate durch die Reihen reichen und gebührend bewundern. Danach ging es in die Produktion, in welcher sich die Manufaktur durch eine eigenen Einzelteilefertigung die größtmögliche Unabhängigkeit von Zulieferern zu sichern versucht. In der Stanzerei stehen 6.000 Formen im Lager, um alle jemals gefertigten Uhrenteile jederzeit wieder stanzen zu können. Die Manufaktur wurde seit ihrer Gründung niemals geschlossen und produzierte auch in der Zeit der Quarzkrise weiter, während in der Schweiz über 1.000 Firmen ihren Betrieb einstellen mussten. Über welche dadurch bis heute erhaltenen Fertigkeiten man hier verfügt, demonstriert besonders die Abteilung, in welcher die winzigen Ankerpaletten aus synthetischem Rubin mit Schelllack in den Ankergabeln fixiert werden. Eine handwerklich diffizile Aufgabe, welche nur unter dem Mikroskop durchgeführt werden kann, da die Positionierung auf den zehntel Millimeter genau stimmen muss. Wie schwer diese Handwerk zu beherrschen ist, erfuhren die Teilnehmer gleich nach dem gemeinsamen Mittagessen im Bellevue am Lac-de-Joux. Denn danach ging es zurück in Manufaktur und dort in die “Master Class” An zwölf Uhrmachertischen saßen die aufgeregten Teilnehmer und widmeten sich unter Leistung von Uhrmacher Simon dem Auseinander- und Zusammenbau des Handaufzugkalibers 968. Den Erfolg demonstrierte ein abschließendes Diplom, welches allen mitgereisten UHREN-MAGZIN-Lesern die erfolgreiche Teilnahme bestätigte. tw

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