Jaermann & Stübi: Die Uhr zum Schläger

Alexander Krupp
am 12. November 2009
Gehäuse aus Golfschlägern: die Seve Ballesteros II von Jaermann & Stübi
Gehäuse aus Golfschlägern: die Seve Ballesteros II von Jaermann & Stübi

Der Zürcher Hersteller von Golferuhren Jaermann & Stübi hat aus seinem Modell Royal Open Course Timer & GMT eine auf 50 Exemplare limitierte Sonderedition entwickelt. Die Seve Ballesteros II, die als einzige Uhr der Marke ein tiefblaues Zifferblatt erhalten wird, ist nach dem ehemaligen spanischen Spitzengolfer Severiano Ballesteros benannt und schafft eine ganz besondere Verbindung zur ihrem Namengeber: Die Uhrengehäuse wurden aus den Köpfen der Golfschläger gefertigt, mit denen Seve Ballesteros sein letztes Profiturnier, die Spanish Open 1995, gewann. Nach längerer Suche fanden die Markengründer Urs Jaermann und Pascal Stübi eine deutsche Versuchsanstalt, die sehr geringe Mengen Stahl schmelzen konnte: Aus zehn Schlägern entstanden 50 Gehäuse, wobei zusätzliche Bestandteile hinzulegiert wurden. Dennoch lässt sich jeweils drei bis fünf Uhren ein spezieller Schläger zuordnen, dessen Bezeichnung auch auf den Werkhaltering graviert wird. Das Werk ist ein Soprod A10, das die Marke in den eigenen Ateliers um einen Spielzeitdrehring – ähnlich einer Tauchzeitlünette – erweitert. Es ist so im Gehäuse aufgehängt, dass sich auch die Kronenwelle bei einem Stoß frei bewegen kann; selbst ein versehentlicher Schlag in den Boden vermag der Uhr somit nichts anzuhaben. Diese Stoßfestigkeit und die Gehäuseproduktion im Versuchsschmelzofen sind nicht billig: Die Seve Ballesteros II kostet 12.950 Euro. ak

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