Kim-Eva Wempe: “Unsere Uhren werden aus Überzeugung gekauft”

Interview mit der Inhaberin von Juwelier Wempe über die eigene Uhrenkollektion

Thomas Wanka
von Thomas Wanka
am 23. September 2015

Anlässlich der Vorstellung der umgebauten und erweiterten Niederlassung in der Berliner Friedrichstraße ergab sich die Gelegenheit, mit der Inhaberin und Geschäftsführerin von Juwelier Wempe, Kim-Eva Wempe über Bedeutung und Zukunft der eigenen Uhrenkollektion zu sprechen.

Die Berliner Wempe-Niederlassung präsentiert sich mit renovierter Fassade und wurde um ein Schaufenster in der Friedrichstraße erweitert.
Die Berliner Wempe-Niederlassung präsentiert sich mit renovierter Fassade und wurde um ein Schaufenster in der Friedrichstraße erweitert.

Für Beratung und Verkauf steht mehr Fläche im Erdgeschoss zur Verfügung.
Für Beratung und Verkauf steht mehr Fläche im Erdgeschoss zur Verfügung. Im Hintergrund der Servicebereich mit Uhrmacher.

UHREN-MAGAZIN: Welche Bedeutung hat eine eigene Uhrenfirma wie Wempe Glashütte mit den beiden Marken Zeitmeister und Chronometerwerke für Sie?

Kim-Eva Wempe: Bei mir ist es die große Freude darüber, dass diese Uhren so erfolgreich sind. Jeder Träger ist unser bester Multiplikator. Das sehen wir gerade in den sozialen Medien. Wir wissen, was die Kunden schön finden und freuen uns über die Liebe zu den Details, die sie mit uns teilen. Ganz besonders stark ausgeprägt ist das übrigens in den Vereinigten Staaten. Das freut uns besonders. Wir sind ja eine junge Glashütter Marke, darum werden wir aus Überzeugung gekauft.

Kim-Eva Wempe, Inhaberin von Juwelier Wempe, äußerte sich im UHREN-MAGAZIN-Interview über die Zukunft der eigenen Uhrenmarke.
Kim-Eva Wempe, Inhaberin von Juwelier Wempe, äußerte sich im UHREN-MAGAZIN-Interview über die Zukunft der eigenen Uhrenmarke.

UHREN-MAGAZIN: Mit der Erweiterung der Zeitmeisterkollektion um die Sport GMT scheint die Kollektion abgeschlossen. Wird es nicht Zeit für eine Runderneuerung, eine Art Modellpflege?

Kim-Eva Wempe: Wenn man einen Klassiker hat, wird einem immer die Frage nach etwas Neuem gestellt. Aber warum soll ich etwas Neues erfinden, wenn die Uhr perfekt ist? Die Zeitmeister-Uhren kann man gar nicht besser machen. Wir haben die Anzeigen auf dem Zifferblatt nach dem Goldenen Schnitt gestaltet, wie will man den verbessern? Was bei Autos mit einer Modellpflege vielleicht funktioniert, ist auf Uhren nicht übertragbar, sonst gäbe es den Retro-Trend gar nicht. Schöne Uhren bleiben schön. Versuche, sie schöner zu machen sind immer nur Versuche geblieben. Denn jeden Tag kommt ein Kunde, der sich einfach eine schöne Uhr wünscht. Und die haben wir für ihn.

UHREN-MAGAZIN: Die Chronometerwerke mit Manufakturkalibern feiern nächstes Jahr ihren zehnten Geburtstag. Was dürfen wir hier erwarten?

Kim-Eva Wempe: Die Chronometerwerke sind mir extrem wichtig. Genau diese Kombination aus Präzision und Handwerkskunst sind typisch deutsch und typisch Wempe. Wir führen als Juwelier 20 Marken, und alle stammen aus der uhrmacherischen Tradition, nicht aus dem Modebereich, obwohl wir viele Anfragen seitens der Hersteller haben. Aber vieles findet man bei Wempe eben gerade nicht. Wir beurteilen Uhren nicht nach der Marke, wir schauen in die Uhren hinein. In unseren Chronometerwerken machen wir Schweizer Werke durch unser uhrmacherisches Können noch etwas genauer. Und im kommenden Jahr werden wir bereit das vierte Manufakturwerk präsentieren können.

UHREN-MAGAZIN: Frau Wempe, herzlichen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte UHREN-MAGAZIN-Chefredakteur Thomas Wanka.

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