Markenlogo: Rolex

Uhrenmarken und ihre Logos

Julia Knaut
von Julia Knaut
am 26. Juli 2012
Bei Rolex ziert die Krone die Krone
Bei Rolex ziert die Krone die Krone
[Foto: Tyler Olson]

Markennamen und Logos beeinflussen unseren Alltag vom Lebensmittel bis zum Auto. Doch ihre Bedeutung und Herkunft sind oft unbekannt. Wir klären auf über die Markenzeichen der Uhrenhersteller Rolex, Breitling und Co.

Der Erfolg eines Unternehmens hängt nicht in erster Linie von repräsentativen Zeichen und Schriftzügen ab. Dennoch spielen diese eine wichtige Rolle. Sie tragen zu dem Bild bei, das wir uns von der jeweiligen Marke machen, und wirken bis ins Unterbewusstsein. In der Uhrenbranche benennen sich die Hersteller oft nach ihren Gründern oder lehnen sich mit ihrem Namen an Superlative an; andere erfinden Kunstwörter oder nutzen die Bedeutung historischer Symbole.

Rolex – Geheimnisse und Anekdoten

Rolex ist ein verschwiegenes Unternehmen. Daher gibt es keine offiziellen Verlautbarungen über Herkunft und Bedeutung von Markenname und Kronen-Symbol. Was bleibt, sind Geschichten und Gerüchte, die von Rolex weder bestätigt noch dementiert werden. Bei der Entwicklung eines Markennamens soll der Firmengründer Hans Wilsdorf ein Wort gesucht haben, das kurz ist, auf jedes Zifferblatt passt und sich in jeder Sprache gut artikulieren lässt.

Warum er letztlich den Namen Rolex gewählt hat, ist heute nicht mehr eindeutig nachzuweisen. Einige Quellen deuten es als Kurzform der englischen Wortgruppe „rolling export“, die auf die Drehung von Zeigern und Zahnrädern anspielt. In anderen Texten ist die Rede von einem spanischen Mitarbeiter Wilsdorfs, der die Bezeichnung „relojes excellentes“ („hervorragende Uhren“) vorgeschlagen haben soll.
Eine weitere Erklärung bietet die Herleitung von „horlogerie exquise“, dem französischen Ausdruck für herausragende Uhrmacherkunst. Wieder andere Quellen sehen in dem Markennamen ein reines Kunstwort. Sicher ist, dass Wilsdorf den Titel Rolex 1908 schützen ließ.


Die fünfzackige Krone als Markenzeichen erschien 17 Jahre später erstmals auf den Uhren, allerdings nur vereinzelt, da die Nennung des Herstellers auf dem Zifferblatt zu dieser Zeit nicht üblich war – wenn überhaupt, erschien dort der Händlername. Dass auf heutigen Zifferblättern dem Hersteller eine größere Bedeutung zukommt als dem Händler, ist Unternehmern wie Wilsdorf zu verdanken. Nachdem sich Rolex durch die Qualität der Produkte, verschiedene Patente und geschickte Vermarktung einen Namen gemacht hatte, konnte die Uhrenmarke ihr Logo ab 1939 auf allen Zifferblättern abbilden. Bei der Entstehung des Markenzeichens sollen die fünf Buchstaben des Wortes Rolex oder die Finger eines Uhrmachers als Vorbilder gedient haben. In einem Internetforum ist zudem die (nicht bestätigte) Anekdote zu finden, dass Wilsdorf für einen befreundeten Grafen namens „Bela Ferency zu Muc le Duc“ (zumindest die Schreibweise ist zweifelhaft) einen Chronometer bauen wollte. Auf der Suche nach einem Markenzeichen soll ihn die fünfzackige Krone des Grafen inspiriert haben, die später auf die Aufzugskrone kam. Laut Forum werde daher der erste Rolex-Chronograph in Sammlerkreisen „Ferency Chrono-Graf “ genannt. Wie das Symbol auch entstanden sein mag: Bis heute ziert es Zifferblatt, Krone und Schließe jedes Uhrenmodells der berühmten Marke.

Die berühmte Krone mit dem Markenschriftzug an der Fassade der Genfer Produktion
Die berühmte Krone mit dem Markenschriftzug an der Fassade der Genfer Produktion

 

In den nächsten Tagen erfahren Sie die Hintergründe zu den Logos von Longines, Omega, TAG Heuer, Junghans, Breitling, Patek Philippe, Zenith, Vacheron Constantin und Montblanc

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