Mehr Retro, bitte: 9 schöne Neuauflagen von Vintage-Uhren

Uhren mit Geschichte von Omega, IWC, Junghans & Co

Melanie Feist
von Melanie Feist
am 29. November 2016

Keine Frage: Retro-Uhren sind 2016 ein starker Trend. Neun aktuelle, besonders gelungene Modelle mit Bild, allen Daten und Preis stellen wir Ihnen heute vor. Denn manche Uhren sind schon vor Jahrzehnten erschienen und trotzdem stets aktuell geblieben – dank behutsamer Überarbeitungen, die aktuelle Trends einfließen ließen und gleichzeitig die DNS der Vintage-Uhren bewahrt haben. Und von solchen Modellen kann man eigentlich nie genug bekommen. Deshalb sagen wir heute wieder einmal: “Mehr Retro, bitte!” Unsere Liste ist in alphabetischer Reihenfolge geordnet.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #1: Alpina KM-710

Original und die Neuheit Alpina KM-710
Das Original und die Neuheit Alpina KM-710

Eisenbahnminuterie sowie beigefarbene Zeiger und Indexe wecken bei der neuen KM-710 von Alpina Erinnerungen an ihr historisches Vorbild aus dem vergangenen Jahrhundert. Die Abkürzung »KM« steht dabei für Kriegsmarine, stellte Alpina doch von 1930 bis circa 1945 Uhren für die deutsche Kriegsmarine her. Gewissen Modernisierungen konnte die Neuheit aber nicht entkommen: Statt wie damals üblich wird kein radioaktives Radium für die Leuchtbeschichtung verwendet. Dafür setzt Alpina beigefarbene Superluminova ein, die die Farbe gealterten Radiums wiedergeben soll. Auch der damals gängige Gehäusedurchmesser entspricht nicht mehr der aktuell gefragten Größe. So wuchs die Retrouhr KM-710 von 35 Millimetern auf 41,5 Millimeter. Zuguterletzt ließ Alpina die kleine Sekunde einem Zeigerdatum bei sechs Uhr weichen. Wie bei den meisten Retrouhren ist das hier verwendete Uhrwerk kein historisches, aber ein eigens konstruiertes. Das Automatikkaliber AL-710 sorgt für ausreichend Energie. Die Manufakturware in Retro-Optik ist für 2.495 Euro zu haben.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #2: IWC Große Fliegeruhr Heritage 48

IWC: Große Fliegeruhr Heritage 48
IWC: Große Fliegeruhr Heritage 48

IWC überarbeitet 2016 – 80 Jahre nach Einführung ihrer „Spezialuhr für Flieger“ – nicht nur alle bestehenden Fliegeruhren, sondern führt auch komplett neue Modelle ein. Eines davon ist die Große Fliegeruhr Heritage 48, die IWC als modernen Nachfolger der Großen Fliegeruhr von 1940 bezeichnet. Das 48 Millimeter große Titangehäuse wird von einem extralangen Kalbslederband mit Nieten am Arm gehalten; es ist zweigeteilt und am Ende zusammengenäht, sodass der Träger die Uhr unter keinen Umständen verlieren kann. Im Gehäuseboden befindet sich ein kleines kreisförmiges Saphirglasfenster, das den Blick auf eine Gangreserveanzeige freigibt. Sie gehört zum Manufakturkaliber 59215 mit Handaufzug. Den Magnetfeldschutz des Weicheisen-Innengehäuses vermindert das Sichtfenster laut IWC nur um zwei bis drei Prozent. 1.000 Exemplare werden gebaut, zum Preis von jeweils 14.800 Euro.

Mehr zur Geschichte der Fliegeruhren, über historische und moderne Modelle erfahren Sie im UHREN-MAGAZIN Special Wissen 2017, das Sie hier für 11,90 Euro bestellen oder hier für 9,90 Euro herunterladen können.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #3: Junghans Meister Driver Chronoscope

Junghans: Meister Driver Chronoscope (Referenz 027-3684-0010)
Junghans: Meister Driver Chronoscope (Referenz 027-3684-0010)

Junghans’ Meister-Uhren haben einen besonderen Retro-Charme. Die neue Meister Driver Chronoscope erhält ihren durch die Inspiration von Oldtimern. Das farblich abgestufte Zifferblatt mit den großen Ziffern erinnert an eine Tacho-Anzeige klassischer Automobile, den Antrieb erledigt das automatische Basiskaliber Eta 2892-2 und einem Modulaufbau der Dubois Dépraz. Zwei Ausführungen in einem Edelstahlgehäuse mit 40,8 Millimetern im Durchmesser stellt Junghans zur Wahl. Auf einem beige-braunen Zifferblatt sitzen anstelle von Stundenziffern die ausgeschriebenen Minuten, was die Chronographenfunktion betont. Dieses Modell wird an einem Lederband getragen und kostet 1.990 Euro. Für den gleichen Preis gibt es auch ein graues Zifferblatt mit Stundenziffern und rotem Lederband. Am Stahlband kostet der Meister Driver Chronoscope 2.090 Euro, mit Lederband 1.990 Euro.

Wenn Sie sich für dieses Retro-Modell interessieren, verpassen Sie nicht den aktuellen Test der Chronos-Redaktion: www.watchtime.net/tests

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #4: Laco Erbstück

Laco: Fliegeruhr Erbstück Baumuster B
Laco: Fliegeruhr Erbstück Baumuster B

Mehr Retro geht fast nicht: Die Fliegeruhr Erbstück des deutschen Uhrenherstellers Laco wird einem künstlichen Alterungsprozess unterzogen. Gehäuse, Zifferblatt und Zeiger bearbeitet Laco mithilfe von verschiedenen chemischen, thermischen und mechanischen Prozesse. So entsteht eine ganz individuelle Patina, denn der Kunde entscheidet, wie stark die eigene Retrouhr altern soll. Entscheidungsfreiheit gibt es auch hinsichtlich des Uhrwerks und der Gehäusegröße: Es kommt entweder ein Eta 2801 mit Handaufzug und ein automatisches Eta 2824 zum Einsatz; beim Durchmesser kann zwischen 42 oder 45 Millimetern gewählt werden. Neben den optischen Finessen erinner insbesondere der Zifferblattaufbau mit Orientierungsdreieck, großen Minutenzahlen und kleinem Stundenkreis an die Fliegeruhren, die Laco seit den 1940er-Jahren produziert. Kostenpunkt: 1.648 Euro für die kleinere Version, die 45-Millimeter-Variante kostet 100 Euro mehr.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #5: Omega Speedmaster CK2998

Omega: Speedmaster CK2998
Omega Speedmaster CK2998Omega: Speedmaster CK2998

Die Omega Speedmaster CK 2998 kam im Jahr 1959 auf den Markt, sie zeichnete sich durch ihre Lancette-Zeiger und die dunkle Lünette aus. Nun ist die Vintage-Uhr Vorbild für eine Neuauflage in Blautönen und limitierter Edition: Die neue Omega Speedmaster CK 2998 erscheint zur Baselworld 2016 genau 2.998-mal. Sie arbeitet mit dem Handaufzugswerk Omega 1861, das eine kleine Sekunde bei der Neun anzeigt und die Sekunden zentral, die Minuten bei der Drei sowie die Stunden bei der Sechs stoppt. Das Besondere an diesem Chronographen-Kaliber ist, dass es bereits in der allerersten Moonwatch zum Einsatz kam. Geschützt wird es von einem 39,7 Millimeter großen Edelstahlgehäuse. Kostenpunkt: 5.400 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #6: Oris Divers Sixty-Five

Oris: Divers Sixty-Five
Oris: Divers Sixty-Five

Die Divers Sixty-Five von Oris entlehnt ihr Design einem frühen Taucheruhren-Modell von 1965. Nun lanciert die Schweizer Marke eine Variante, deren Farbschema ebenfalls aus den 1960er-Jahren inspiriert ist. Das Zifferblatt der Taucheruhr erscheint in Grau mit blauem Stundenring. Die Ziffern, Indexe und Zeiger sind großzügig mit Leuchtmasse belegt. Das Edelstahlgehäuse misst 40 Millimeter im Durchmesser und bleibt bis zehn Bar druckfest. Darin arbeitet das Automatikwerk Sellita SW 200. Der Preis der Retro-Taucheruhr: 1.700 Euro.

Mehr über Taucheruhren, die Geschichte schrieben, die Anforderung an diese Uhrengattung und aktuelle Taucheruhren-Modelle erfahren Sie im UHREN-MAGAZIN Special Wissen 2017, das Sie hier für 11,90 Euro bestellen oder hier für 9,90 Euro herunterladen können.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #7: TAG Heuer Monza Chronograph Calibre 17

Ganz in Schwarz: der TAG Heuer Monza Chronograph Calibre 17
Ganz in Schwarz: der TAG Heuer Monza Chronograph Calibre 17

Zur TAG Heuer mit dem Monza Chronograph Calibre 17 die Neuauflage des Monza-Chronographen, der in diesem Jahr quasi 40. Geburtstag feiert. Der neue Chronograph übernimmt – sogar in der originalen Schriftart – zwei signifikante Anzeigen der ursprünglichen Uhr: den Pulsmesser und die Tachymeterskala. Der damalige Zeitmesser – ganz in Schwarz – war mit einer Pulsometerskala zur Messung des Herzrhythmus und einer Tachymeterskala zur Umwandlung von Zeitintervallen in Geschwindigkeiten ausgerüstet. Rote Zeiger und Zähler verliehen ihm seinen Racing-Look. Das Jubiläumsmodell lehnt sich stark an das Original an – nicht nur mit den besonderen Funktionen, sondern auch mit seinem kissenförmigen Gehäuse, das gar auf ein Chronographenmodell aus dem Jahr 1925 zurückgeht. Die Neuheit wird allerdings aus Titan gefertigt und mit Titankarbid behandelt, was für eine mattschwarze Oberfläche sorgt. Der Durchmesser liegt bei 42 Millimetern, im Inneren arbeitet das Eta-Automatikkaliber 2894, das bei TAG Heuer Calibre 17 heißt. Der Preis des Retro-Chronographen: 4.700 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #8: Tudor Heritage Black Bay Dark

Tudor: Heritage Black Bay Dark
Tudor: Heritage Black Bay Dark

Auch Tudor stellte zur Baselworld 2016 eine Retroversion der Black Bay vor, die Heritage Black Bay Dark. Snowflake-Zeiger, gewölbtes Zifferblatt und Deckglas, die große Krone und die rote Schrift auf dem Zifferblatt übernimmt Tudor von ihren historischen Taucheruhren. Im Innern des 41 Millimeter großen Stahlgehäuses mit schwarzer PVD-Beschichtung tickt das hauseigene Automatikkaliber MT 5602. Das moderne Werk ist chronometerzertifiziert, bietet 70 Stunden Gangreserve und eine robuste Unruhbrücke. Mit gealtertem Lederband kostet die Retrouhr 3.880 Euro, mit Edelstahlband 4.170 Euro.

Neu aufgelegte Vintage-Uhr #9: Zenith Heritage Cronometro Tipo CP-2

Zenith: Heritage Cronometro TIPO CP-2
Zenith: Heritage Cronometro TIPO CP-2

Zenith lässt den TIPO CP-2 aus den 1960er-Jahren wieder aufleben. Der neue Heritage Cronometro Tipo CP-2 ist einem Chronographen nachempfunden, den Zenith Anfang der 60er-Jahre durch den Händler A. Cairelli in Rom an italienische Militärpiloten lieferte. Damals unter der Bezeichnung TIPO CP-2 bekannt, ist der Cairelli-Chronograph heute ein beliebtes Sammlerobjekt. Seine Neuauflage besitzt ein dem historischen Vorbild entsprechendes 43 Millimeter großes Edelstahlgehäuse. Darin arbeitet jedoch das moderne Automatikkaliber El Primero 4069. Der Heritage Cronometro Tipo CP-2 erscheint in Auflage von 1.000 Exemplaren, von denen jedes 7.900 Euro kostet.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im Juli 2014.

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